Kultmucke.de | RSS Feed Berliner Musik-Magazin - Musik, Events und Berlin. 2015-08-29T12:12:27Z http://www.kultmucke.de/feed/atom/ WordPress Marit <![CDATA[Review: PowerPoint Karaoke – bye bye Sommerpause!]]> http://www.kultmucke.de/?p=40937 2015-08-29T12:12:27Z 2015-08-28T07:38:16Z Am vergangenen Donnerstag war es endlich wieder soweit – unsere geliebte PowerPoint Karaoke ist aus der Sommerpause zurück! Im Schloss Neuschweinsteiger in Neukölln ging es wieder hochintellektuell und äußerst amüsant zu. Diesmal lautete das Motto des Abends „Die letzten Geheimnisse“. Und davon gab es einige aufzudecken: von Neologismen in Star Wars über den richtigen Ethanolgehalt in einem Aquarium bis hin ...

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Am vergangenen Donnerstag war es endlich wieder soweit – unsere geliebte PowerPoint Karaoke ist aus der Sommerpause zurück! Im Schloss Neuschweinsteiger in Neukölln ging es wieder hochintellektuell und äußerst amüsant zu.

PowerPointKaraokeDiesmal lautete das Motto des Abends „Die letzten Geheimnisse“. Und davon gab es einige aufzudecken: von Neologismen in Star Wars über den richtigen Ethanolgehalt in einem Aquarium bis hin zur Kuh Babsi und ihrem Euter und den Vorteilen vegetarischer Ernährung. Das grandiose Finale bildete ein regelrechtes Battle über die geheimnisvolle Kleiderwahl der Hauptcharaktere aus ‚Gossip Girl‘ – am Ende war das Publikum so begeistert, dass kein klarer Sieger ermittelt werden konnte.

Was ist PowerPoint Karaoke? Der Teilnehmer bekommt eine PowerPoint-Präsentation zu einem völlig beliebigen Thema zugelost und muss diese dem Publikum präsentieren, ohne sie selbst vorher zu kennen. Genau wie beim normalen Karaoke geht es dabei nicht um Qualität und Inhalt, sondern einfach um eine gute Show und Einsatz.

Ab sofort findet die PowerPoint Karaoke wieder regelmäßig am vorletzten Donnerstag des Monats statt. (Checkt die Facebook-Seite, um immer up to date zu sein.) Habt ihr Lust, euren Humor und euer Improvisationstalent vor Publikum unter Beweis zu stellen, oder einfach in gemütlicher Runde ein Bierchen zu trinken und euch etwas über Dinge wie die industrielle Anwendung von ‚Fuzzy Logic Control‘ erzählen zu lassen? Dann schaut doch beim nächsten Mal vorbei!

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Martin http://www.kultmucke.de/author/martin/ <![CDATA[Kultverdächtig: Lisa Alma]]> http://www.kultmucke.de/?p=40657 2015-08-28T09:19:57Z 2015-08-28T07:05:40Z Frauenpower bei „Kultverdächtig“. Wirft man einen Blick auf die zu besagter Rubrik gehörende und von uns ins Leben gerufene Coverplaylist, so fällt auf, dass 30 der insgesamt 47 Tracks von weiblichen Stimmen eingesungen wurden. Da sage noch mal einer, das vermeintlich schwache Geschlecht habe sich in der Musikindustrie nicht emanzipieren können. Mit dem heutigen Beitrag hält eine weitere Dame Einzug ...

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Frauenpower bei „Kultverdächtig“. Wirft man einen Blick auf die zu besagter Rubrik gehörende und von uns ins Leben gerufene Coverplaylist, so fällt auf, dass 30 der insgesamt 47 Tracks von weiblichen Stimmen eingesungen wurden. Da sage noch mal einer, das vermeintlich schwache Geschlecht habe sich in der Musikindustrie nicht emanzipieren können. Mit dem heutigen Beitrag hält eine weitere Dame Einzug in unsere Newcomer-Kolumne: Lisa Alma.

Verführt

Lisa Alma by Jim Rosenberg (2)Was bedeutet Musik für dich?

Musik ist ohne Zweifel einer meiner besten Freunde. Ein solider Fels in der Brandung, auf den ich mich immer verlassen kann. Wahre Geschichte.

Lisa Alma, die mit bürgerlichem Namen Lisa Bregneager Larsen heißt, versteht es, ihre Hörer zu verführen. Dabei ist es vor allem ihre laszive Mischung aus Synthie Pop, Electronica und Soul, die das Publikum begeistert. Sie selbst fasst diese unter dem charmanten Begriff Dream’n’Beat zusammen und trifft damit den Nagel recht gut auf den Kopf. Gleichzeitig erinnern Lisa Almas Songs aber auch an Werke strahlender Achtziger-Ikonen wie zum Beispiel die der nigerianisch-britischen Sängerin Sade. Genau bei dieser bediente sich die hübsche Blondine auch, als es darum ging, ein Stück zu finden, das sie im Rahmen von „Kultverdächtig“ neu interpretieren könne. Ihre Wahl fiel auf „By Your Side“ vom 2000er Album „Lovers Rock“.

Ich bin einer großer Fan von Sades Musik. Leute kamen auf mich zu und meinten, es gäbe Ähnlichkeiten zwischen uns, was mich letztlich dazu veranlasste, mich einem ihrer Stücke anzunehmen.

Inwiefern ist dein „Lovers Rock“ speziell?

 „Allem voran handelt es sich dabei um eine Version, die ich in meinem Apartement aufnahm.“

Musik zu machen ist für Lisa Alma ein Bedürfnis, das sie seit ihrer frühsten Kindheit begleitet. Aufgewachsen in einer Kleinstadt namens Ringkøbing, direkt an der Nordsee, nimmt die siebenjährige Lisa begeistert Melodien mit ihrem Kassettenrekorder auf, während der Vater im Nebenzimmer auf seiner Trompete herumdudelt, das Drumkit des Bruders aus dem Keller heraufschallt und die Anlage im Wohnzimmer ununterbrochen Miles Davis Platten abspielt. Mit vierzehn folgen dann erste ernstznehmende Gitarrenkompositionen, an denen sogar in einem Probestudio in Kopenhagen gefeilt wird. Zunehmend begreift die Heranwachsende, dass es die Welt aus Ton und Klang ist, die ihr den Wind unter den Flügeln verleiht. Nach dem Beenden der Schule entscheidet sie, gen London zu entfliegen, um dort Gesang und Musikproduktion zu studieren. Zurück in Dänemark schließt sie mit einem Bachelor in Musikwissenschaften ab, der widerum von einem Master in Theater und Performance gekrönt wird.

