Bottoms Up – Bars mit besonderem Flair

In Berlin, Ecken checken by Yannick

Bald ist schon wieder Wochenende, aber du hast keine Lust mit deinen Freunden immer wieder in die gleichen Läden zu gehen? Dann haben wir für dich ein paar abwechslungsreiche Alternativen, die du wahrscheinlich noch nicht kennst!

Tarantino’s Bar

Diese Bar zieht alle Filmfans des Regisseurs Quentin Tarantino magisch an. Die gesamte Einrichtung ist eine Homage an das Filmwerk des Künstlers. Plakatierungen, eine Leinwand auf der seine Filme ohne Ton laufen, ein DJ der die Sountracks spielt, all das gibt es zu entdecken. Der Laden erinnert treffend eher an eine Spielunke als an eine Lounge. „Wer nach mehr als drei meiner Drinks noch steht, hat meinen vollen Respekt“, sagt Gründer Robert Wachs. Quentin Tarantino selbst war sogar schon zu Gast.

Brunnenstraße 163, Mitte 

Zyankali

Einen Wissenschaftler, der zum Barmann wurde, sieht man definitiv nicht alle Tage. Vor allem Keinen, der beides zugleich ist. Tom Korn ist Chemiker und hat für seine Bar Zyankali ein besonderes Konzept entwickelt. In Fässern lagern fertig gemischte Drinks, z.B. ein Negroni, der mehrere Monate in einem Sherryfass reift. Durch bestimmte Konservierungstechniken schafft er es, fruchtige Drinks in Flaschen zu lagern, aus fest flüssig und aus rot blau zu machen. Molekulardrinks nennt er seine Kreation. Anstatt mit Shaker und Barlöffel, arbeitet er mit Pipetten und elektrische Rührmaschinen. Tom gibt auch Kurse und nimmt an Wettbewerben teil. Er versucht sich ständig an neuen Rezepten. Wer hier Interesse bekommt, sollte sich jedoch vorher anmelden, da die Bar sehr gut besucht ist.

Gneisenaustraße 17, Kreuzberg

Das Butcher’s

Diese Bar lässt sich nur durch einen geheimen Eingang betreten. Das Butcher’s orientiert sich stilistisch an der Zeit der Prohibition. Eintritt in die geheimen Räume erhält man über eine britische Telefonzelle, die im Hinterraum der „Fleischerei“ steht. Klinget man dort, wird man eingelassen in die fensterlosen Räume einer ehemaligen Schlachterei, in der nur elegante Drinks serviert werden. Als Erinnerung an frühere Zeiten baumeln Flaschen an alten Fleischerhaken.

Torstraße 116, Mitte

 

Madame Claude

In dieser Kreuzberger Kneipe steht die Welt kopf. Nicht nur im Sinne einer Metapher sondern wörtlich, Möbel kleben an der Decke, ein Bücherregal samt Büchern, Tische und Stühle hängen dort auch. Alles wirkt wie in einem Labyrinth oder eine Sinnestäuschung. Man hat permanent das Gefühl, sich auf dem Kopf stehend zu bewegen. Aber der eigentliche Kern der Bar besteht nicht im ungewöhnlichen Ambiente sondern in der Musik. Fast jeden Abend spielt in einem der Räume eine Band, DJ’s legen regelmäßig auf, bereits ganze Konzertreihen fanden hier bereits statt.

Lübbener Straße 19, Kreuzberg

Le Croco Bleu

Diese Bar mit dem besonderen Flair befindet sich im Maschinenraum der alten Bötzow-Brauerei im Prenzlauer Berg. Es gibt einer alte Geschichte, nach der im zweiten Weltkrieg zwei Krokodile aus dem Berliner Zoo hier im Keller wohnten. Daher hat die Bar auch ihren Namen. Passend dazu auch die Einrichtung und die Drinks, mit einer flüchtigen blauen Beleuchtung und einem Retro Mobiliar.

Prenzlauer Allee 242, Prenzlauer Berg

 

 

Bar Tausend

Bewusst unauffällig versteckt sich diese Bar hinter einer Eisentür ohne Schild unter einer S-Bahn-Brücke nähe der Friedrichstraße. Erst einmal entdeckt, musst du klingeln und wirst nach einer Begutachtung durch den „Wirt“ hereingelassen. Stilistisch erinnert die Inneneinrichtung vom Tausend an die 20er Jahre. Die Gäste sind elegant, die Drinks sind stark und falls du Hunger bekommst, gibt es im hinteren Bereich sogar ein Restaurant.

Schiffbauerdamm 11, Mitte

 

Lost in Grub Street

Dies war eine der ersten wirklichen Bars, die am Hausvogteiplatz in Berlin entstand, eine Gegend die von der Bar-Welle Berlins größtenteils ausgelassen wurde. Der Name nimmt Bezug auf eine alte Straße in London in den 1830ern, in der Künstler und Schriftsteller sich eine Schüssel Punsch teilen konnten. Genau diese vergessene Methode wird hier wieder zum Leben erweckt.

Jägerstraße 34, Mitte