Vom Hobby zum Nebenjob – Wenn Musik zur Leidenschaft wird

In Kultverdächtig, Musik by Julia0 Comments

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Während sich die meisten Menschen nach einem Arbeitstag erschöpft auf die Couch fallen lassen, ist für Max Gierscher (21) noch lange nicht Schluss. Als Gitarrist und Sänger der Band Lennox legt er all seine Leidenschaft in die Musik. Kürzlich startete Max auch sein Solo-Projekt „KnockKnockRock“, in welches er Leib, Seele und vor allem Herz investiert.

Max Gierscher in seiner Heimat Werder (Havel)

Langsam verstummen die Gespräche im Zuschauerraum, als Max die Bühne betritt. Normalerweise ist er mit seiner Band Lennox unterwegs, doch heute unterhält er das Publikum allein. Nervös wirkt er keineswegs, schließlich hat er jahrelange Erfahrung. „Angefangen hat alles mit einer kleinen Klampfe aus dem Supermarkt“, erzählt er mir. Ein guter Freund zeigte ihm die ersten Akkorde und entfachte damit eine Leidenschaft. Das ist nun über acht Jahre her.

Musik als Ausgleichsventil

Seitdem ist viel passiert. Neben dem Gitarre spielen hat sich Max auch Fertigkeiten am Bass und am Schlagzeug angeeignet. „Jetzt spiele ich noch ab und zu um nicht einzurosten, konzentriere mich aber eher auf Gesang und Gitarre“, sagt er. Gesungen habe Max schon immer gern, doch die ersten Erfahrungen mit einer Band machte er am Schlagzeug – weil kein anderer Platz frei, die Liebe zur Musik aber einfach zu groß war. Nach und nach änderte sich jedoch die Bandstruktur und der junge Künstler „konnte das machen, was mir eigentlich am meisten Spaß bringt, nämlich das Unterhalten der Zuschauer durch Gesang und Gitarre“. Wie die meisten Musiker hat auch Max mit Cover-Songs angefangen. Diese hätten seine Fertigkeiten ungemein verbessert. Doch seit geraumer Zeit schreibt er auch eigene Songs: „Damit lassen sich Gedanken und Gefühle ganz anders zum Ausdruck bringen“ – und das ist für Max das wichtigste. In seinen Texten verarbeitet er vor allem persönliche Erlebnisse. „Die Musik dient als eine Art Ausgleichsventil“, erklärt er nachdenklich, „sowohl für stressige Arbeitstage, als auch für Streit mit Freunden und Familie oder Liebeskummer, was es zu einer der wichtigsten Sachen in meinem Leben macht.“

Wenn Musik die Oberhand gewinnt

Aktuell macht Max eine Ausbildung zum Mediengestalter für Digital und Print. Dabei lernt er auch interessante Fakten, die ihm bei der Vermarktung seiner Musik helfen. Erst kürzlich hat Max sein Solo-Projekt „KnockKnockRock“ gestartet. „Um mein Musikverlangen zu stillen“, wie er sagt. Auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht er deshalb „Cover von Songs, die ich persönlich so gut finde, dass ich sie selbst neu interpretieren möchte.“ Weiterhin beschäftigt sich der angehende Mediengestalter gern mit den verbundenen Aufnahmeprozessen. Dazu isoliert er sich dann sogar teilweise für mehrere Tage und investiert all seine Energie – schließlich soll dem Song auch angemessen Respekt gezollt werden. Sein erstes Cover zu Bring Me The Horizons „Drown“ kann sich dementsprechend sehen lassen:

Lennox – handgemachte Musik aus Werder (Havel)

Obwohl es aufgrund der Ausbildung gelegentlich stressig werden kann, nimmt sich Max neben seinem Solo-Projekt auch Zeit für regelmäßige Bandproben. Mit Tobias Hopfgarten (21) und Stefan Dexheimer (22) musiziert er unter dem Namen „Lennox“ schon jahrelang. 2016 kam mit Bella Wedjelek (20) frischer Wind an den E-Bass. Meistens finden sogar mehrfach in der Woche Bandproben statt. „Wirklich schwierig wird es nur, wenn vier Bandkollegen mit vier verschiedenen Tagesabläufen versuchen, sich zur Probe zusammenzufinden. Doch auch das bekommt man hin, wenn mach Bock hat auf das, was man macht“, sagt Max grinsend. Nach ersten Auftritten in der Schule arbeiteten sich die Werderaner über Geburtstage und Hochzeiten sogar bis auf lokale Festivals hoch. Rock in Caputh bespielte die Band sogar schon zum dritten Mal. Auch beim Berliner Bandwettbewerb Emergenza waren Lennox bereits am Start. Dort punkteten sie vor allem durch ihren eigenen Song „Seconds“:

In anderer Besetzung nahmen Lennox 2014 bereits ihren ersten Tonträger auf. Dieses Jahr soll die nächste CD folgen. Dazu hat sich die Band in ihrem Proberaum aktuell ein provisorisches Tonstudio eingerichtet. Für den Aufnahmeprozess hat Max schon allerhand Ideen. Auch deshalb setzt er sich immer häufiger damit auseinander: „Es ist wichtig, die Prozesse zu kennen, die dahinterstecken und die Ideen, die man für einen bestimmten Song hat, so umsetzen zu können, wie man es sich vorstellt.“ An jedem einzelnen Entwicklungsprozess hat Max enorm Spaß. „Der eigene Fortschritt ist für mich dabei glaube ich der wichtigste Faktor“, sagt er.

Wir wünschen viel Erfolg und sind gespannt auf das Ergebnis!

Wenn auch du den Werdegang von Max und Lennox im Auge behalten möchtest, empfehlen wir dir auf jeden Fall, ihre Social Media Kanäle auszuchecken. Du findest sie auf YouTube, Facebook und Instagram.
Am 06. Mai nehmen die vier übrigens am Golm Rockt Bandcontest teil. Vorbeischauen lohnt sich!

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