Inwiefern ist ein musiktheoretischer Hintergrund aus deiner Sicht sinnvoll?

„Das hängt davon ab, was für ein Künstler du bist. Manche wachsen an einer Ausbildung, andere werden durch sie begrenzt. Als ich studierte, realisierte ich, dass ich gut im Produzieren bin. Viele meiner Kommilitonen hingegen kannten sich mit Technik und Theorie aus. Ich war schon immer besser darin, praktisch zu arbeiten.“

2013 veröffentlicht Lisa ihr Debüt „Lisa Alma“ in Eigenregie und etabliert damit ihr gleichnamiges Alterego. Es fühlt sich für sie nach dem richtigen Zeitpunkt an. Ihr Studium ist beendet, ihre Soundpräferenzen geklärt und ihr Kopf randvoll mit den wildesten tonalen Visionen. Einigen dieser folgt sie innerhalb der neun auf ihrem Erstlingswerk befindlichen Tracks. Die recht eigenwillige Kombination aus elektronischen Klangteppichen und warmen Gesängen erreicht in der Folge ein paar akustische Headhunter, die Lisa Alma an das Label Ikaros vermitteln, das sie umgehend unter Vertrag nimmt und ihren Dream’n’Beat einem breiteren Publikum zugänglich macht.

Was hast du selbst getan, um deine Popularität zu steigern?

„Ich habe meine Videos mithilfe des Wunderwerks Internet geteilt und etliche Leute kontaktiert.“

Fühlst du dich mit deinem Debüt noch wohl?

„Ja und nein. Ich denke, es war eine wichtige Platte, denn sie stellt den Beginn der Reise dar, auf der ich mich jetzt befinde. Ohne sie wäre ich nicht da, wo ich bin. Wenn ich sie mir anhöre, finde ich aber vieles, das ich heute anders machen würde.“

Anders macht Lisa Alma einiges auf der Nachfolge-EP „Oh Darling, Let’s Be Adventurers“. Vier Songs dokumentieren dabei den Entwicklungsdrang einer jungen Kreativen, die kurz zuvor ihre erste Tour hinter sich gebracht hat. Zu den vollmundigen Synthiekompositionen gesellen sich auf „Oh Darling, Let’s Be Adventurers“ auch organischere Texturen, in Form von Klavier-Passagen und a-capella-artigen Gesangseinlagen. Lisa Almas Stimme wird so in das Rampenlicht geführt, das sie braucht, um zu leuchten. Gleichzeitig fungiert die EP als Bindeglied zu Album Nummer zwei: „Sweater“.

Sweater CoverartWovon handelt „Sweater“?

„Von gejagter, grauer Romantik, von unerfüllter Liebe oder der Tatsache, dieser hinterherzurennen, und davon, 27 bis 28 zu sein.“

Runder, dramatischer und noch durchdachter als das, was Lisa Alma zuvor veröffentlicht hat, gewinnt „Sweater“ die Gunst seiner Hörer. Gebunden an eine in die Knie zwingende Sinnlichkeit begeistern Tracks wie das hoffnungsvolle „Fine“, das schwelgerische „Invite“ oder das spannungsgeladene „Low“. Lisa Alma schwingt sich derweil zur feinfühligen Songwriterin auf, die den schmalen Grat zwischen Anmut und Kitsch perfekt zu beschreiten weiß. Man kann gar nicht anders, als dieser Platte zu verfallen, und so erwischt man sich schnell dabei, wie man ganze Nachmittage damit füllt, auf der Couch herumzuliegen und sich in der Üppigkeit von „Sweater“ zu suhlen.

Welches sind deine persönlichen Lieblingstracks auf dem Album?

„Das ändert sich oft. Ich liebe es, „Raw“ und „Head Winds“ mit meiner Band zu spielen. Aber mein Favorit ist zur Zeit vermutlich „Fern“.

Das Artwork zu „Sweater“ zeigt dich, wie du gerade aus dem Ozean emporgestiegen bist. Wie war es, das entsprechende Foto zu shooten?

„Es war verdammt kalt. Ich schrieb all diese Songs, als ich von der Liebe erregt, enttäuscht, frustriert und begeistert war. Dann wollte ich diese Gefühle loswerden, weil sie zu viel wurden. Dementsprechend brauchte ich eine starke, körperliche Reaktion. Ins eisige Wasser zu springen, schien da eine gute Idee zu sein.“

Reingewaschen und mit neuer Klarsicht gesegnet, beschließt Lisa Alma, ihren Nebenjob in der Nationalgalerie in Kopenhagen, dem sie jahrelang nachgegangen war, zu kündigen, um sich fortan kompromisslos auf die Musik und all ihre anderen künstlerischen Projekte konzentrieren zu können.

Ich sortiere mich neu. Das fühlt sich bedrohlich und wahrhaftig zugleich an.

Ein mutiger Schritt in einer Gesellschaft, die kaum noch bereit ist, auch nur einen einzigen Cent für kreative Impulse anderer Menschen auszugeben.

Lisa Alma by Erika Svensson

Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

„Jetzt geht es erst einmal nach New York, wo ich neue Musik schreiben und ein paar Shows spielen will. Im Herbst intensiviere ich das Songwriting dann. Ich möchte auch für weitere Zusammenarbeiten offen sein. Das wird eine vollgepackte Zeit, die von einer kleinen Deutschlandtour, einer Ausstellungseröffnung in Edinburgh, ein paar Kollaborationen und neuen Songs begleitet werden wird.“

Gewinnspiel

Um abschließend eine „Sweater“-Vinyl und ein passendes Shirt (Größe L) zu gewinnen, schickt einfach eine Mail mit dem Betreff „Lisa Alma“ an martin@kultmucke.de. Einsendeschluss ist der kommende Freitag, der 04.09.2015. Die Teilnahme ist nur aus Deutschland möglich und der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Erfolg!

Links

Offizielle Website | Facebook | Soundcloud

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Lisa <![CDATA[Review: Nächste Station: Konzerthalle Hauptbahnhof]]> http://www.kultmucke.de/?p=40918 2015-08-27T08:47:18Z 2015-08-27T08:47:18Z Es wirkte geradezu zufällig, dass Musik ertönte, Leute stehen blieben und lauschten. Und trotzdem hatte es etwas viel Größeres – dieses Gefühl, sich schick zu machen und in ein klassisches Konzert zu gehen. Etwas Besonderes. Es war diese Mischung aus beidem. Es war zeitgenössische Oper. Im Hauptbahnhof. Drei Tage lang, vom 19.-21. August. Es war anders als in meiner Vorstellung. ...

