Kultmucke.de | RSS Feed Berliner Musik-Magazin - Musik, Events und Berlin. 2015-05-26T21:07:12Z http://www.kultmucke.de/feed/atom/ WordPress Martin http://www.kultmucke.de/author/martin/ <![CDATA[Über Klicks, Zahlen und James Brown: Ein Gespräch mit Patrick Watson]]> http://www.kultmucke.de/?p=39088 2015-05-26T07:18:57Z 2015-05-26T07:18:57Z Als Redakteur möchtest du gut vorbereitet sein, bevor du dich auf ein Gespräch mit einem Musiker einlässt. Du wälzt also sämtliche Pressetexte durch, schaust auf Videokanälen nach alten Interviews und folgst zahlreichen Links, um Informationen über die Person zu erhalten, die du treffen wirst. Plötzlich sitzt du ihr dann gegenüber und manchmal kommt es vor, dass dir diese einen Strich ...

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Als Redakteur möchtest du gut vorbereitet sein, bevor du dich auf ein Gespräch mit einem Musiker einlässt. Du wälzt also sämtliche Pressetexte durch, schaust auf Videokanälen nach alten Interviews und folgst zahlreichen Links, um Informationen über die Person zu erhalten, die du treffen wirst. Plötzlich sitzt du ihr dann gegenüber und manchmal kommt es vor, dass dir diese einen Strich durch all deine zuvor mühsam erstellten Rechnungen zieht.

Eine Batterie aus siebzehn Fragen befindet sich auf dem Zettel, den ich in meinem Beutel mit mir herumtrage. Als ich Patrick Watson vor seiner Show im Berliner Gretchen vorgestellt werde, beschleicht mich umgehend der Verdacht, dass ich nicht dazu kommen werde, ihm all diese zu stellen. Ich sollte recht behalten. Sympathisch und redselig wie ein Freund, den man Jahre lang nicht mehr gesehen hat, begegnet mir der Songwriter, der aktuell mit seinem großartigen Album „Love Songs For Robots“ für Furore sorgt. Schnell weichen wir von dem Pfad ab, den ich ursprünglich für uns vorgesehen hatte, und landen in einer fast schon philosophischen Unterhaltung über Zahlen, den sogenannten Klick, kulturelle Unterschiede zwischen verschiedenen Konzertpublika und das Künstlerdasein.

Patrick Watson by Clyde Henry (2)Wie geht es dir, Patrick?

„Sehr, sehr gut! Bisher hatte ich eine sehr nette Tour und die Leute scheinen das aktuelle Album zu mögen. Das ist schon eine kleine Erleichterung. (lacht) Man weiß ja nie, was passieren wird, wenn man eine neue Platte veröffentlicht. Aus irgendeinem Grund gefällt vor allem Deutschland dieses Album mehr als die anderen zuvor. Da Berlin stark vom Electro beeinflusst wird und auf ‚Love Songs For Robots‘ mehr Elemente dieser Art zu finden sind, ist der Zugang vielleicht insgesamt leichter.“

Deine anderen Alben gingen eher in Richtung Folk?

„Ja, genau. Am Ende ist es wohl immer die Grundstimmung einer Platte, die sie besonders macht.“

Definitiv. Was hast du vor diesem Interview als Letztes getan?

„Wir waren gestern in Luxemburg. Eine seltsame Show. (lacht) Jede Kultur ist anders und die Luxemburger sind unglaublich still. Als Musiker ist es dann schwierig einzuschätzen, was die Menschen von dem Ganzen halten.“

Wenn du das erste Mal in einer Stadt bist, musst du das Publikum erst kennenlernen, um zu wissen, was dich zukünftig erwarten wird.

„In Frankreich war es damals ähnlich. Mir war nicht bewusst, dass die Franzosen so zurückhaltend sein würden. Nach dem Auftritt kamen dann aber Leute und sagten, es sei eine großartige Show gewesen. Ich war verwirrt.“ (lacht)

Wie erlebst du das Berliner Publikum?

„Die letzten Gigs hier waren wirklich unglaublich. Einmal spielten wir sogar in einer Kirche.“

Obwohl du in Kalifornien geboren bist, verbrachtest du den Großteil deines Lebens in Kanada. Was magst du an deiner Heimat?

„Ich lebe in Quebec. Es ist kaum zu vergleichen mit dem Rest von Kanada. Kulturell ist Quebec eher eine Mischung aus Europa und den Staaten. Mir gefällt diese Mischung. Ich bin generell ein Freund von multikulturellen Gesellschaften. Für mich wäre es schwer, das aufgeben zu müssen. Man hat gleichzeitig viele verschiedene Zugänge, sei es sprachlich oder gefühlstechnisch. Die daran gebundene Dynamik ist wunderbar.“

Inwiefern beeinflusst dich das ganz persönlich?

„Die Menschen in Quebec sind sehr lebenslustig, mögen Musik und Kultur. Anfangs hatten wir fast nur französische Zuschauer bei unseren Konzerten, weil wir wohl mehr in deren Geschmacksmuster fielen. Sie haben uns sehr geholfen, die zu werden, die wir heute sind.“

Welchen Status hat die Musik generell in deinem Leben?

„Oh, wow. Als ich ein Kind war, habe ich viel Musik gespielt. Ich dachte immer, ich würde eher Komponist für Soundtracks werden, als Sänger und Songwriter.“

Musik ist wie ein Kumpel, mit dem ich schon mein ganzes Leben lang abhänge und mit dem ich viele verrückte Dinge unternommen habe.

„Alles in meinem Alltag ist an Musik geknüpft.“

Du hast also keinen anderen Job, sondern arbeitest nur innerhalb der Branche?

„Nun, ich bin kein Fan der Industrie. Wenn es nur noch um Bands geht und die hippen T-Shirts, die sie verkaufen, mag ich das nicht. Ich wuchs mit dem Verständnis auf, dass es rein um die Musik gehen sollte. Ich glaube nicht an große Popstars, denn dieses Getue dient nicht wirklich der Musik und der Kraft, die in ihr steckt. Wenn ich auf die Bühne gehe, steht für mich die Tatsache im Vordergrund, einen schönen Abend mit dem Publikum verbringen zu wollen. Das ist ein Privileg. Als wir mit James Brown tourten, waren wir Kinder. Das war unsere erste Konzertreise in Europa. Wir hatten etwas Angst, dass die Crew uns nicht mögen würde. Immerhin sind das Legenden gewesen. Aber sie waren alle unglaublich freundlich und auch James Brown selbst stellte sich keineswegs über uns. Er war wirklich inspirierend und hatte die Fähigkeit, andere Menschen extrem zu bestärken. Von ihm lernte ich, wie man ein Frontmann ist. Natürlich war James Brown ein starker Charakter, aber er wollte eben andere mitziehen. Vielleicht stammt die Tatsache, dass wir uns noch immer glücklich schätzen, auf die Bühne gehen zu dürfen, aus genau dieser Zeit.“

Deine Musik scheint sehr rein und intensiv zu sein. Gibt es eine bestimmte Soundvision, der du folgst?

„Jede Platte hat ihre ganz eigene Soundvision.“

Wie sah die für „Love Songs For Robots“ aus?

