Berliner Urgestalt: Rogacki

In Berlin, Ecken checken, Lifestyle by Lisa

Nicht nur als Charlottenburger oder Urberliner sollte man dieses Restaurant kennen und schätzen: Rogacki! Wer auf die berühmte Berliner Schnauze am Tresen, gutes Essen und traditionsreiche Geschichte steht, der sollte sich so schnell wie es geht zur ersten Adresse zum Fischessen bewegen.

Geschäft aus Tradition

1928 gründeten Paul und Lucia Rogacki ihren Räucherwarenhandel. Damals noch im Wedding anzutreffen, zog das Geschäft 4 Jahre später nach Charlottenburg.
Genau wie vor 85 Jahren, ist Rogacki seitdem an der gleichen Adresse zu finden. Die Wilmersdorfer Straße steht von da an für DIE Adresse unter Fisch- und Feinschmeckern.
Das Unternehmen wird heute erfolgreich in der 3. Generation vom Enkelsohn des Gründers Dietmar Rogacki geführt.

Umbau, Brand und Zerstörung

Der zweite Weltkrieg hinterließ Rogacki 1945 in Schutt und Asche. Das Ehepaar begann von Neuem. Harte Arbeit war für die deutsch-polnische Familie kein Fremdwort. Bevor eine Ladentheke in Aussicht stand, buckelten sie jeden Morgen mit einem Handkarren zum Markt auf dem Alexanderplatz und das bei Wind und Wetter. Nach einem Brand und drei Umbauten hat Rogacki in Größe und Vielfalt prächtig aufgestockt. Mittlerweile zählen 150 Käse-, 200 Wurst- und Fleischsorten, darunter 70 unterschiedliche Fischarten, selbstgemachte Salate, verschiedenste Weine, sowie eine Brotabteilung zum vielfältigen Sortiment der ersten „Aal- und Fischräucherei“ in Charlottenburg.
An die alten Zeiten erinnern heute nicht nur die unzähligen Fotos, welche im Geschäft die eigene Geschichte erzählen, sondern auch einige der Räucherutensilien. Die aus dem Jahr 1932 stammenden Altonaer Öfen trotzten den Bombenangriffen des Krieges und in ihnen wird heute noch mit Feuer und Buchenholz geräuchert.

Spezialität: geräucherter Fisch

Früher war es die Verbindung zu den Küsten Dänemarks, die Rogacki einzigartig machte, heute bleibt man aus Tradition. An den unterteilten Theken kommen nicht nur Fischliebhaber auf ihren Geschmack: vom Brot bis Hummer gibt es alles zu kaufen.  Wen der Hunger gleich vor Ort plagt, der wird an den 3 Imbissen unter den verschiedensten Tagesgerichten sicherlich fündig. Außerdem stammen 98% der zu kaufenden Räucherware aus eigener Produktion.

So verschieden wie das Sortiment, so auch die Kundschaft: Als Berliner Insitution geben sich hier Bauarbeiter und Bankier die Klinke in die Hand. Zu Rogacki geht eben jeder. Und so schön durchmischt wie seine Gäste sind, so kommt bei Rogatzki jeder auf seinen Geschmack. Vielleicht auch morgen du?

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