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Es wirkte geradezu zufällig, dass Musik ertönte, Leute stehen blieben und lauschten. Und trotzdem hatte es etwas viel Größeres – dieses Gefühl, sich schick zu machen und in ein klassisches Konzert zu gehen. Etwas Besonderes. Es war diese Mischung aus beidem. Es war zeitgenössische Oper. Im Hauptbahnhof. Drei Tage lang, vom 19.-21. August.

Es war anders als in meiner Vorstellung. Ein Konzert, nein, ein Festival im Hauptbahnhof von Berlin. Wie soll das funktionieren? Nach anfänglicher Enttäuschung über die kleine Ansammlung von Menschen und diese verzerrt  klingenden Laute, die sich wie die Zuschauer selbst in diesen riesigen, offenen Hallen des Fernbahnhofs verloren, faszinierte mich diese Zusammenkunft umso mehr. Ich brauchte diesen Moment, um anzukommen. Ja, angekommen auf einem Bahnhof macht Sinn, ist zugleich aber paradox, denn zum Bleiben lädt er nicht ein. Touristen mit Sonnenbrillen und bunten Hüten, ganze Gruppen mit Rucksäcken – wortwörtlich geschäftiges Treiben sucht sich Weg und Gleis, fragt, ärgert, rennt – steht für Durchreise. Von Ankommen keine Spur. Trotzdem nennt sich dieses Festival „Ankunft: Neue Musik“.

Das Duo Arsalan Abedian und Ehsan Ebrahimi spielt auf dem typischen iranischen Instrument Santur. 71 Saiten, die angeschlagen werden mit ganz weichen Holzschlägeln. 71 Saiten, für jeden Ton mehrere und somit verschiedene Klangmodi, die ein Stück wiederholt niemals gleich klingen lassen. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich das in der sehr sprunghaften, elektronisch verzerrten, für meine Ohren unstimmigen Musik erkannte. Doch in diesem Fall spielten sie gar nicht klassisch, sondern schlugen die Saiten mit Schneebesen, Milchaufschäumer, Bürsten und elektrischen Ventilatoren geradezu apathisch an. Es war eine Art Musikperformance. Die beiden waren nicht im Hauptbahnhof, sie erzählten ihre ganz eigene Geschichte weit weg von Berlin.

Quelle: Facebook by Erik-Jan Ouwerkerk

Das Festival unter der Leitung von Andreas Rochholl nahm seine Zuhörer mit auf seine ganz eigene musikalische Zeitreise. Unter dem Motto ‚Iran‘ erzählten die Musiker auf authentische und volkstümliche Weise von ihrer Reise, wie sie durch ihre Musik nach Deutschland, nach Berlin und vor allem hier in den Hauptbahnhof gekommen und ob sie angekommen sind. Das Erstaunliche war die Geräuschkulisse, die es mir unfassbar schwer machte, die Klänge wirklich wirken zu lassen. Andererseits war es genau dieses Kommen und Gehen, die Ansagen und Ankünfte der Züge und ihre Verspätungen, was das Ganze ausmachte. Diese zuvor als so mickrig wahrgenommene Menschenansammlung war der einzige Ruhepol, der für sich in voller Ehrlichkeit und hoher Konzentration einen Punkt der Hingabe inmitten des Trubels der Großstadt darstellte. Es wirkte absolut surreal.

Ich drehe mich noch einmal um. Lasse den Bahnhof noch einmal auf mich wirken, wie ich es noch nie getan habe in all den Jahren. Ich bemerke diese Hektik an einem Ort, geprägt von Konsum und Auf-dem-Sprung-Sein. Schnell weiter, hierhin hetzen, dorthin schauen und dann nichts wie weg hier. Auf einmal erschien er mir gar nicht mehr so lebhaft. Gerade aufgrund seiner Struktur ist er der perfekte Ort für ein Konzert. Von oben schaue ich herunter und spüre die Melodien und ihre Aussagen bis hierher.

Yalda Yazdani spielt ein Solo auf ihrem traditionell persischen Saiteninstrument Tar. Natürlich auch ein Instrument aus ihrer Heimat, dem Iran. Sie hat lange gebraucht, um für ihren Auftritt in Berlin ein Visum zu bekommen und das, obwohl sie schon das dritte Mal dabei ist. Es ist schon ein Teil von ihr. In sich gekehrt, gerade zu bescheiden betritt sie die Bühne und nimmt uns alle mit. Die Spannung der Zuhörer mischt sich mit dem schreienden Trubel derer auf der Durchreise. Touristen vermischen sich mit den Berlinern. Shoppingwilde mit den Musiklauschenden. Die Musik spiegelt die Ankunft des Zuges. Alles scheint ineinander überzugehen und der Hauptbahnhof, als ein großes Ganzes von Multi Kulti, wie Yalda es formulierte, scheint seiner zweckentfremdeten Funktion als Festivalstätte gerecht zu werden.

Quelle: Facebook by Erik-Jan Ouwerkerk

 

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Martin http://www.kultmucke.de/author/martin/ <![CDATA[Augen zu, Musik an: „Depression Candy“ von Beach House]]> http://www.kultmucke.de/?p=40896 2015-08-27T04:07:06Z 2015-08-27T04:07:06Z Als leises, verträumtes Subgenre des Alternative Rocks glänzte der Dream-Pop in den Achtzigern durch seine unaufdringliche Schönheit, die den Menschen etwas geben konnte, wozu andere Musikrichtungen nicht in der Lage waren: ein Gefühl des Unerklärlichen, Kosmischen. Doch dann verdrängten die lauten Neunziger das zarte akustische Pflänzchen und hinterließen eine Lücke, die erst im Zuge der aufkommenden Independentwelle, Anfang des neuen ...

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Als leises, verträumtes Subgenre des Alternative Rocks glänzte der Dream-Pop in den Achtzigern durch seine unaufdringliche Schönheit, die den Menschen etwas geben konnte, wozu andere Musikrichtungen nicht in der Lage waren: ein Gefühl des Unerklärlichen, Kosmischen. Doch dann verdrängten die lauten Neunziger das zarte akustische Pflänzchen und hinterließen eine Lücke, die erst im Zuge der aufkommenden Independentwelle, Anfang des neuen Milleniums, wieder gefüllt werden konnte. Dabei waren es allen voran Beach House, die das Erbe von Bands wie den Cocteau Twins bewahrten, in einen moderneren Kontext übersetzten und so den Weg für viele weitere Künstler bereiteten.