„Ich dachte darüber nach, dass ich bereits vier Alben veröffentlicht hatte, und fragte mich, was als Nächstes kommen würde. Mir gefällt es, immer ein Stück vorauszudenken und meist habe ich schon ein paar neue Ideen im Kopf. Eine meiner größten Leidenschaften ist Science-Fiction. Auch die Wissenschaft als solche hat es mir extrem angetan. Ich finde sie oft inspirierender als viele Kunstformen. Vor allem heutzutage. Es geschieht so viel in diesem Feld. Ich wollte also eine Platte machen, die sich dieser Welt gegenüber öffnet. Ein elektronisches Album, bei dem die Leute allerdings nicht unbedingt merken, dass es eines ist. Es sollte genauso berühren wie eine Folk-Platte.“

Die elektronischen Einflüsse wirken tatsächlich sehr dezent und wenig aufdringlich. Irgendwie, als kämen sie durch die Hintertür.

„Absolut, genau. Wir haben die Platte komplett live eingespielt. Das verändert natürlich das gesamte Spiel, denn plötzlich fehlt die kontinuierliche Wiederkehr des Klicks, welcher die elektronische Musik sehr schnell chillig werden lässt. Es würde nicht funktionieren, die Songs nach dem Klick auszurichten. Genauso wenig wie man Reggae danach takten würde, denn der Geist des Ganzen ginge dabei verloren.“

Der Klick ist ein typisches Element innerhalb der elektronischen Musik, nicht wahr?

„Ja, genau. Er hilft beim Takthalten. Ich glaube daran allerdings nicht wirklich. Für mich ist das eine der größten Schwächen. Selbst Zeit ist nicht exakt. Warum muss es Musik dann sein?“

Ich hasse den Klick.

„Vermutlich werden mich viele Deutsche für diese Aussage hassen. Aber am Ende kann ein unauffälliges Verschieben dafür sorgen, dass der Körper darauf reagiert. Seien wir ehrlich, der Köper ist ein Uhrwerk. Und es bewegt eben mehr, wenn nicht alles perfekt ist.“

Ein Musiker zu sein, bedeutet oft auch, viel um die Welt reisen zu müssen. Gefällt dir das?

„Manchmal wachst du auf und bist der Überzeugung, dass das ein absolutes Privileg ist. Ein anderes Mal hingegen denkst du dir, dass du besser bei deinen Kinder zu Hause sein solltest. Vor allem, wenn du nachts an irgendeiner Raststätte stehst und deine Kleinen dich anrufen. Während des Tourens ist man oft in einer Art Seifenblase gefangen. Ein Niemandsland, in dem die Zeit stillsteht. Du weißt oft nicht, welcher Tag eigentlich ist und wo genau du dich befindest. Als wäre man high. Mir hilft das, gute Shows zu spielen.“

Kannst du mir einen Ort nennen, an den dich die Musik geführt hat und den du nie vergessen wirst?

„Wenn ich diese Frage gestellt bekomme, muss ich, obwohl ich an vielen großartigen Orten wie Island oder Japan gewesen bin, an eine Show in Singapur zurückdenken. Ich kann mir noch einigermaßen vorstellen, dass es meine Musik bis nach Europa geschafft hat. Dass sie hingegen auch in Singapur gehört wird, übersteigt meine Fantasie. Wir waren also dort und Leute aus den unterschiedlichsten Winkeln Asiens waren angereist, um uns zu sehen. Es war kein riesiger Veranstaltungsort. Vielleicht einer für 300 Leute. Nie zuvor hatte ich das Gefühl, Menschen, die mir auf kultureller Ebene recht fremd sind, derart bewegt zu haben. Das hat mich umgehauen.“

Wonach stellst du deine Setlists zusammen?

„Die aktuelle Tour läuft noch nicht allzu lange und wir arbeiten noch an einer ‚Golden Setlist‘. Wenn wir die einmal gefunden haben, können wir sie aufbrechen und verschiedene Dinge ausprobieren. Am wichtigsten ist es jetzt aber, den richtigen Bogen zu finden. Dieser kann extreme Unterschiede nach sich ziehen. In Paris veränderten wir zum Beispiel den Beginn der Show, weil er zu heftig war und es danach ruhiger wurde. Man muss eben die Plätze finden, an denen die einzelnen Tracks scheinen können. Für mich ist es wirklich eine Tragödie, wenn ein Song falsch platziert ist. Die Setlist ist immer ein schwieriges Thema.“

Ist es kompliziert, altes Material zu integrieren, das einer anderen Ära entstammt?

„Vor allem jetzt, mit dem neuen Album, ja. Seine Stimmung ist eben ganz anders. Wir haben probiert, neue Arrangements für die älteren Stücke zu finden, damit sie passen.“

Und genau das will man ja am Ende als Konzertbesucher auch erleben.

„‚Close To Paradise‘ haben wir beispielsweise seit Jahren nicht mehr gespielt. Mit unserem Synthie-Meister, den wir Gott sei Dank gefunden haben, ging das plötzlich. Er ist großartig, wenngleich extrem hyperaktiv.“ (lacht)

Erzähl doch noch ein wenig mehr darüber, was dir die Inspiration für „Love Song For Robots“ verschafft hat.

„Musikalisch kann ich da auf ‚Blade Runner‘ verweisen. Das ist ein wahnsinnig guter Soundtrack, bei dem du aufhörst, über Sinn und Unsinn nachzudenken. Unglaublich melodisch und warm. Der passende Film ist aus meiner Sicht der einzige, der es je geschafft hat, künstliche Intelligenz glaubhaft darzustellen. Keine Ahnung, wie er das macht. Man sieht nicht überall Kabel und Technologie. Vielmehr steht die Philosophie im Vordergrund und keine langweiligen Roboter. Mich macht das neugierig.“

Und du siehst darin Parallelen zu deinem Album?

„Ja. Darüber hinaus denken viele Menschen, Technik und Mathematik sei stets kalt und wenig einfühlsam. Schon komisch, dass sich der Großteil aller Dinge auf Nullen und Einsen herunterbrechen lässt. Nur vielleicht ist genau das die universellste aller Sprachen.“

Am Ende kann niemand den Fakt leugnen, dass Kombinationen aus Einsen und Nullen dich zum Weinen bringen können. Denn alles, was wir aufnehmen, wird genau in diese Form übersetzt.

„Natürlich werden die Ziffern wieder in auditive Signale verwandelt, aber es gibt eben diesen mathematischen Zwischenschritt. Vielleicht sollte ein Umdenken einsetzen, dass Zahlen wirklich schön sein können“

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Alex http://www.youtube.com/watch?v=Eh44QPT1mPE <![CDATA[Event-Empfehlungen ab Montag 25.05.2015]]> http://www.kultmucke.de/event-empfehlungen-ab-montag-25-05-2015/ 2015-05-24T14:00:50Z 2015-05-24T14:00:50Z Unsere Event-Empfehlungen für die kommende Woche.
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Unsere Event-Empfehlungen für die kommende Woche, die automatisch aus den beliebtesten Events auf unserer Seite ermittelt wurde. Lasst es krachen!

Wir wünschen euch viel Spaß! Falls dein Event fehlt, dann trage es doch ein. oder checkt die aktuellen Gästelistenverlosungen. Die Event-Empfehlungen werden automatisch aus den beliebtesten Events auf unserer Seite ermittelt. Was kultig ist, entscheidest nur du.

