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Künstler

18. März 2013 – Autor: Genre:

Traumtanzen – ein Wort. Leicht gesagt, oft genutzt und viel interpretiert. Für mich bezeichnet es den schmalen Grat zwischen Realität und Fantasie. Diesen einen magischen Moment, der so unglaublich schwer in Worte zu fassen ist. Der Moment, den es wirklich zu beschreiben, kaum gelingt, ohne dass du ihn fühlst. Traumtanzen – ein Phänomen, ein Gefühl. Privat. Eigen. Intim. Letzte Nacht erst hatte ich einen Traum. Ein Traum oder doch Wirklichkeit? Ein Traum so real, so nah, so spürbar. Ein Traum, wie ich ihn nur selten träume – erinnere. Ja, gar mehr ein Traum wie eine Erinnerung, ein gefühlter Moment, ein gespürtes Erlebnis. Ein Augenblick. Ein Traumtanz.

Ich schließe meine Augen. Spüre, wie eine magische Kraft an mir zieht. Stärker und stärker. Tief. Tiefer. Ich sinke. Falle. Plötzlich ist es dunkel. Stille. Ich spüre, wie mein Herz beginnt zu schlagen. Pocht. Hüpft. Unaufhörlich. Mein Atem wird schneller. Kurz. Ein. Aus. Ein. Aus. Für einen Moment stockt er mir. Ich spüre, wie sich von hinten eine wohlige Wärme ausbreitet. Mich erreicht ein Gefühl der Glückseligkeit, der Geborgenheit, Freiheit. Wie ein riesiger Schal legt sich dieses Wohlgefühl um meine Schultern, umschließt mich sanft. Drückt zu, ohne zu erdrücken. Hält mich fest, ohne zu fesseln. Trägt mich, ohne mich zu lenken. Entführt mich, ohne mich zu rauben. Zieht mich mit sich.

Ich spüre, wie ich mich ziehen lasse. Folge. Langsam öffne ich meine Augen. Im selben Moment eröffnet sich mir eine unermessliche Weite. Ich blicke um mich. Wach ich? Träum ich? Ich erstarre. Erstarre geblendet von dem warmen Licht. Gekitzelt von der mir entgegen flammenden Hitze, gezogen von der Magie dieses Momentes, folge ich weiter. Laufe und falle zugleich. Überschlage mich, ohne zu stürzen, und spüre die Schönheit, ja beinahe Jungfräulichkeit dieses Momentes, dieser Welt. Einer Welt, die sich vor mir ausbreitet wie ein Tuch, das sanft zu Boden fällt. Ungesehenes, Unerwartetes und Ungeahntes zeigen sich in einer Vielfalt und in einem Licht, das mich beinahe erblinden lässt. Ich schließe meine geblendeten Augen. Doch sehe ich weiter, obgleich ich nichts zu sehen vermag. Ich sehe mit meinem Herzen. Bekannt, vertraut und doch surreal. Neu. Aufregend. Anders.

Langsam taste ich mich Schritt für Schritt voran. In der Ferne erklingen feine, leise Melodien. Es zieht mich zu ihnen wie die Motten ins Licht. Ich lasse es zu und folge. Während ich mich elfengleich den magischen Klängen nähere, umschmeicheln mich die zarten eindringlichen Töne, umschlingen mich wie ein Mantel, gesponnen aus tausenden von Noten so zerbrechlich und doch schützend & stark zugleich. Die Grillen zirpen im Takt, die Vöglein singen, in der Ferne hallt ein Kinderlachen, Stimmen. Leise, sanft und doch mit einer drückenden Kraft, die mich fesselt. Magisch. Langsam beginne ich zu tanzen. Mein Herz schlägt, schlägt im Rhythmus der Musik, bestimmt vom tiefen Bass. Tock. Tock. Tock. Ich tanze und drehe mich. Drehe mich wieder und wieder. Die Arme weit ausgebreitet als wollte ich die gesamte Welt umarmen. Ich verliere mich in den Melodien und Klängen. Wie betäubt und doch hellwach, beinahe paralysiert, schwebe ich. Meine Arme greifen nach dem wärmenden Licht. Hoch. Höher. Hoch hinaus. Von Kopf bis Fuß bin ich wie elektrisiert. Fliege. Die Kraft lässt nicht von mir ab und treibt mich weiter an. Treibt mich vor sich her wie der Wind eine Feder. Ich träume und wache zu gleich. Träume und Tanze. Traumtänzer.