Seit 2004 sind Victoria Legrand und Alex Scally unter dem Namen Beach House aktiv. Mit „Depression Cherry“ erscheint dieser Tage ihr fünftes Album, das eine Rückbesinnung auf die Anfänge des Duos darstellt. Schlichter und stärker auf Melodien denn Effekte bauend, präsentiert sich die neue Platte in einem wesentlich intimeren Licht, als es ihre von der Kritik gefeierten Vorgänger „Bloom“ (2012) oder „Teen Dream“ (2010) taten. „Depression Cherry“ schafft mit seinen feingliedrigen Instrumentierungen und den bis in die Ewigkeit nachhallenden Gesangspassagen ein vielschichtiges akustisches Feld, das im Grunde aber aus simplen Strukturen besteht. In dieser wiedererlangten Einfachheit, die Beach House zu einem der gefragtesten Independentacts machte, liegt der Schlüssel zum Erfolg der LP. Neun Songs schwelgen zwischen Romantik, Hingabe und Rätselhaftigkeit. Beach House hinterlassen im Zuge dessen einige wohlplatzierte Fragezeichen. Auf diese eine Antwort zu finden, führt die Hörer auf eine spannende Reise durch das eigene Erleben. Begleitet von Tracks wie dem schwerelosen Opener „Levitation“, seinem hypnotischen Nachfolger „Sparks“ oder dem rauschenden „PPP“ erwartet sie eine Erkundungstour voller unerwarteter Wendungen und mystisch leuchtender Geheimnisse. Zugänglich und doch nie zu ergründen.

Steckbrief

Künstler: Beach House

Platte: Depression Cherry

Musiklabel: Bella Union

Veröffentlichung: 28.08.2015

Mucke:  Dream Pop, Indie, Alternative, Electronica

Hitverdächtig: „Space Song“, „Sparks“, „Beyond Love“

Klingt nach: Einem Trip in die Achtziger, der jedoch mithilfe eines leise dahingleitenden Nachtzuges, anstatt eines laut vor sich hin ratternden Mercedes mit Plastikkarosserie, stattfindet. Beach House haben ihrem Haus am Strand einen neuen Anstrich verpasst, der im Licht der Sterne zu Schimmern vermag.

Kult: Das Potenzial zur Kultband hatten Beach House bereits lange vor der Veröffentlichung von „Depression Cherry“ und daran wird wohl auch keine kommende Platte mehr etwas ändern. Vielleicht ist „Depression Cherry“ nicht das innovativste Album der Band aus Baltimore, doch reiht es sich perfekt in deren Diskografie ein.

Reinhören

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Marit <![CDATA[DNA BLN #4 – Noch mehr neue Musik, Kunst & Co.]]> http://www.kultmucke.de/?p=40871 2015-08-26T14:30:46Z 2015-08-26T14:30:46Z Die vierte Ausgabe von DNA BLN (Discover New Artists) steht in den Startlöchern! Am morgigen Donnerstag, den 27. August ab 21 Uhr geben sich verschiedenste Newcomer wieder auf der Bühne das Mikro in die Hand. Das Spektakel findet erneut im Magnet, Falckensteinstraße 48, statt. Live mit dabei sind diesmal Trailer Park Sex, Scene Writers, delta., La Boum Fatale, Kat Vinter, ...

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Die vierte Ausgabe von DNA BLN (Discover New Artists) steht in den Startlöchern! Am morgigen Donnerstag, den 27. August ab 21 Uhr geben sich verschiedenste Newcomer wieder auf der Bühne das Mikro in die Hand.

Das Spektakel findet erneut im Magnet, Falckensteinstraße 48, statt. Live mit dabei sind diesmal Trailer Park Sex, Scene Writers, delta., La Boum Fatale, Kat Vinter, Moonboy Inc. und Felin. Im Anschluss sorgen INDIE.DISKO.GEHN und Dean Rosenzweig am DJ-Pult für einen würdigen Ausklang des Abends.

Musik ist aber mal wieder nicht das Einzige, das die Veranstaltung zu bieten hat: in der oberen Etage gibt es eine Kunstausstellung, diesmal von dev01ded / Valquire Velkovic: Media Art Retrospektive. Und um in einer kurzen Tanzpause den Hunger zu stillen, gibt es im Garten italienisches Street Food.

Der ganze Spaß kostet nur 5 Euro. Alle weiteren Infos findet ihr hier. Kommt vorbei um zu tanzen, zu staunen und großartige neue Künstler unterschiedlichster Genres zu entdecken!

Rückblick: So war die letzte DNA BLN im Juni.

 

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Martin http://www.kultmucke.de/author/martin/ <![CDATA[Read + Listen: Aidan Knight]]> http://www.kultmucke.de/?p=40339 2015-08-26T06:04:45Z 2015-08-25T21:58:58Z Aidan Knight hat der Welt eine neue Sichtweise auf die Folkmusik geschenkt. Und zwar, indem er Althergebrachtes mit modernen Elementen ausgeschmückt und komplettiert hat. Entstanden sind Klänge, die zwar fest im Boden der Tatsachen verwurzelt sind, gleichzeitig aber gen Himmel streben, um sich mit der Unendlichkeit des Kosmos zu verbinden. Vor Jahren tourte Aidan Knight mit seinem letzten Album „Small ...

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Aidan Knight hat der Welt eine neue Sichtweise auf die Folkmusik geschenkt. Und zwar, indem er Althergebrachtes mit modernen Elementen ausgeschmückt und komplettiert hat. Entstanden sind Klänge, die zwar fest im Boden der Tatsachen verwurzelt sind, gleichzeitig aber gen Himmel streben, um sich mit der Unendlichkeit des Kosmos zu verbinden.

Vor Jahren tourte Aidan Knight mit seinem letzten Album „Small Reveal“ durch unsere Republik. Obwohl er nur seine Kollegin Julia an seiner Seite hatte und seine Songs demnach in abgespeckten Versionen präsentieren musste, waren wir schon damals von der Finesse angetan, mit der der Kanadier seine Geschichten erzählte und auditiv untermalte. Nun kehrt Aidan Knight zurück, präsentiert von Kultmucke. Wir haben den 28-Jährigen vorab interviewt, ihn um ein paar seiner Songs zur Einstimmung gebeten und verlosen 2×2 Karten für die anstehende Tour.

Aidan KnightWas macht das Leben?

„Ich versuche momentan, öfter Laufen zu gehen, weshalb ich das Haus manchmal gegen zwei oder drei Uhr nachts verlasse. Manchmal begegnen mir dann Leute auf ihrem Weg von der Bar in die eigenen vier Wände. Gestern gratulierte mir ein Kerl, dass ich den Tag genau richtig beginnen würde. Ich bin eine Nachteule.“

Freust du dich darauf, bald wieder in Deutschland auf der Bühne stehen zu können?