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Martin http://www.kultmucke.de/author/martin/ <![CDATA[Mit einem Lachen im Gesicht: Heather Nova im Interview]]> http://www.kultmucke.de/?p=38587 2015-05-23T09:14:52Z 2015-05-23T09:14:52Z Für ein paar Songwriterinnen waren die Neunziger ein echtes Karrieresprungbrett. Neben Alanis Morissette, Tori Amos, Sheryl Crow und Aimee Mann zählt Heather Nova zu den wohl erfolgreichsten weiblichen Emporkömmlingen dieser Dekade. Auch zwanzig Jahre später – unbeirrt von den Veränderungen der Musikbranche und den damit verbundenen Auswirkungen – veröffentlicht die von den Bermudas stammende Künstlerin ihre Alben mit der gleichen ...

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Für ein paar Songwriterinnen waren die Neunziger ein echtes Karrieresprungbrett. Neben Alanis Morissette, Tori Amos, Sheryl Crow und Aimee Mann zählt Heather Nova zu den wohl erfolgreichsten weiblichen Emporkömmlingen dieser Dekade. Auch zwanzig Jahre später – unbeirrt von den Veränderungen der Musikbranche und den damit verbundenen Auswirkungen – veröffentlicht die von den Bermudas stammende Künstlerin ihre Alben mit der gleichen Hingabe, wie eh und je. Nun, vielleicht sogar noch passionierter, da sie sich von sämtlichen Verpflichtungen und Knüppelverträgen losgesagt hat.

Es ist ein sonniger Tag, als ich mich auf den Weg zur Spree mache. Im Ohr habe ich eins meiner Lieblingsalben: „South“. Jene Platte hat mich durch zahlreiche Lebensphasen begleitet und noch immer zählt sie zu den wenigen, auf die ich kaum verzichten kann, wenn ich den limitierten Speicherplatz meines alten MP3-Players kalkuliert bespielen muss. Ich entsinne mich noch, als ich das erste Mal einen Song von Heather Nova hörte. Diese glasklare Stimme kroch mir derart unter die Haut, dass sich von einer Sekunde auf die nächste sämtliche Härchen aufstellten und ein angenehmer Schauer durch meinen Körper jagte. Ich halte an und blicke auf die alten Fabrikgebäude in der Pfuelstraße. Dort werde ich ihr gleich gegenübersitzen – der Frau, die seit Ewigkeiten aus den Lautsprechern zu mir singt. Wie sympathisch das folgende Gespräch wird, ahne ich bereits in dem Moment, als eine in ein sommerliches Gewand gekleidete Dame meine Hand schüttelt. „Hi, ich bin Heather!“, sagt sie mit einem Lächeln im Gesicht. Kurz darauf nehmen wir an einem großen Meetingtisch Platz.

Heather Nova by Embassy of Music (1)Wollen wir mit dem Interview starten?

„Gern. Du bist übrigens der Erste. Das ist ein gutes Zeichen.“

Ja, du hast auf jeden Fall noch Energie. Wie geht es dir?

„Sehr gut, danke.“

Welche Dinge spielen gerade eine Rolle für dich?

„Oh, das ist eine schwere Frage. Vermutlich, ruhig zu bleiben. Außerdem ist mein Sohn stets das Wichtigste für mich. Und die Musik spielt natürlich auch eine große Rolle. Die neue Platte, an der ich Jahre gearbeitet habe, hinaus in die Welt zu tragen, ist ein spannendes Abenteuer. Ich habe sie lange sehr dicht bei mir gehalten, ohne dass jemand sie zu hören bekam, und plötzlich kann ein jeder darauf zugreifen. (lacht) Ein komisches Phänomen. Gestern bei meinem ersten Konzert mit den neuen Songs war das Publikum sehr unterstützend und ermutigend. Das schätze ich unheimlich an meiner Fanbase in Europa. Das ist, als würde man auf Freunde treffen. Freunde meiner Musik. Ich bin so dankbar, dass sie noch immer auf neue Veröffentlichungen warten.“

Ich las viel darüber, wie du als Kind in der Nähe des Ozeans aufgewachsen bist. Inwieweit beeinflusst dich das heute noch?

„Was mir diese Jahre wohl am meisten gaben, ist ein Sinn für Perspektiven.“

Wenn du auf dem Meer bist, mitten auf der See, auf einem 40 Fuß großen Boot, wird dir bewusst, wie unbedeutend du eigentlich bist.

„Für Kinder ist das eine sehr gesunde Tatsache, die sie lernen sollten. Wer das verstanden hat, wird nie arrogant, sondern bescheiden und respektvoll sein. Und zwar gegenüber der Natur und dem, was du hast.“

Nachdem du einige Zeit in London gelebt hast, bist du schließlich wieder in deine Heimat, nach Bermuda, zurückgekehrt. Weshalb?

„Es ist schon komisch, denn London war an sich toll. Immerhin habe ich dort auch meine Karriere gestartet. Irgendwas in meinem tiefsten Inneren sagte mir jedoch, dass ich nicht länger in einem Apartment leben könne, sondern festen Boden unter den Füßen brauche. Ich musste in die Natur zurück, nur nicht in die, die man in England findet. Vielmehr sehnte ich mich nach Wärme, dem Ozean und der Art von Bäumen, die ich kannte. So war es am Ende mehr ein unbewusstes Bedürfnis, als eine intellektuelle Entscheidung. Ich folgte diesem Bedürfnis, auch, weil ich ein Kind haben wollte und es mir wichtig war, dass dieses in meiner Heimat aufwachsen kann. Aufgrund des Klimas ist man in der Lage, den ganzen Tag draußen zu sein. Gibt es etwas Schöneres für ein Kind?“

Vermutlich nicht. Heather, du bist seit über zwanzig Jahren als Musikerin aktiv.

„Das kann ich manchmal selbst kaum glauben.“

Du kennst sicher die Debatte darüber, wie sich die Musikindustrie geändert haben soll. Wie siehst du das?

„Vieles hat sich verändert, ja. Also vor allem, was den Businessaspekt betrifft. Der Kern, worum es beim Musikmachen geht, ist hingegen gleich geblieben. Ein Künstler zu sein, ist eine individuelle Entscheidung, der jeder auf seine Art und Weise folgt. Aber die Industrie hat sich entwickelt. Sowohl aus positiver als auch negativer Sicht. Als ich anfing, bekamst du von den Labels noch große Vorschüsse, von denen du leben konntest. Damals war ich in dem teuersten Studio in London, um Oyster, meine erste Platte, aufzunehmen. Keine Ahnung, wie viel das damals gekostet hat. Vielleicht 300.000 Pfund. Jedes weitere Video dann noch mal 200.000 Pfund. Man wurde zudem mit Limousinen vom Flughafen abgeholt und natürlich war das eine extreme Erfahrung, diesem Luxus zu begegnen, aber am Ende zahlst du das auch alles zurück. Ich habe keinen einzigen Penny durch den Verkauf meiner Alben verdient.“

Nein?

