Ausflüge in & um Berlin: Der Teufelsberg

In Berlin, Geheimtipp von Arunika

Der Teufelsberg in Berlin ist und bleibt ein Ort für Legenden und Mystik. Trümmerberg, Skihang, Abhörstation. Der Teufelsberg hat einiges mitgemacht. Sowohl Berliner als auch Touristen fragen sich, ob sich ein Besuch heute noch lohnt, oder man es besser bei den altbekannten Bildern, die man im Kopf hat, belässt.

120 Meter hoch ist der Berliner Teufelsberg im Grunewald und damit nach den Müggelbergen die zweithöchste Erhebung in Berlin. Der Berg ist jedoch nicht auf natürliche Weise vor vielen Jahrhunderten entstanden, sondern ist ein künstlich aufgehäufter Trümmerberg. Nach dem zweiten Weltkrieg diente der Ort als Mülldeponie der Trümmer der Stadt, schließlich musste der Bauschutt tausender Häuser irgendwohin gebracht werden.

Die verschiedenen Gesichter des Teufelsberg

Der Teufelsberg wurde nach dem nahe gelegenen Teufelssee benannt und war kurzzeitig als Rodelhang und Skiberg in Benutzung. Nachdem all der Schutt Berlins aufgetürmt war, begann man mit der Bepflanzung des Bergs, um diesem zu einem netteren Ansehen zu verhelfen. 

Tief unter dem Berg schlummert ein Relikt der Nazizeit, das zu recht in Schutt und Asche liegt: Die geplante Universität der Weltstadt Germania sollte hier entstehen. Die Gebäude wurden nach der NS-Zeit gesprengt.

Zur Zeit des Kalten Krieges bekam der Teufelsberg dann die Funktion, für die er bis heute bekannt ist: Er wurde zur Abhörstation der Amerikaner und Briten für Funksignale aus dem Osten. Die Lage des Bergs eignete sich hervorragend für Spionage-Tätigkeiten. Nach Ende des Kalten Krieges begann dann der Verfall. Denn das Gelände war lange Zeit unbewacht und wurde so zum Opfer von Vandalismus und einer langsamen Zersetzung.

Der Teufelsberg heute

Seit mehr als 10 Jahren ist das Gelände des Teufelsbergs in privater Hand und wird weitestgehend in Stand gehalten. Leider häufen sich die Klagen der Besucher, denen die enorme Verschmutzung und die als unpassend empfundenen Kunst-Darbietungen auf dem Gelände missfällt. Die Aussichtsplattform ist aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen bis auf Weiteres nicht zugänglich. Somit fällt ein wichtiger Punkt weg, der den Teufelsberg als Ausflugsziel so beliebt macht.

Wer von der Geschichte und der enormen Wirkung des Teufelsbergs fasziniert ist, sollte sich dennoch aufmachen, das Gelände zu besichtigen. Der Eintritt kostet momentan 5€, wer fotografieren möchte, muss noch einen Aufpreis zahlen. Es werden verschiedene Touren angeboten, eine stille Begehung ist aber ebenso möglich.

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