„Ja, total. Aufgrund der neuen Musik, aber auch wegen der deutschen Gastfreundschaft. Wir werden immer sehr freundlich behandelt. In Kanada ist das anders, weshalb das auch der Band sehr gut gefällt. Wo wir gerade von dieser sprechen, bei unserer letzten Tour gab es ein etwas abgespeckteres Set zu hören. Dieses Mal gehen wir hingegen in die Vollen. Wir expandieren und spielen auch die mächtigeren Passagen. Ich bin gespannt, wie das ankommen wird.“

Inwiefern unterscheidet sich das deutsche vom kanadischen Publikum?

„Die kanadische Bevölkerung verdient zu wenig Geld, um es für Konzerte auszugeben. Auch viele unserer Freunde und Familienmitglieder arbeiten zwar etliche Stunden, haben aber weder die Zeit, noch die finanziellen Mittel, um sich Urlaub oder Entertainment zu leisten. Die Kunst wird dabei zu einer ganz eigenen Art von Währung, die aber mindestens genauso wichtig wie der Kommerz sein sollte. Deutschland scheint aus Sicht eines Außenstehenden hingegen ein großes Interesse an Kultur zu haben. Alle Leute unterstützen sie. Wir haben zahlreiche Shows gespielt, bei denen wir uns im Anschluss mit dem Publikum unterhalten haben. Oft hörte ich, dass die Menschen meine Musik zuvor nicht gekannt hatten, aber gekommen seien, weil sie gerne zu Konzerten gehen. Das ist toll. Es gibt noch andere Unterschiede, aber dieser ist wohl der größte.“

Du hast eine neue Platte aufgenommen. Welche Entwicklungen hat „Each Other“ auf klanglicher oder textlicher Ebene zu bieten?

„Ich bin mir nicht sicher, ob es ein großer Sprung oder nur ein weiterer Schritt ist, aber einige der Songs auf ‚Each Other‘ sind die dunkelsten und gleichzeitig leichtfüßigsten, die ich je gemacht habe. Aus meiner Sicht ist das Album gut ausbalanciert. Ein Stück kann dabei tonal recht munter erscheinen, lyrisch aber das genaue Gegenteil transportieren. Ein anderer Track treibt vielleicht den Eindruck von Verwüstung voran, jedoch auf wehmütige Art und Weise. Und genau das war das Ziel, nämlich all diese Emotionen miteinander zu verbinden und nichts auszurangieren, nur weil es augenscheinlich nicht passte. Wie so oft war ich von älterer Kunst inspiriert worden, aber auch vom Kochen. Ein großer Teil der populären Küche zielt darauf ab, klassische Gerichte neu zu erfinden. Wir lieben Essen aus unserer Kindheit, sind aber ebenso von neuen Techniken und der Beherrschung dieser fasziniert, wobei es dazu des Lernens aus den eigenen Fehlern bedarf, was erst mit der Zeit passiert. Genauso ist es bei der Musik. Wenn man Tradition und Invention im richtigen Maße vermengt, kreiert man einen neuen Sound. Ich bin noch dabei, das zu entdecken, aber es war eine interessante Erkenntnis.“

Eine letzte, persönliche Frage. Du hast im letzten Jahr geheiratet. Inwiefern hat das dein Leben verändert?

„Nun, verändert hat sich das Leben nicht wirklich, es hat nur eine neue Bedeutung erhalten. Es ist ein wunderbares Gefühl zu wissen, dass deine Liebe erwidert und anerkannt wird.“

Playlist: Aidan Knight

Gewinnspiel

Um abschließend Tickets für die anstehende Deutschlandtour von Aidan Knight zu gewinnen, schickt einfach eine Mail mit dem Betreff „Aidan Knight“ an martin@kultmucke.de. Einsendeschluss ist Freitag, der 04.09.2015. Unter allen Teilnehmern verlosen wir insgesamt 2×2 Gästelistenplätze für ein Konzert eurer Wahl. Bitte nennt euren vollen Vor- und Zunamen sowie das von euch präferierte Konzert in der geschickten Nachricht. Viel Erfolg!

Tourtermine

12.09.2015 // Darmstadt, Golden Leaves Festival*
13.09.2015 // Freiburg, Waldsee
16.09.2015 // Karlsruhe, Substage
17.09.2015 // Reutlingen, Kulturzentrum franz.K
25.09.2015 // Hamburg, Reeperbahn Festival*
27.09.2015 // Dortmund, FZW*
02.10.2015  // Aachen, Musikbunker
04.10.2015 // Augsburg, Bedroomdisco
05.10.2015 // München, Hauskonzerte
08.10.2015 // Hannover, Feinkostlampe
* Festivals sind von dem Gewinnspiel leider ausgenommen.

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Fräulein Frutkoff <![CDATA[#31 – “FAITH” MIXED BY MONSIEUR BALU]]> http://www.kultmucke.de/?p=40855 2015-08-24T21:04:00Z 2015-08-24T20:41:15Z Unzählige Redensarten und Sprichwörter schmücken unseren Sprachgebrauch und bereichern unseren Wortschatz, geht es um das Wort “Glauben”. Umstritten und viel diskutiert ist er, der Glaube. Und doch, es wird geglaubt – ob an einen Gott, einen Geist, eine Kraft oder Macht, an Verschwörungen, Theorien, Naturgewalten und Phänomene, an Wünsche, Hoffnungen, an Versprechen und Worte, an Fähigkeiten und Fertigkeiten und nicht ...

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Unzählige Redensarten und Sprichwörter schmücken unseren Sprachgebrauch und bereichern unseren Wortschatz, geht es um das Wort “Glauben”. Umstritten und viel diskutiert ist er, der Glaube. Und doch, es wird geglaubt – ob an einen Gott, einen Geist, eine Kraft oder Macht, an Verschwörungen, Theorien, Naturgewalten und Phänomene, an Wünsche, Hoffnungen, an Versprechen und Worte, an Fähigkeiten und Fertigkeiten und nicht zuletzt an sich selbst. Natürlich. Menschlich. Der Glaube ist in aller Munde, findet tagtäglich in unserem Wortschatz Gebrauch und “versetzt” gar ganze “Berge”. Vermeintlich. Glauben wir dem Duden so ist der Glaube eine “gefühlsmäßige, nicht von Beweisen, Fakten o. Ä. bestimmte unbedingte Gewissheit, Überzeugung”. Eine glaubhafte Aussage, denn damit ließe sich – zumindest für mich – auch die Tatsache erklären, dass er Zweifel schüren kann, Diskussionen anregt, Hoffnungen trägt und Sehnsüchte weckt.