„Nein, ich bekam Vorschüsse, aber die deckten das nicht ab. Nun, so war das damals. Heute hast du, wenn du Glück hast, noch 5.000 Pfund für ein Video. Doch das Gute daran ist, dass man dadurch sparsamer mit den Ressourcen umgehen muss. Das ist alles viel realer. Wenn ich heute ein Album mache, nutze ich für die Finanzierung Crowdfunding. Ein sehr organischer und echter Weg, wie ich finde. Leute, die an der Musik interessiert sind, können sie dadurch unterstützen.“

Wenn ich dich nach Highlights innerhalb deiner langjährigen Karriere frage, wovon würdest du mir erzählen?

„Ich bin nicht sehr gut darin, mich an bestimmte Sachen zu erinnern, aber zu den Höhepunkten zählen auf jeden Fall die Festivals, auf denen ich aufgetreten bin. Die Atmosphäre, wenn man im Freien spielt, ist oft unglaublich. Da gab es dieses Festival im belgischen Löwen, auf einem Platz, der von Häusern umgeben ist. Die Gebäude sind Jahrhunderte alt, und wenn du zwischen derart viel Geschichte auf der Bühne stehst, ist das atemberaubend. Dann war da noch ein Konzert auf der Spitze eines Berges in der Schweiz. Diese Momente sind unglaublich und dir wird bewusst, dass es die Musik ist, die dich dorthin gebracht hat.“

Musik aus dem Songwriterbereich wird oft als gut nebenbei hörbar abgestempelt. Als jemand, der oft mit diesem Genre identifiziert wird, wie denkst du über jene Kommentare?

„Ich habe das noch nie so wahrgenommen. Soll ich ganz ehrlich sein? Solcher Schwachsinn interessiert mich nicht. Die Meinungen von Menschen zu Genres sind oft unzulässig. Zudem will ich mich nicht kategorisieren lassen.“

Ich mache Musik, ohne mir den Kopf darüber zu zerbrechen, in welche Schublade sie passen könnte. Das ist Zeitverschwendung.

„Im Gegenteil. Es ist doch schon seltsam, dass es überhaupt ein Genre wie Singer Songwriter gibt. Die meisten Künstler sind sowohl Sänger als auch Songwriter, oder? Für mich gehen vor allem diese Leute in die Tiefe. Deshalb ist das auch keine Musik, die im Hintergrund laufen sollte. (lacht) Wobei man Songs natürlich auf unterschiedliche Weise begegnen kann. Es gibt auch Tracks, bei denen man die Lyrics nicht versteht, weil sie in einer anderen Sprache verfasst sind. So geht es mir zum Beispiel mit Cesaria Evora, einer meiner Lieblingskünstlerinnen. Ihre erfolgreichste Platte brachte sie im Alter von 80 Jahren heraus. Obwohl ich ihre Texte, die auf Portugiesisch geschrieben sind, nicht verstehe, fühle ich ihre Musik.“

Heather Nova by Embassy of Music (2)

Mit „The Way It Feels“ veröffentlichst du dein neuntes Studioalbum. Wow! Verlierst du bei all deinen Songs manchmal eigentlich selbst den Überblick?

„Manchmal fallen mir die Griffe für die Gitarre nicht mehr ein. Wenn jemand mich beispielsweise bitten würde, ‚Ruby Red‘ zu spielen, wüsste ich gar nicht, wo ich anfangen müsste. (lacht) Weißt du, was ich dann tue? Ich google den Song und suche nach den Akkorden.“

Sehr gut! Aber die Texte vergisst du nicht?

„Mhm, gerade kann ich mich an die Lyrics zu ‚Ruby Red‘ auch nicht erinnern. (lacht) Es sind tatsächlich viele Songs.“

Unter all deinen Veröffentlichungen gibt es zahlreiche Livealben, aber bisher kein Best-Of. War das eine bewusste Entscheidung?

„Das Problem mit einem Best-Of ist, dass du kein neues Material haben darfst, wenn du es herausbringst. Ich schreibe aber immerzu. Wenn mir irgendwann nichts Neues mehr einfällt, dann veröffentliche ich eventuell eins.“

Also wärst du prinzipiell offen dafür?

„Ich hatte tatsächlich schon darüber nachgedacht. Letztes Jahr. Nur plötzlich war da diese Sammlung an neuen Tracks, die viel interessanter waren. Außerdem habe ich auch nicht an allen meiner Alben die Rechte. Das ist das Schlechte an den alten Zeiten. Den Labels gehörten deine Aufnahmen. Demnach kann ich gar kein Best-Of realisieren. Mir gehören weder Oyster noch Siren oder ‚South‘. So geht es vielen Künstlern. Oft veröffentlichen die Plattenfirmen dann ‚Greatest Hits‘, um etwas Geld zu machen.“

Deine neue Platte entstand in einem Studio in South Carolina. Wie viel Hitze und Sonne lässt sich denn in der Folge darauf finden?

„Viele Stücke schrieb ich im Winter. Natürlich reden wir von einem Bermuda-Winter. Da ist also immer noch extrem viel Sonne vorhanden. (lacht) South Carolina war unglaublich. Nachdem die Songs fertig waren, ging es darum, sie aufzunehmen. Aber mit wem? Das ist eine sehr wichtige Entscheidung, denn sie beeinflusst den gesamten Stil eines Albums. Erst dachte ich da an einen Typen aus London, aber irgendwie fühlte sich das nicht ganz richtig an. Generell hörte ich damals sehr viel Musik in meinem Auto, wenn ich meinen Sohn zur Schule fuhr. Eine Platte gefiel mir aufgrund ihres Sounds und der Produktion enorm gut. Das war ‚Gold In The Shadows‘ von William Fitzsimmons. Ich hörte mir dann seine restlichen Sachen an, aber da war etwas Besonderes an genau diesem Album. Mir fällt es schwer zu sagen, was genau es war, aber ich war verliebt. Dann schaute ich auf die Rückseite der CD und fand die Namen der Produzenten. Es waren zwei Kerle, die auch alle Instrumente eingespielt hatten. Ich rief sie an, sagte, wer ich bin, und fragte, ob sie es auf einen Versuch ankommen lassen würden, mit ein paar meiner Stücke zu arbeiten. Sie stimmten zu und luden mich nach Charleston in South Carolina ein. Kennst du das, dass man manchmal eine Entscheidung trifft und plötzlich alles ineinander hakt? Das war ein Zeichen. Ich wollte schon immer nach Charleston. Es konnte also nichts mehr schief gehen, denn selbst, wenn ich nicht mit den beiden Herren hätte arbeiten wollen, hätte ich zumindest endlich Charleston gesehen. Allerdings stimmte die Chemie sofort. Ihr Studio war völlig versteckt. Ich lief mehrfach an dem Haus vorbei, weil ich dachte, es sei verlassen.“

Wo hast du die Inspiration für die neuen Songs gefunden?

„Meistens finde ich die in meinem Privatleben.“

Auf dem gestrigen Konzert erwähntest du, dass du zwei der Stücke für deinen Sohn geschrieben hättest?

„Ja, darin geht es ums Loslassen. Bei den anderen Stücken dann aber eher darum, etwas festzuhalten.“ (lacht)

Wovon erzählt die erste Singleauskopplung „Sea Glass“?