A Professional Dreamer

Und ob ihr es glaubt oder nicht. Dieser Traum ist Wirklichkeit. Wie eingangs beschrieben, eine Erinnerung. Ein Augenblick. Unvergessen. Denn unvergessen ist der 15. September letzten Jahres. Niemals vergesse ich, wie ich an diesem Tag in einem beschaulichen Örtchen irgendwo im Nirgendwo, im tiefsten Sachsen-Anhalt vor die Tür unserer kleinen Partylocation gerufen werde, um zwei unbekannten Personen, den Weg nach draußen zu zeigen, denn unsere kleine Geburtstagsfeier sollte nur in einem kleinen auserwählten Kreis stattfinden. Als ich nun schließlich vor die Tür trat, festentschlossen, und erkannte, wer da vor mir stand, wurde mir schlagartig ganz anders. Heiß. Kalt. Glück. Euphorie. Freude. Unermessliche Freude stieg in mir auf! Julian und Bernhard Mokosch, die beiden Frankfurter Brüder, standen leibhaftig vor mir! Sie waren die weite Strecke vom anderen Ende Deutschlands zu uns gereist, um uns zu bespielen! Uns!!! Nur uns!!! Unfassbar! Unglaublich! Traumhaft!

Bis dahin kannte ich die beiden, vor allem aber Julian, nur durch die Wolke. Als A Professional Dreamer verzaubert und bezaubert er – wieder und wieder, unaufhörlich. Seine musikalischen Traumstunden, die ich über den vorstellbaren Horizont hinaus erlebt und durchlebt habe, sind fest in meinem musikalischen Herzen verankert und unvergessen! Ebenso unvergessen wie der Moment, in dem die beiden sich hinter den Decks unserer kleinen Party einfanden und die Musik einsetzte. Einzigartig dieser Moment! Einzigartig dieses Gefühl! Musik an. Welt aus! Ein Traumtanz zwischen Wirklichkeit und Fantasie!

Ob als Team, zum professionellen Träumen einladend, oder als Soloartists, ihr Stil ist unverkennbar! Ungemein verträumt, hypnotisierend, melodisch, oftmals etwas melancholisch jedoch ohne schwer zu wirken, treibend und ziehend – anziehend – zugleich. Einfach magisch. Einfach traumhaft im wahrsten Sinne des Wortes! Selbst kleinere musikalische Experimente oder stilistische Erprobungen können nichts an dem – meines Erachtens bereits stark ausgeprägten – Wiedererkennungswert der beiden Musiker ändern. Für mich scheint ihre Liebe zur Musik unerschöpflich und ihr Gespür für das Schaffen besonderer Momente ist einfach unfassbar und atemberaubend. Tanzbar. Träumbar. Fühlbar!

 „Und selbst, wenn es nur Deine Ohren und vielleicht auch Dein Herz erreicht, wären wir schon voll und ganz glücklich damit!“ (Julian Mokosch)

Ihre unglaubliche Bescheidenheit & tiefe Dankbarkeit ergeben in der Summe immer wieder so etwas Traumhaftes und lassen mich stetig schmunzeln. Rührselig und ganz fein. Umso mehr erfüllt es mich mit purem Stolz und großer Freude, euch hier, jetzt und heute zu einem Traumtanz der besonderen Art einzuladen! Es war mir mehr als nur ein Herzenswunsch Julian und Berni in die Kultmucke Podcastreihe aufzunehmen, und als sie dem sofort zustimmten, konnte ich mein Glück kaum fassen. Trotz knapp bemessener Zeit liefern die beiden eine ganz exklusive Traumstunde und zünden erneut ein Feuerwerk der Extraklasse. Schließt eure Augen, dreht eure Anlagen auf und lehnt euch zurück, denn die beiden professionellen Träumer sind unser Podcast Nummer 3 am heutigen Music Monday und ich bin mir sicher, dass sie nicht nur meine Ohren & mein Herz damit erreichen, berühren und zum Träumen & Tanzen verführen! Musik an. Welt aus! ♥

Enjoy & Support!
Euer Fräulein Frutkoff

Tracklist – Kultmucke Podcast #3 mixed by A Professional Dreamer

  1. Isolée – Allowance
  2. Shades of Gray – Illusions
  3. Patrick Oliwka – Die Zeit Steht Still
  4. Matt Lennox – Forever
  5. Mira Lykke – Sky under my feet
  6. Boss Axis – Laurens
  7. Monitor 66 – Follow You
  8. Booka Shade – Tomorrow Belongs To Us
  9. Jonas Saalbach – Nika Yumi
  10. Banana Babes – Miles Away
  11. Toto – Africa (Oscar Edit)
  12. Electro Goldmann – Meta M
  13. Maricopa – Sunset Orange (Ferdinand Dreysig & Marvin Hey’s Rebirth Remix)
  14. Philipp Kempnich – Jelly Beans
  15. Casbah – Rendevouz (Clemens Ruh L’amouremix)

cover artwork © by Fräulein Frutkoff
please support each artist by buying their great music 

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