Der Glaube scheint – egal in welcher Form – ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens zu sein. Wer wären wir, wenn wir nicht glauben würden? Wo kämen wir hin, wenn wir aufhören würden, zu glauben – vor allem an uns zu glauben? Sicherlich müssen wir differenzieren, denn nicht alles, was wir glauben könnten, sollten wir auch glauben. Und doch lässt der Glaube weitaus mehr Raum, als die Vernunft wohl eingrenzen kann. Brenzlig wird es jedoch, wenn wir glauben, ohne zu hinterfragen, zu reflektieren oder gar zu prüfen, wenn wir blind vertrauen und uns auf etwas berufen, das aus allein auf Glauben beruht.

Glauben und Wissen verhalten sich wie die zwei Schalen einer Waage: in dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere. – Arthur Schopenhauer

Nun, ich glaube, ich könnte noch ewig weiter philosophieren und sinnieren, und doch möchte ich mich kurz halten, glaube ich nämlich auch, dass es hier und heute vor allem um die Musik gehen sollte, die es euch vorzustellen gilt. Nach einer kurzen Sommerpause (wir berichteten) melde ich mich heute mit einem frischen Podcast zurück. Für unsere Nummer 31 konnte ich Monsieur Balu gewinnen, an dessen Talent ich ganz fest glaube und der mich mit seiner Zusage sehr glücklich gemacht hat. Marc, so heißt der junge Saarländer tatsächlich, ist 22 Jahre jung und Student der Germanistik und Anglistik.

Seinen ersten kleinen Gig hatte er bereits 2012 und unmittelbar, nachdem er sein erstes Set auf Soundcloud hochgeladen hatte. Laut eigenen Aussagen hatte er damals insgeheim gehofft, dass jenes Set einem für ihn ganz besonderen lokalen Club zusagt. Und so sollte es dann letztendlich auch sein. (Anmerkung der Redaktion: Marc sendet an dieser Stelle beste Grüße an den Sheriff!) Und obwohl Marc nie eine klassische Musikausbildung genoss, so hatte er trotzdem schon immer eine besondere Verbindung zur Musik, die für ihn eine wesentliche Konstante im Leben darstellt. Und das, obgleich sich sein Geschmack ständig verändert und eine Menge Einflüsse verschiedenster Art auf ihn einwirken.

Zu Beginn war es natürlich keine bewusste Entscheidung, aber heute ist es das. Ich mag die Szene und das, wofür sie steht. Und am meisten mag ich natürlich die Musik.

Monsieur Balu, so sagt er selbst, bedeutet für ihn „Spaß, Emotion und Leidenschaft“ und bietet ihm die Möglichkeit, sich auszuleben, etwas Eigenes zu schaffen und seine Wahrnehmung mit möglichst vielen Menschen zu teilen. Die elektronische Musik offeriert ihm dabei ein unglaubliches Potenzial, wenngleich er privat – und zu meiner Überraschung – am liebsten „trashige 80er-Hits, intelligenten Hip-Hop aber auch viel akustische Musik aus den Federn von Singer-Songwritern“ hört und sich von verschiedensten Künstlern inspirieren lässt. Während seines Auslandaufenthaltes in London, so verriet er mir, entdeckte er außerdem seine Liebe zum Soul, Funk und Disco-Sound. Neben KIZ und Ben Howard, die vielmehr den ersteren Genres zuzuordnen sind, lässt er sich im Genre des Techno vor allem von DJ Koze, David August, Mano Le Tough, Dixon und Nicolas Jaar inspirieren, denn er glaubt, dass dies „Künstler sind, die tiefgründige, mitreißende Musik mit Tanzbarkeit verbinden“. Dem kann ich nur beiwohnen, stehen sie meines Erachtens genau dafür ein.

Er selbst hofft, irgendwann einmal seine ganz eigene Signatur vollständig ausgebildet zu haben. Und ich glaube, das hat er schon. Seine Sets – zumindest, die ich kenne, strotzen nur so vor einzigartigen Perlen, noch nie gehörten und alt bekannten – ja beinahe vergessenen – die jedes Mal eine wunderschöne Geschichte zeichnen und in Perfektion aufgefädelt wurden. Immer etwas verträumt und sanftmütig aber auch druckvoll und treibend, so klingt für mich ein echter Monsieur Balu. Stets ein gesunder Mix aus Musik, der meine Ohren und Seele aber eben auch meine Beine kitzelt. Wieder und wieder. Und auch wenn Marc sich selbst vor allem als DJ versteht, für den vor allem der soziale Aspekt im Vordergrund steht, so kann er sich doch auch zukunftsweisend vorstellen, eigene Tracks zu produzieren, um als Musiker einen Schritt weiterzugehen. Ich jedenfalls glaube ganz fest, sollte er diesen Schritt wagen, dass er erfolgreich sein kann, und wünsche ihm schon heute bestes Gelingen und maximale Erfolge. Bis dahin jedoch erfreue ich mich zu gerne und immer wieder an seinen einzigartig schönen Mixtapes.

In diesem Sinne finde nun auch ich ein Ende und entlasse euch mit einem traumhaften Set voller Kultmucke in diese sommerliche Nacht: Unsere Nummer 31 von und mit Monsieur Balu!

Enjoy & Support!
Euer Fräulein Frutkoff

Tracklist – Kultmucke Podcast #31 mixed by Monsieur Balu

  1. Kasper Bjørke Feat. Jaakko Eino Kalevi – TNR (Superpitcher Chapter B Remix)
  2. Cisco Cisco – If You Want Me (Jay Shepheard Remix)
  3. Rampue – Don’t Wanna Leave You (Krink Remix)
  4. Mano Le Tough – Return To Yoz (Original Mix)
  5. The Acid – Ra (David August Remix)
  6. Solee – Dromen (Aaryon Remix)
  7. Nina Kraviz – I’m Gonna Get You
  8. Miss Melera – Faith (Einmusik Remix)
  9. Ferdinand Dreyssig – Indigo Skies (Pazul Remix)
  10. Kyodai – The Place To Be

Cover artwork © by Fräulein Frutkoff
Please support all artists by buying music!

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Alex http://www.youtube.com/watch?v=Eh44QPT1mPE <![CDATA[Event-Empfehlungen ab Montag 24.08.2015]]> http://www.kultmucke.de/event-empfehlungen-ab-montag-24-08-2015/ 2015-08-23T14:00:39Z 2015-08-23T14:00:39Z Unsere Event-Empfehlungen für die kommende Woche.
Die Event-Empfehlungen werden automatisch aus den beliebtesten Events auf unserer Seite ermittelt. Was kultig ist, entscheidest nur du.

