Musik Events Berlin

Künstler

25. Februar 2013 – Autor: Genre:

Es ist Montag. Und was soll ich sagen? Es ist einfach nicht mein Tag. Montage haben immer etwas von ätzenden kleinen piesackenden Monstern – nicht sichtbar und doch präsent. Präsent, weil spürbar. Präsent, weil nervenaufreibend. Präsent, weil existent.

Jeden Montag führe ich denselben Kampf mit diesen kleinen Quälgeistern. Unaufhörlich und mit einem Durchhaltevermögen der besonderen Art tauchen sie stets und pünktlich zum Wochenstart auf. Sie heften sich an meine Fersen, umklammern mein Herz als würden sie eine Zitrone auspressen wollen, nehmen mir die Luft zum Atmen. Und trotz aller Bemühungen kann ich sie einfach nicht abschütteln, schleppe sie mit mir rum, werde sie irgendwie nicht los. Kennt ihr sie nicht auch? Diese kleinen Plagen namens Müdigkeit,  Missmut, Unlust und Melancholie. Schlimm.

Sie rauben mir den letzten Nerv, nagen an meiner Muse und versuchen alles, um mich an Tagen wie diesen, insbesondere eben an Montagen, zu drangsalieren und mich schlecht aussehen zu lassen. Mal mehr und mal weniger erfolgreich. Doch heute haben sie mich wieder einmal voll im Griff. Zwischen tief und aggressiv.

Das einzig mir bekannte und auch erprobte Mittel, das etwas Abhilfe schafft, sie schwächt und vergrault, ist die Musik. Gelangen erst einmal die zarten Melodien und tiefen Bässe durch die Boxen in mein Ohr, ist es – zumindest währenddessen – um sie geschehen. Die Takt gebenden Impulse zerstreuen sich, breiten sich wie ein sanftes Netz aus und drücken die frische Energie der Musik durch meine Adern, durch jede Faser meines Körpers. Gefolgt von Gänsehautschauern sprengen sie jede auferlegte Fessel – vom Ohr bis zum Herz, von Kopf bis Fuß. Frei. Frei von Unlust & Missmut. Frei von Müdigkeit & Melancholie. Gefüllt von feinster Musik, tiefer Zufriedenheit und purer Freude finden sie keinen Platz mehr und ich kann endlich wieder atmen. Atmen und frei sein.

Einen solchen Befreiungsschlag habe ich heute erleben dürfen. Peti Privá, ein junger Berliner Musiker & DJ, hat mich heute mit seinem aktuellen Set genau da abgeholt, wo ich es am meisten brauchte. Sein Mix, der den ehrlichen Titel “Beetween Deep & Progressive” trägt, bietet eine Extraklasse an musikalischen Geheimwaffen gegen all die kleinen Montagsmonster. Die absolut stimmige und bezaubernde Trackauswahl, die wirklich einen gesunden Cocktail aus deepen und progressiven Beats liefert, lässt keine Wünsche offen und sorgt dafür, dass auch wirklich alle Quälgeister vertrieben werden – jeder Einzelne von ihnen.

Ich danke der Musik, all den großartigen Künstlern, die diese erschaffen und dir, Peti, dass ich am heutigen Montag doch noch lächeln konnte. Danke auch dir, Thomas (SoKooL), denn ohne dich hätte ich dieses wunderschöne Werk niemals gehört und würde mich wohlmöglich immer noch mit meinen Montagsteufeln herumplagen.

Nun aber: Montag ist Schontag, also Musik an. Welt aus! ♥

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