„Davon, wie die Dinge um einen herum auseinanderfallen, und dass man dabei eigentlich alles missversteht.“

Mir wird mehr und mehr klar, dass das Wichtigste im Leben die Wahrheit ist.

„Wenn du dich an die Wahrheit hältst, kann sie zu deinem Kompass werden. Auch wenn mich das persönlich manchmal in Schwierigkeiten bringt. Manche Leute machen einfach weiter, ich will jedoch immer wissen, was da gerade genau passiert. Will es ergründen.“

Warum hast du diesen Track als Vorgeschmack auf das Album auserkoren?

„Es ist immer sehr schwierig, einen Song auszusuchen. Irgendwie fühlte sich dieser richtig und warm an.“

Also eher eine intuitive Wahl?

„Ja. Ich fälle viele Entscheidungen so. Irgendwie war das eine passende Einladung für das Album. Zugänglich genug. Als ich an der neuen Platte arbeitete, sagte ich zu Josh und Jay, dass ich keine Singles produzieren will. Aus meiner Sicht ist das generell eine sehr gefährliche Art, Musik zu machen. Sie sollten im Studio bloß nicht erwähnen, dass sich irgendwas gut im Radio anhören könnte. (lacht) In meiner Vergangenheit hab ich den Satz ‚Wir brauchen eine Single!‘ oft genug über mich ergehen lassen müssen.“

Wie hat dein Umfeld reagiert, als du „The Way It Feels“ zum ersten Mal präsentiert hast?

„Mein Sohn ist großartig. Er half mir beim Festlegen der Songreihenfolge. Ich habe das Album insgesamt nur drei Personen gezeigt. Ihnen gefiel die Scheibe, nur sind sie eben Freunde.“ (lacht)

Heather Nova by Embassy of Music (3)

Welchem Album sollten unsere Leser definitiv ein Ohr schenken?

„Mir gefallen First Aid Kit sehr gut. Kennst du sie?“

Ja.

„Sind sie bekannt in Deutschland?“

Ja. Nicht zuletzt, weil sie mit Ane Brun zusammengearbeitet haben.

„Wirklich? Wow! Mir gefällt ihre letzte Platte ‚Stay Gold‘. Eigentlich mag ich keine Countrymusik, aber irgendetwas daran ist besonders.“

Vielleicht, weil die Beiden aus Schweden kommen.

„Sie sind aus Schweden? Wahnsinn! Ich dachte, sie kämen aus Amerika. Wahrscheinlich haben sie eine andere Sicht auf Country. Cool!“

Ich danke dir für das Interview, Heather.

„Oh, ich danke dir.“

An dieser Stelle sei ein letzter Hinweis erlaubt. Am 03.11.2015 wird Heather Nova mit den Songs ihres neuen Albums “The Way It Feels” in der Berliner Passionskirche zurückkehren – präsentiert von Kultmucke. Dieses Konzertereignis sollte man sich keinesfalls entgehen lassen.

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Martin http://www.kultmucke.de/author/martin/ <![CDATA[KLANGKULT: Jim Hickey]]> http://www.kultmucke.de/?p=38884 2015-05-22T06:13:13Z 2015-05-22T06:13:13Z Schnelllebig und unpersönlich – das ist der Ruf, den die Musikbranche oft aufgedrückt bekommt. Tatsächlich kann man jenem Business eine gewisse Haifischbecken-Mentalität nicht absprechen. Wir bei Kultmucke versuchen regelmäßig, dieses Klischee zu durchbrechen, indem wir die von uns präsentierten Künstler auch über einen ersten kurzen Beitrag hinaus, zu begleiten und unterstützen versuchen. Ein Herr, der dieser Einstellung im positiven Sinne ...

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Schnelllebig und unpersönlich – das ist der Ruf, den die Musikbranche oft aufgedrückt bekommt. Tatsächlich kann man jenem Business eine gewisse Haifischbecken-Mentalität nicht absprechen. Wir bei Kultmucke versuchen regelmäßig, dieses Klischee zu durchbrechen, indem wir die von uns präsentierten Künstler auch über einen ersten kurzen Beitrag hinaus, zu begleiten und unterstützen versuchen. Ein Herr, der dieser Einstellung im positiven Sinne zum Opfer fiel – genauso wie wir seinen raffinierten Tunes – ist Jim Hickey.

Nach einem ausgiebigen “Kultverdächtig”-Feature, der Premiere seines Songs “Burning Forest” und der Teilhabe an unserer Compilation “Kultverdächtig II” freuten wir uns sehr über Jim Hickeys Einladung, ihn an einem sonnigen Samstagmittag in seiner Wohnung im Prenzlauer Berg besuchen zu dürfen. Während eine Kolonne von Motorradfahrern auf der Straße vor dem imposanten Altbau entlangbretterte, erzählte uns der gebürtige Malteser, wie er vor Jahren der Musik verfiel. Kein Wunder also, dass auch heute noch eine extreme Hingabe zu spüren ist, wenn der Soundtüftler zu seinen Instrumenten greift. Für KLANGKULT erwählte Jim “Just To Find”, um es in einer exklusiven Akustikperformance erneut zum Leben zu erwecken.

Foto © by Susanne Erler

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Martin http://www.kultmucke.de/author/martin/ <![CDATA[Videopremiere: H-Burns “Radar”]]> http://www.kultmucke.de/?p=37170 2015-05-21T10:04:09Z 2015-05-21T10:04:09Z Wir sind am Ende. Am Ende einer langen Reise an der Seite von Renaud Brustlein alias H-Burns. Irgendwie macht sich Wehmut breit. In den letzten sieben Wochen, in denen wir zahlreiche Videopremieren zu H-Burns morgen erscheinendem Album “Night Moves” und dem begleitenden Release “The Lo-Fi Series” feiern durften, sind uns das französische Talent und sein Fingerspitzengefühl für eingängige Songs doch ...

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Wir sind am Ende. Am Ende einer langen Reise an der Seite von Renaud Brustlein alias H-Burns. Irgendwie macht sich Wehmut breit. In den letzten sieben Wochen, in denen wir zahlreiche Videopremieren zu H-Burns morgen erscheinendem Album “Night Moves” und dem begleitenden Release “The Lo-Fi Series” feiern durften, sind uns das französische Talent und sein Fingerspitzengefühl für eingängige Songs doch extrem ans Herz gewachsen. Nun gilt es, ein letztes Fest auszurichten – und das wird gleichzeitig an ein opulentes Gewinnspiel geknüpft, welches ihr am Ende dieses Artikels findet. Werte Damen und Herren, wir präsentieren “Radar”.

H-BurnsAls zweite Single vom Album “Night Moves” entsendet H-Burns mit “Radar” ein sensibles Stück an der Schneide zwischen Country, Folk und Pop. Generell musste Brustlein feststellen, dass “Night Moves” eine wesentlich zugänglichere und poppigere Platte geworden ist, als all seine vorangegangenen Alben.

Die meisten der Songs für ‘Night Moves’ entstanden auf einer kleinen Orgel. Ich bin kein guter Klavierspieler und so veränderte sich auch die Art und Weise, wie ich schreibe und komponiere.