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Unsere Event-Empfehlungen für die kommende Woche, die automatisch aus den beliebtesten Events auf unserer Seite ermittelt wurden. Lasst es krachen!

Wir wünschen euch viel Spaß! Falls dein Event fehlt, dann trage es doch ein. oder checkt die aktuellen Gästelistenverlosungen. Die Event-Empfehlungen werden automatisch aus den beliebtesten Events auf unserer Seite ermittelt. Was kultig ist, entscheidest nur du.

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Martin http://www.kultmucke.de/author/martin/ <![CDATA[Read + Listen: Ja Ja Ja #7]]> http://www.kultmucke.de/?p=40463 2015-08-22T05:54:21Z 2015-08-22T05:53:58Z Der Sommer war lang, heiß und aus akustischer Sicht von einer Flaute nach der nächsten bestimmt. Daran muss sich etwas ändern. Nach fünfmonatiger Pause kehrt unser aller liebste Veranstaltung zurück in den Keller des FluxBaus. Ja Ja Ja! Kein Ausruf passt an dieser Stelle besser, um unserer Freude über den nächsten, von Ja Ja Ja kuratierten Abend Ausdruck zu verleihen. ...

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Der Sommer war lang, heiß und aus akustischer Sicht von einer Flaute nach der nächsten bestimmt. Daran muss sich etwas ändern. Nach fünfmonatiger Pause kehrt unser aller liebste Veranstaltung zurück in den Keller des FluxBaus.

Ja Ja Ja! Kein Ausruf passt an dieser Stelle besser, um unserer Freude über den nächsten, von Ja Ja Ja kuratierten Abend Ausdruck zu verleihen. Am 10.09.2015 wird die ursprünglich aus London stammende Eventreihe erneut die Puppen tanzen lassen, und zwar mit Hilfe dreier Newcomer-Acts aus nordischen Gefilden. Lisa Alma, Hey Elbow und Axel Flóvent bekommen dabei Unterstützung aus unseren Reihen, denn ich selbst darf diesen Konzertmarathon vom DJ-Pult aus begleiten. Macht euch bereit für ein unvergessliches Fest – und wie ginge das besser, als mit einem passenden „Read + Listen“-Feature? Wie immer offerieren wir euch vorab Interviews mit den entsprechenden Künstlern, eine passende Einstimmungsplaylist und erstmals auch eine Verlosung, bei der ihr Gästelistenplätze für Ja Ja Ja abstauben könnt.
Here we go again…

Lisa Alma

Lisa Alma by Erika Svensson„Eher Poetin denn Popstar“, urteilte die Seattle Times über Lisa Alma und liegt mit dieser Aussage goldrichtig. Das, was die Dänin auf ihrem aktuellen Album „Sweater“, sowohl musikalisch als auch lyrisch, veranstaltet, lässt sich kaum noch in Worte fassen – zu fein die Synthielinien, zu raffiniert die Textzeilen. Lisa Alma erschafft Kunst und lässt uns alle daran teilhaben.

Lisa, als wir deinen Namen im Line-Up für die nächste Ja Ja Ja-Veranstaltung entdeckten, waren wir mehr als glücklich. Bist du denn selbst auch schon gespannt, im Zuge dieser Reihe aufzutreten?

„Ich fiebere dem Showcase entgegen und liebe das Team hinter Ja Ja Ja. Ich folge ihnen schon eine Weile und kann es kaum abwarten, im September endlich Teil des Ganzen zu werden. Ein unglaublich starker Rahmen, in dem man da präsentiert wird.“

Was magst du an Berlin?

„Ich komme oft zur Ruhe, wenn ich in Berlin bin. Das liegt an den Leuten dort. Es fühlt sich an, als hätten sie einen Weg gefunden, das Leben leicht zu nehmen.“

Nächste Woche wird ein umfangreiches Kultverdächtug-Feature mit dir auf unserer Website erscheinen. Weshalb hast du dich entschlossen, dieser Kolumne beizuwohnen?

„Es ist aus meiner Sicht sehr interessant, den Song eines anderen Künstlers neu zu interpretieren, weshalb ich nicht nein sagen konnte, als ihr mich eingeladen habt.“

Welche Musiker haben aus deiner Sicht Kultpotenzial?

Sade, Whitney Houston, David Bowie, Blood Orange, Beach House, Ibeyi, Glass Animals und so weiter.“

Wie fühlt es sich für dich an, auf der Bühne vor einem Publikum zu stehen?

„Das ist, als würde man mich danach fragen, wie es ist, wenn ich Sex habe. Für mich hängt das Feeling während eines Konzerts immer von den Umständen und der Interaktion mit dem Publikum ab. Das ist ein Rückmeldekreislauf. Bei einem guten Konzert habe ich oft das Empfinden, frei zu sein. Ich denke, das ist genau das, was ich wieder und wieder zu erreichen versuche. Manchmal hält es den ganzen Gig über an, manchmal aber auch nur für eine Sekunde oder zwei. Ohne dieses Gefühl könnte ich nicht leben. Hast du einmal Blut geleckt, willst du einfach nur noch mehr davon.“

Hey Elbow

Hey ElbowZurückhaltend und beinahe etwas schüchtern, wie Porzellanpuppen, die hinter einem Schaufenster stehen, wirken Ellen, Julia und Liam. Ein sanfter Schleier der Unnahbarkeit umgibt das Trio, welcher nur von ihren wilden und opulenten Melodien durchdrungen werden kann. Da verwundert es auch nicht, dass die Antworten auf unsere Fragen eher kurz und knapp ausfielen.

Wie würdet ihr euren Sound beschreiben?

„Als ausladend, melancholisch und verträumt.“

Gibt es irgendwelche Ziele, die ihr mit eurer Band erreichen wollt?

„Zurzeit möchten wir einfach nur weiter gemeinsam Musik machen und diese live performen.“

In den letzten Monaten seid ihr viel getourt. Was ist daran wichtig für euch?

„Aufzutreten ist die Hauptsache für uns. Nur dabei kann Unerwartetes passieren und weniger, wenn wir Proben oder im Studio sind.“

Ihr habt auch Alice Boman auf vielen ihrer Konzerte unterstützt und begleitet. Wie war das für euch?

„Absolut spaßig. Alice ist eine wundervolle Musikerin und Komponistin. Wir hoffen, wir werden noch lange mit ihr kollaborieren.“

Zwei Frauen, ein Mann – warum ist das eine gute Kombination für eine Band?

