Introducing: Foals

In Musik by Yannick

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Seit ihrem Debüt-Album sind Foals („Fohlen“) eine der interessantesten Bands der Indie-Szene, vor allem auch weil sie es schaffen, sich mit jedem Album ein Stück weit neu zu erfinden. Momentan arbeiten sie bereits am Album Nr. 5. Wir nehmen die Jungs heute mal etwas genauer unter die Lupe. 

Foals sind eine Indie- und zu Beginn auch Math-Rock-Band aus Oxford in England und bestehen aus Sänger Yannis Philipakis, Gitarrist Jimmy Smith, Drummer Jack Bevan, Keyboard Edwin Congreave und Bassist Walter Gervers. Jimmy und Yannis lernten sich bereits in der Kindheit kennen, die anderen kamen dann während der Uni-Zeiten zusammen, doch nur Jimmy schloss sein Studium ab.

Ihr erstes Album brachten Foals im Jahr 2008 heraus mit dem Titel „Antidotes“ (Gegengifte). Während aus amerikanischer Richtung Indie eher in die MGMT-Richtung driftet, geht es in Großbritanien eher zu Coldplay oder Oasis. Doch die Jungs aus Oxford stechen da heraus: Anknüpfungen an Afrobeats und Post-Punk zusammen mit Math-Rock Einflüssen und einem stampfenden Bass. Außerdem gab es die Regel, dass die Gitarren nur in hohen Bünden und Staccato (also kurze, hohe Töne) gespielt werden durften. Math-Rock bedeutet auch das Gitarren deutlich rhytmischer ausgerichtet sind anstatt Akkord-Begleitungen zu spielen. Der Sound des ersten Albums ist super tanzbar, was auch daher kommt, dass Foals ihre ersten Bühnenerfahrungen viel auf Partys sammelten und dort natürlich getanzt werden wollte.

Nachdem den Oxford-Jungs klar war, dass man auch mit komplizierteren Songgebilden die Massen begeistern kann, wollten sie auf dem zweiten Album „Total Life Forever“ mal etwas Neues ausprobieren und die Musik noch leichter zugänglich machen, auch dadurch das Pop-, Funk- und Hip-Hop Elemente benutzt wurden. So hat zum Beispiel der Song Miami einen deutlich langsameren Groove, zu dem man fast Hip-Hop artig auf- und abwippen kann. Auch ihre Texte sind einfacher zugänglich als noch beim ersten Album. Mit Spanish Sahara schafft Foals einen Song mit einer unglaublich tiefgreifenden Atmosphäre der die Vergänglichkeit der Dinge nicht nur lyrisch sondern auch durch eine ganze Soundleinwand zum Ausdruck bringt.

Dass vom dritten Album „Holy Fire“ wieder etwas ganz neues zu erwarten ist, war bereits mit der ersten Pop-Rock-Single „My Number“ zu hören. Das Album orientiert sich eher an teils klassisch, teils progressiven Rock-Riffs. Auch wenn der Sound des Albums wieder einmal anders ist, beweisen Foals das sie sich auch im Rock-Gefilde bestens zurecht finden und dennoch ihren atmosphärischen Sound nicht verlieren. Mit diesem Album hat die Band ihren Nerd-Flavour definitiv abgelget und wurde dadurch mit dem erfolgreichsten Album ihrer Bandgeschichte belohnt.

Der Sound ihres vierten Albums „What Went Down“ bringt wieder ein paar neue Sound-Ideen mit. Wobei der Sound sich in gewisser Weise als eine Art Mischung der drei Vorgänger-Alben versteht. Das Album wurde in der französischen Provinz zusammen mit dem Producer James Ford von Simian Mobile Disco aufgenommen. Dafür wurde unter anderem eine kleine Kirche genutzt um Aufnahmen mit natürlichem Hall zu machen. Die Sounds sind leicht eingängig und trotzdem entdeckt man bei jedem Hören wieder eine neue Kleinigkeit. Ein Song, der die Kombinationen der verschiedenen Stile gut zur Geltung bringt ist „Mountain at my Gates“.