Im positiven Sinne. “Night Moves”, dessen Titel übrigens auf die Tatsache zurückgeht, dass Produktionskollege Rob Schnapf irgendwann im Studio einen Rock-Klassiker gleichen Namens auf einer E-Gitarre vor sich hin spielte, wird von einer bittersüßen Melancholie geküsst, wie man sie wohl am besten aus jenen sommerlichen Nächten kennt, in denen die Hitze des Tages noch nachglüht und ein leichtes Knistern in der Luft liegt – wie kurz vor einem Gewitter.

Wie entstand der Song “Radar”?

“Ich schrieb das Stück zuhause, mithilfe der besagten Orgel, einer Drum Machine und einem Fender Rhodes Piano, dem der kleine akustische Aufhänger des Stückes zu verdanken ist. Zudem erinnere ich mich, dass ich über die Tatsache sprechen wollte, wie es ist, eine neue Partnerschaft anzufangen und gleichzeitig zu wissen, dass es nicht einfach sein und dir vermutlich irgendwann wehtun wird.”

Nun ist es also für H-Burns an der Zeit, loszulassen und sein neustes Werk “Night Moves”, seiner Hörerschaft zu übergeben. Wir haben diesen Prozess auf Kultmucke nur allzu gern Stück für Stück begleitet und hoffen, dass wir ein paar Menschen für die wunderbaren Kompositionen Brustleins begeistern konnten.

Wie wirst du den Release von “Night Moves” feiern?

Hoffentlich ganz bald mit einem guten deutschen Bier in der Hand!

Gewinnspiel

Wir verlosen abschließend zu unserem siebenwöchigen Videomarathon mit H-Burns ein paar ganz besondere Gewinne. Zwei Leser dürfen sich über signierte Vinyl-Ausgaben von “The Lo-Fi Series” sowie ebenfalls signierten CD-Exemplaren von “The Night Moves” freuen. Wer sich diese Chance nicht entgehen lassen will, der schickt bis spätestens kommenden Donnerstag, den 28.05.2015, eine Mail mit dem Betreff “H-Burns” an martin@kultmucke.de. Die Teilnahme ist nur aus Deutschland möglich und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Martin http://www.kultmucke.de/author/martin/ <![CDATA[Read + Listen: Midsommar Festival]]> http://www.kultmucke.de/?p=38889 2015-05-20T11:37:28Z 2015-05-20T06:10:40Z Der längste Tag des Jahres ist oft an ein lachendes und ein weinendes Auge gebunden. Während wir pessimistischen Deutschen schon fast in Panik geraten, sobald die Sommersonnenwende überschritten ist und die Nächte zunehmend wieder mehr Zeit des Tages in Anspruch nehmen, zelebrieren die baltischen Staaten die Zeit um den 21. Juni mit einem ausgelassenen Fest: dem Midsommar. Zum bereits vierten ...

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Der längste Tag des Jahres ist oft an ein lachendes und ein weinendes Auge gebunden. Während wir pessimistischen Deutschen schon fast in Panik geraten, sobald die Sommersonnenwende überschritten ist und die Nächte zunehmend wieder mehr Zeit des Tages in Anspruch nehmen, zelebrieren die baltischen Staaten die Zeit um den 21. Juni mit einem ausgelassenen Fest: dem Midsommar.

Zum bereits vierten Mal wird Nordic By Nature am 19.06.2015 Berlin ein würdiges Äquivalent zu dem bunten nordischen Treiben offerieren. Auf dem Gelände des Urban Spree darf erneut ausgelassen zu feinster Musik getanzt werden, während der Wodka fließt und Blumenkränze in die Haare geflochten werden. Akustisch übernehmen dieses Mal Beatrice Eli, Ra, Hanna Järver, Stockhaus, Svenska Musikklubben und LockerEasy das Ruder und geloben, die Gäste der Veranstaltung mit feinsten skandinavischen Klängen zu betören. Weit über 5.000 Zusagen bei dem entsprechenden Facebook-Event deuten an, dass auch unter den Hauptstädtern die Sehnsucht nach einem Mittsommerfest stark verbreitet ist. Nachdem nun alle kostenlosen Voranmeldungen ausgebucht sind, kann man sein Glück einzig an der Abendkasse versuchen – oder sich auf Kultmucke verlassen. Als überzeugte Mitpräsentatoren des Midsommar Festivals verlosen wir am Ende dieses Beitrags 2×2 Gästelistenplätze für diese ganz besondere Veranstaltung. Doch das ist noch nicht alles! Um euch einen ersten Vorgeschmack anbieten zu können, unterhielten wir uns mit Steffi von Kannemann, die zusammen mit Nina Legnehed einst Nordic By Nature gründete und als eine der Organisatorinnen hinter dem Midsommar Festival steht, und entlockten ihr eine passende Einstimmungsplaylist für das anstehende Spektakel.

Steffi Von Kannemann by Sibilla CalzolariKannst du dich noch an dein erstes Mitsommerfest erinnern? Was hat deine Faszination für diese traditionelle Veranstaltung geweckt?

“Mein erstes Midsommar hab ich untypischerweise in Berlin erlebt. Nina hatte mich vor fünf Jahren mit den verschiedensten Menschen zusammengebracht und wir haben Midsommar gefeiert, und zwar mit allem, was dazugehört. An dem Abend hab ich auch gelernt, wie wichtig es ist, neben dem vielen Essen und Trinken, weiß Gott nicht alleine nach Hause zu gehen. Die oberste Regel an Midsommar lautet nämlich, auf jeden Fall am Ende des Tages jemanden aufgegabelt zu haben, sonst hast du komplett versagt.”

Ihr organisiert dieses Jahr das vierte Midsommar Festival. Kommt da eigentlich Routine auf oder ist das immer noch etwas ganz Besonderes?

“Es ist eine Mischung aus Beidem. Bei der Vorbereitung des Festivals sind wir natürlich eingespielt und wissen, auf welche Sachen wir besonders achten sollten. Was hat in den letzten Jahren gut funktioniert? Was nicht? Wann fangen wir mit der Promo an? Welche Sponsoren wollen wir haben? Da kommt schon eine Art Routine auf, die aber in erster Linie Platz für Ruhe und Verbesserungen sorgt. Neben all den Projekten und Events, die wir übers Jahr verstreut veranstalten, ist das Midsommar Festival immer noch mein absolutes Lieblingsevent. Einfach, weil es neben der Musik, vor allem um das Zusammenfeiern geht. Das Midsommerfest hat fast schon was Mystisches und ist mit so viel schönen Traditionen belegt, dass es einfach besonders ist, es hier in Berlin jedes Jahr stattfinden lassen zu können.”

Inwiefern passt das Midsommar Festival zu unserer ach so hippen Spreemetropole?

“Wie die Faust auf’s Auge! Ist es nicht so, dass wir alle in Berlin leben, weil wir andere Kulturen interessant finden und Dinge erleben möchten, die wir aus unseren Heimatstädten nicht kennen? Es leben sowieso sehr viele Skandinavier in Berlin, die sich darüber freuen, ihr Midsommerfest hier feiern zu können und dafür nicht nach Hause fahren müssen. Einzigartig ist dabei wohl auch, dass bei uns Midsommar in der Großstadt gefeiert wird und nicht wie in Schweden üblich, auf dem Land. Und bei uns bleiben die Schweden auch nicht nur unter sich, sondern es wird mit Kulturen und Menschen à la couleur gefeiert. Das gibt dem Fest auch noch mal einen ganz neuen Anstrich.”