„Wir denken, dass ein Mischen der Geschlechter eine gute Grundlage für eine Band bildet. Das treibt die Musik voran und hilft der Gruppendynamik.“

Axel Flóvent

Axel FlóventVoller Elan macht sich Axel Flóvent ans Werk. Der junge Isländer sucht, wie viele seiner jungen Landsmänner, nach seiner ganz individuellen, akustichen Handschrift und kommt dieser mit jedem neuen Song ein Stückchen näher. Unerschrocken stellt sich der 19-Jährige sowohl Kritikern als auch Publikum.

Mit „Forest Fires“ hast du deine erste EP veröffentlicht. Was fasziniert dich an der Metapher brennender Bäume?

„Ich habe dieses Bild schon lange als Metapher für den Verstand gebraucht, weshalb es sehr relevant für mich ist. Die brennenden Bäume nutze ich, um darüber zu schreiben, zu viel nachzudenken.“

Was macht die Songs auf der EP besonders?

„Die Tracks geben einen kleinen Vorgeschmack darauf, wie mein Debütalbum klingen wird. Ich habe versucht, Stücke auszusuchen, die gut zusammenpassen und zeigen, was sie können. Die ersten beiden Songs ‚Forest Fires‘ und ‚Dancers‘ schrieb ich vor drei, ‚Beach‘ und ‚Nightlife‘ vor einem Jahr. Sie spiegeln also eine recht lange Periode wider, die sehr ereignisreich und gefühlsbetont war. Zumindest aus meiner Sicht ist das etwas Besonderes.“

Man kann in deinen Arrangements ein paar klassische Folkelemente entdecken. Warum denkst du, ist diese Art von Musik noch immer aktuell?

„Ich für meinen Teil brauche immer ein wenig Folk, denn ich kann mich mit diesem spezifischen Sound gut identifizieren. Außerdem zeigen die Lyrics und Aufnahmen oft ungefilterte Emotionen, was immer wichtig ist.“

Du beherrschst viele Instrumente. Welches ist dein liebstes?

„Der Klang der Akustikgitarre ist für mich sehr ansprechend, aber ich bin auch in das Cello verliebt. Vielleicht hätte ich etwas Unvorhersehbareres wählen sollen.“

Was hörst du gern privat?

„Meist Indietronica, Synthie Pop oder Lo-Fi-Electro. Ich bin aber stets auf der Suche nach neuer Musik, wenn ich allein bin.“

Playlist: Ja Ja Ja #7

Gewinnspiel

Um abschließend Tickets für die siebte Ja Ja Ja-Nacht am 10.09.2015 im FluxBau zu gewinnen, schickt einfach eine Mail mit dem Betreff „Ja Ja Ja“ an martin@kultmucke.de. Einsendeschluss ist der kommende Donnerstag, der 27.08.2015. Unter allen Teilnehmern verlosen wir insgesamt 1×2 Gästelistenplätze. Bitte nennt euren vollen Vor- und Zunamen in der von euch geschickten Nachricht. Viel Erfolg!

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Martin http://www.kultmucke.de/author/martin/ <![CDATA[Videopremiere: Lisa Alma „Fine (Live Session)“]]> http://www.kultmucke.de/?p=40784 2015-08-21T12:58:25Z 2015-08-21T12:57:33Z Die Premiere eines Musikvideos auf unserer Website feiern zu dürfen, ist für uns noch immer etwas ganz Besonderes. Meist fiebern wir den entsprechenden Veröffentlichungen bereits Tage zuvor entgehen, wissen wir doch um deren Qualitäten und können es kaum abwarten, sie mit der Welt zu teilen. Genauso erging es uns auch mit Lisa Almas „Fine“, einem grandiosen Track, den wir heute ...

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Die Premiere eines Musikvideos auf unserer Website feiern zu dürfen, ist für uns noch immer etwas ganz Besonderes. Meist fiebern wir den entsprechenden Veröffentlichungen bereits Tage zuvor entgehen, wissen wir doch um deren Qualitäten und können es kaum abwarten, sie mit der Welt zu teilen. Genauso erging es uns auch mit Lisa Almas „Fine“, einem grandiosen Track, den wir heute in einer exklusiven Live-Session präsentieren dürfen.

Lisa Alma by Erika Svensson (2)Sich ungeachtet existenzieller Ängsten, allgemeiner Wertvorstellungen und der Unsicherheit eines Metiers wie der Musikbranche, vollkommen der eigenen Kunst zu verschreiben, mag manch einem vielleicht wagemutig vorkommen. Für Lisa Alma war es hingegen der nächste, logische Schritt innerhalb ihres Werdegangs. Die hübsche Dänin entschied sich, den Release ihrer aktuellen Platte „Sweater“ zu nutzen, um sich gänzlich auf ihr Künstlerdasein zu konzentrieren. Die Live-Session zu „Fine“ unterstreicht dabei jenen Wendepunkt.

Ich habe in den letzten acht Jahren in der Nationalgalerie gearbeitet und Tickets verkauft. Nun kündige ich meinen Job, um mich komplett auf die Musik zu fokussieren. Das Video repräsentiert dabei das Ende der Sicherheiten und den Beginn von etwas Speziellen, Undefinierten.

Verschwommene Kanten, mysteriöse Spiegelungen und eine Songwriterin, die gänzlich in ihren Kompositionen aufgeht – all das bietet die filmische Umsetzung von Fine.

Warum wolltest du eine akustischere Version dieses Tracks aufnehmen?

„Ich wollte das Stück etwas herunterbrechen.“

„Fine“ erzählt von der Tatsache, süchtig danach zu sein, sich in einem Gegenüber zu verlieren. Ein Gefühl, das sicher viele unter uns kennen. Der Song nahm Gestalt an, als Lisa Alma im letzten Sommer selbst in ein nicht enden wollendes Liebesdelirium versank.

Ich erinnere mich, diesen Song an ein, zwei Tagen geschrieben zu haben. Generell fiel es mir leicht, das komplette Album zu komponieren. Wahrscheinlich bin ich recht produktiv, wenn ich verliebt bin. Und vielleicht verliebe ich mich genau deswegen so gern?

Inwiefern repräsentiert „Fine“ den Rest deiner LP „Sweater“?

„‚Fine‘ ist der Track mit den meisten Schichten. Ich konnte während der Aufnahmen einfach nicht aufhören, eine Spur nach der nächsten hinzuzufügen. Meiner Meinung nach fast er die zwölf Stücke sehr gut zusammen.“

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