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28. Februar 2013 – Autor: Genre:

Es schien wie ein Déjà-vu. Vor ziemlich genau drei Jahren waren die Jungs von Local Natives auch in Deutschland auf Tour – ausgestattet mit ihrem Debütalbum „Gorilla Manor“. Wie ein Schlag traf uns die musikalische Meisterleistung der Kalifornier. Jeder Song glänzte mit seinem eigenen Charme und sorgte dafür, dass die Band mit ihrem Erstlingswerk von Kennern und Kritikern der Musikszene hochgelobt wurde. Große Erwartungen wurden geweckt, als es hieß: „Sie kommen wieder!“

„Hummingbird“ hieß nun ihr Mitbringsel, welches sie dieser Tage im Comet Club präsentierten. Wir haben Frontmann Taylor Rice und seinen Kollegen einen Besuch abgestattet und uns selbst ein Bild gemacht. Scheint es wirklich wie ein wiederkehrender Traum oder haben sich Local Natives mit ihrem neuen Album aufgemacht zu neuen Ufern?

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Tatsächlich gab es einige Dinge, die sich nicht geändert haben: eine nahezu wohlige Wohnzimmeratmosphäre, 4 energiegeladene Künstler, die sich scheinbar verlieren in ihrer eigenen Musik und die Trophäe der Publikumslieblinge des Abends, die sie am Ende als Souvenir gegen ihr Neulingsalbum eintauschen durften.
Die musikalische Darbietung bestand aus einer gelungenen Mischung beider Alben. Auserwählte der elf Neuheiten mischten sich gefühlvoll unter die alteingesessenen Hitgiganten, die aus den Köpfen der Local Natives-Anhänger kaum wegzudenken sind.  Mit „You & I“ begann die klangvolle Schlacht der beiden Meisterwerke. Bereits hier war deutlich zu erkennen, welche Richtung die weitgereisten Musikmacher mit ihrem neuen Fabrikat eingeschlagen haben. Wenn man ganz genau hingehört hat, konnte man vielleicht auch die Handschrift des Gitarristen und Keyborders von The National erahnen, der im Wesentlichen an der Kreation des neuen Albums mitgewirkt hat. Die Neuheiten schienen zum einen allesamt etwas düsterer – befangen von einem Hauch Melancholie – zum anderen ausgereifter und erwachsener. Auch das Stück „Heavy Feet“ beweist: Hier sind erfahrene Musiker am Werke. Local Natives überraschten mit diesem einschlägigen nahezu unerwarteten Richtungswechsel. Die Meisten jedoch positiv. So werden die Herren bereits als „Die Grizzly Bear der Westküste“ gehandelt.

Lässt man sich auf die Neuausrichtung der Kalifornier ein, entfalten sich die neuen Stücke mit ihren intensiven Instrumentierungen und höchst gelungenen Gesangskünsten zu wahren Perlen der Musikkunst. Die Paarung mit ihren Klassikern, wie „Airplanes“ oder „Shapeshifter“, ließ das Konzert als alles andere als einen wiederkehrenden Traum erscheinen. Sondern eher wie eine Prophezeiung – eine Prophezeiung auf weitere Überraschungen, Richtungswechsel und musikalischen Fortschritte der Local Natives.

 httpv://www.youtube.com/watch?v=h2zWfxW60z0

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