Ein Blumenkranz im Haar – aus deiner Sicht ein modisches Accessoire oder ein unnötiges Traditionsüberbleibsel?

“Ein modisches Accessoire und eines der schönsten Überbleibsel von Tradition. Die Leute legen sich jedes Jahr wirklich ins Zeug, da richtig abgefahrene Kreationen zu machen. Der Blumenkranz symbolisiert für mich nicht nur Midsommar, sondern auch, dass Tradition nicht immer verstaubt und überkommen sein muss.”

Welche Dinge sollte man auf jeden Fall in der Tasche haben, um einen schönen Nachmittag beziehungsweise Abend auf eurem Midsommar Festival zu verbringen?

“Kaugummi gegen Hering. Ein Handy, um Photos zu machen und zu teilen. Kondome für später.”

Musik scheint der Schlüssel zu einem gelungenen Fest zu sein. Wie viel Kultmucke findet man auf eurem Midsommar Festival?

“Wir haben das Line-Up wie immer sehr sorgfältig ausgewählt. Dabei rausgekommen sind: die phänomenale Beatrice Eli, die schwedische Newcomerin Hanna Järver, die schwedische Punkband Ra und der norwegische Produzent Stockhaus. Wie auch schon im letzten Jahr wird Svenska Musikklubben, ein DJ-Team aus Stockholm, dabei sein. Ganz besonders freu ich mich allerdings auf mein Lieblings-DJ-Duo LockerEasy, die wohl geilsten DJs Berlins derzeit.”

Wie sieht ein perfekter Sommertag für dich aus?

“Früh aufstehen. Eine gute Tasse Kaffee mit Milch, vielleicht auch zwei oder drei. Joggen. Am Kanal mit guten Freunden und netten Bekannten chillen. Gutes Essen. Viel Sekt. Strickjacke am Abend. Mehr Sekt, mehr Essen. Seele baumeln lassen.”

Was kann der Sommer, was die anderen Jahreszeiten nicht können?

“Die Menschen zum Lachen bringen.”

Playlist: Midsommar Festival

Gewinnspiel

Um abschließend Tickets für das Midsommar Festival, am 19.06.2015 im Urban Spree zu gewinnen, schickt einfach eine Mail mit dem Betreff “Midsommar Festival” an martin@kultmucke.de. Einsendeschluss ist Montag, der 25.05.2015. Unter allen Teilnehmern verlosen wir 2×2 Gästelistenplätze. Bitte nennt euren vollen Vor- und Zunamen in der von euch geschickten Nachricht. Viel Erfolg!

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Martin http://www.kultmucke.de/author/martin/ <![CDATA[Songpremiere: Hanna Järver “Samma Gamla Himmel”]]> http://www.kultmucke.de/?p=39023 2015-05-22T20:40:11Z 2015-05-19T09:15:33Z Wer seine Leser gut informieren möchte, der sollte seine akustischen Fühler stets ein wenig mehr als die der anderen auszustrecken versuchen, um so die Schwingungen der musikalischen Zukunft zu empfangen. Am heutigen Tag sind unsere Antennen ganz auf eine junge Schwedin namens Hanna Järver gerichtet, die aktuell versucht, die weitläufige Independentbranche zu entern – und das mit einem Song, den ...

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Wer seine Leser gut informieren möchte, der sollte seine akustischen Fühler stets ein wenig mehr als die der anderen auszustrecken versuchen, um so die Schwingungen der musikalischen Zukunft zu empfangen. Am heutigen Tag sind unsere Antennen ganz auf eine junge Schwedin namens Hanna Järver gerichtet, die aktuell versucht, die weitläufige Independentbranche zu entern – und das mit einem Song, den sie in ihrer Muttersprache verfasst hat.

Hanna Järvar by Nils Carmel (2)“Samma Gamla Himmel” erzählt von der Tatsache, mit gewissem Abstand auf eine Beziehung und deren Ende zurückzuschauen. Während die Reflexion einsetzt und man sich fragt, was man selbst oder das Gegenüber vielleicht falsch gemacht haben könnte, gelangt man zu neuen Erkenntnissen, die einem später noch von Nutzen sein können. Hanna Järver vergleicht “Samma Gamla Himmel” – wie all ihre Songs – mit einem Tattoo, das man sich zu einem bestimmten Zeitpunkt hat stechen lassen, und das fortan als Erinnerungshilfe dient.

Einen Song zu veröffentlichen ist, als würde man eins seiner Geheimnisse preisgeben. Als würde man seine eigene Wahrheit kundtun oder ein ganz individuelles Bild der Realität zeichnen.

Entstanden ist “Samma Gamla Himmel”, als Hanna für eine Weile in Budapest lebte. Nachdem sie das Stück aufgenommen hatte, wanderte sie mit ihm auf den Kopfhörern durch einen Park. Von einem Moment zum nächsten zerriss es sie plötzlich. Zu weit war sie mit ihren Lyrics gegangen, zu viel Dunkelheit hatte sie über sich kommen lassen. Doch sollte sich dieser erste Sturm, dieses Entsetzen über die eigene Offenheit, schnell wieder legen, denn Hanna, die stets Tagebuch schreibt und ihre Gedanken meist Stück für Stück in ihren Songs verwebt, wusste bereits um den Umstand, dass es nur ein paar Stunden, Tage oder Wochen bedarf, bis man erhobenen Hauptes auf die eigenen Gefühlsausbrüche zurückblicken und daraus lernen kann.

Warum hast du den Song beziehungsweise dessen Text auf Schwedisch verfasst?

“Auf Schwedisch zu schreiben, half mir, persönlicher zu werden, was mich gleichzeitig auch ängstigte, denn ich konnte mich nicht mehr hinter netten englischen Worten verstecken. Es gab keine Ausreden mehr. So ist Sprache. Außerdem wurde mir klar, dass ich auf Schwedisch einen bestimmten Stil habe, dessen ich mir vorher nicht bewusst war.”

Nun wird der internationale Musikmarkt vielleicht kurz aufschreien und sich fragen, wie man die Dame und ihre Botschaften denn verstehen soll, wenn man dem Schwedischen nicht mächtig ist, doch schafft es Hanna Järver, auch auf akustischer Ebene zu berühren und zu bewegen – und zwar vor allem durch die Dynamiken, die ihren Kompositionen innewohnen.

Am besten lässt sich mein Sound wohl mit den schwedischen Worten ‘smutsig’ und ‘knotig’ beschreiben. Übersetzt bedeuten diese ‘schmutzig’ und ‘knöchern’. Mir gefällt der Kontrast zwischen elektronischen und organischen Klängen, die ich hinzufüge, indem ich mit meinen Fingern knacke.

Bitter, zynisch und von jener Weisheit genährt, die nur junge Menschen in sich tragen und die im Laufe des Alterns wieder verloren geht, schwingt sich “Samma Gamla Himmel” zu einer großartig inszenierten Lektion über zwischenmenschliche Beziehungen auf.

