Gerd Nefzer: Deutscher gewinnt Oscar für beste visuellen Effekte

In Berlin by Joseph

Als einziger Deutscher gewinnt der Wahl-Berliner Gerd Nefzer einen Oscar für die besten Spezialeffekte im Science-Fiction-Film Bladerunner 2049. Der 52-Jährige wurde in der Nacht zu Montag in Hollywood mit drei Kollegen ausgezeichnet.

„Das fühlt sich großartig an, fantastisch!“, sagte Nefzer hinter der Bühne. „Es ist ein super Moment in meinem Leben, ich hätte nie gedacht, dass ich es als deutscher Special Effects Supervisor mal zu den Oscars schaffe.“ Auf die Frage, wie er seinen Erfolg feiern wolle, sagte er: „Ich bin mir noch nicht sicher, es ist das erste Mal, dass ich einen Oscar gewinne – wahrscheinlich auch das letzte Mal, aber ich denke, wir werden viel Spaß haben und wohl auch ein bisschen was trinken.“

Andere deutsche Oscar-Hoffnungen wurden hingegen enttäuscht. So gingen sowohl Regisseurin Katja Benrath, als auch ihr Produzent Tobias Rose leer aus. Ihr Werk „Waru/Wote/All Of Us“ war in der Kategorie Live-Action-Kurzfilm nominiert. In dieser Kategorie gewann jedoch „The Silent Child“ von Chris Overton.

Der in Kenia gedrehte Film „Watu Wote/All Of Us“ beruht auf einer wahren Geschichte: Bei einem Angriff der radikal-islamischen Terrormiliz Al-Shabaab im Jahr 2015 auf einen Bus an der Grenze zwischen Kenia und Somalia hatten sich Muslime schützend vor Christen gestellt.