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Kultradar

20. Januar 2012 – Autor:

Es ist Donnerstag-Abend und ich bin schon ein wenig nervös. Nur noch ein mal Schlafen und ich brauche mir keinen großen Kopf darum machen, wie und in welchem Stil ich mich meiner Umgebung zeige. Denn es ist internationaler Jogginghosen-Tag. Eigentlich erst am 21.01. aber meine Kollegen und ich zelebrieren den zusammen und wollen unsere Visagen nicht auch noch am Samstag betrachten. Also stopfe ich noch schnell meine Lieblingsjogger in die Waschmaschine, die ich mir aus der Männerabteilung eines großen Billig-Kaufhauses gekauft habe, und ab ins Bettchen.

Freitag, 07:00. Der Wecker klingelt, ich erhebe meinen Kopf und schon lächelt sie mich verschmitzt an. Ich streife sie über die Beine und freue mich. Schnell noch essen, das Gesicht mit der alltäglichen Make-Up-Maske bepacken und ab geht’s an die frische Luft. Es ist so wahnsinnig bequem! Die Leute gucken mich skeptisch an, als ich in die Straßenbahn in Lichtenberg steige. “Naja, müssten sie ja eigentlich gewöhnt sein.”, denke ich und höre weiter der Jogginghosen-Hip-Hop-Musik. Man muss sich ja anpassen. Apropos anpassen: Stadtmitte angekommen, steht neben mir an der Tür das kleine Chanel-Püppchen aus Charlottenburg. Sie betrachtet mich missachtend von oben bis unten. Da ich mich ja meinem Stil anpassen muss, stelle ich mich kurzer Hand vor sie, öffne die Tür und watschel im coolen “Yeah-maaaaaan”-Stil aus der U-Bahn.

Auf Arbeit angekommen gebe ich meinen Jogger-Freunden High-Five zur Begrüßung und fletze mich kurzerhand auf den Sessel. Beine hoch, Mukke an. Es kann doch einfach jeden Tag Jogger-Tag sein!

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