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Fräulein Frutkoff <![CDATA[Ostbahnhof]]> http://www.kultmucke.de/?p=39042 2015-05-18T22:21:05Z 2015-05-18T21:47:32Z Heute habe ich Fernweh. Laut Duden beschreibt das neutrale Substantiv die „Sehnsucht nach der Ferne, nach fernen Ländern“. Was für den einen – vor allem intuitiv und augenblicklich verstanden – nach Reiselust und Abenteuer klingt, und dieses gleichermaßen auch bedeutet, beschreibt es für mich viel mehr ein Gefühl, einen Gedanken. Etwas, dass sich vielleicht nicht nur als ebenjenes Fernweh verstehen ...

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Heute habe ich Fernweh. Laut Duden beschreibt das neutrale Substantiv die „Sehnsucht nach der Ferne, nach fernen Ländern“. Was für den einen – vor allem intuitiv und augenblicklich verstanden – nach Reiselust und Abenteuer klingt, und dieses gleichermaßen auch bedeutet, beschreibt es für mich viel mehr ein Gefühl, einen Gedanken. Etwas, dass sich vielleicht nicht nur als ebenjenes Fernweh verstehen lässt – zwischen den Zeilen. Und obwohl es doch irgendwie auch einem Sehnen nach der Ferne gleicht, kennt diese keine Grenzen – keinen Raum und keine Zeit. Eine Ferne, in der ich mich verlieren und zeitgleich selbst finden kann. Abseits vom Jenseits. Im Hier und Jetzt, in einem Moment der Unendlichkeit. 

Unendlich die Metaphern.
Die Interpretation völlig frei.
Eine Reise ohne Ziel?
Fernweh. Gleis 3. Ostbahnhof.

Seine ganz eigene musikalische „Reisemetapher“ kreierte Jan W., passionierter Clubbetreiber (Sparte 13) und DJ aus Sachsen-Anhalt, der sich mit seiner ersten EP auch als Produzent etablieren möchte.
Mit der vor wenigen Wochen auf dem hauseigenen Label, Finestaub Records, veröffentlichten Debüt-EP wagt der Musikliebhaber, ambitionierte Veranstalter von Events (FR!ENDSH!P, ABI’N THE AIR 2015, u.v.m.), leidenschaftliche Tänzer, und treue Unterstützer einen nächsten mutigen Schritt. Anlass genug, um ihn auf seiner Reise zu begleiten und euch seine drei Arrangements, und somit seine ganz eigene musikalische Interpretation, vorzustellen:

Mit „Fernweh“ eröffnet Jan W. nicht nur sein Debüt, sondern er öffnet so auch sanft die Ohren der Hörer. Mit den sich gemütlich aufbauenden minimalen Sounds und atmosphärischen Klängen, die von einer wundervoll treibenden Bassline begleitet werden, bereitet er den Hörer auf die anstehende Reise vor. Es scheint als wolle er so auditiv die Sehnsucht nach der Ferne schüren:

Erst einmal auf den Zug aufgesprungen, bricht der zweite Track „Gleis3“ mit purem Techno das Hörvergnügen stilistisch auf und bietet eher einen rauen Liebhabersound, der vor Dunkelheit und Härte nur so strotzt:

Mein absoluter Lieblingstrack, zugleich Namensgeber und letzter Track der Platte, ist „Ostbahnhof“. Das mit fast 8 Minuten Laufzeit längste Stück lockt mit warm klingenden atmosphärischen Sounds, und verführt schließlich mit eindringlicher Bassline, vielschichtiger Rhythmik der Beats und hypnotisierenden Vocals zum Traumtanzen:

Fernweh? Gleis 3? Ostbahnhof?
Wo geht deine Reise hin?

Enjoy & Support!
Euer Fräulein Frutkoff

*********************** SUPPORT **************************
Kaufen könnt ihr Jans Erstlingswerk bei beatport.com.

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Alex http://www.youtube.com/watch?v=Eh44QPT1mPE <![CDATA[Event-Empfehlungen ab Montag 18.05.2015]]> http://www.kultmucke.de/event-empfehlungen-ab-montag-18-05-2015/ 2015-05-17T14:01:13Z 2015-05-17T14:01:13Z Unsere Event-Empfehlungen für die kommende Woche.
Die Event-Empfehlungen werden automatisch aus den beliebtesten Events auf unserer Seite ermittelt. Was kultig ist, entscheidest nur du.

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Unsere Event-Empfehlungen für die kommende Woche, die automatisch aus den beliebtesten Events auf unserer Seite ermittelt wurde. Lasst es krachen!

Wir wünschen euch viel Spaß! Falls dein Event fehlt, dann trage es doch ein. oder checkt die aktuellen Gästelistenverlosungen. Die Event-Empfehlungen werden automatisch aus den beliebtesten Events auf unserer Seite ermittelt. Was kultig ist, entscheidest nur du.

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Martin http://www.kultmucke.de/author/martin/ <![CDATA[Videopremiere: H-Burns “Bloodbuzz Ohio (The National Cover)”]]> http://www.kultmucke.de/?p=37167 2015-05-14T14:56:12Z 2015-05-14T14:56:12Z Es ist schon fast zu einer Tradition geworden, dass wir alle sieben Tage ein neues Video des Franzosen Renaud Brustlein alias H-Burns präsentieren. Bevor es nächste Woche die finale Ausgabe in diesem Marathon aus Bild und Ton geben und H-Burns sein neues Album „Night Moves“ veröffentlichen wird, widmen wir uns heute einer letzten Coverversion, die er in diesem Zuge eingespielt ...

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Es ist schon fast zu einer Tradition geworden, dass wir alle sieben Tage ein neues Video des Franzosen Renaud Brustlein alias H-Burns präsentieren. Bevor es nächste Woche die finale Ausgabe in diesem Marathon aus Bild und Ton geben und H-Burns sein neues Album „Night Moves“ veröffentlichen wird, widmen wir uns heute einer letzten Coverversion, die er in diesem Zuge eingespielt hat.

H-BurnsMit seiner Version von The Nationals „Bloodbuzz Ohio“ fing alles an. Sie war es auch, die sein Label dazu veranlasste, Brustlein um eine Reihe von Covern zu bitten, die der Songwriter auch unter dem Namen “The Lo-Fi-Series” auf Vinyl veröffentlichen wird.
Während er nun hingegen an dem bald erscheinenden „Night Moves“ arbeitete, wurde „High Violet“ von The National ein treuer Wegbegleiter für H-Burns. Neben anderen Impulsen war es vor allem dieses Werk, das ihn dazu veranlasste, den Drums innerhalb der Produktion seiner eigenen Stücke mehr Raum zuzugestehen und die Gitarren nur dann hervortreten zu lassen, wenn sie wirklich etwas zu sagen hatten. Dadurch entstanden auch Pausen in den Tracks, die zum Durchatmen einladen.

‘Bloodbuzz Ohio‘ und das ganze Album waren mir ein guter Compangon, als ich ‚Night Moves‘ schrieb. Die Songs sind urban und einsam. Man kann nahezu in die Platte eintauchen, wenn man ihr die Zeit gibt, die sie verdient.

Für welche Momente im Leben ist „Bloodbuzz Ohio“ wie gemacht?

„Wenn du nach zehn Jahren Exil in deine Heimatstadt zurückkehrst und den Ort, in dem du aufgewachsen bist, völlig neu entdeckst.“

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