Da kommt etwas auf uns zu: die Berlin Music Week

In Berlinby Martin

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Berlin: Schmelztigel der Kulturen, Knotenpunkt des Musikbusiness. Kaum eine andere europäische Metropole hat in den letzten Jahren ihren Ruf als Epizentrum des internationalen Soundgeschehens besser behaupten können, als die deutsche Hauptstadt an der Spree. Da ist es natürlich auch nicht weiter verwunderlich, dass Berlin zum Austragungsort für eine der größten Fachmessen der Branche auserkoren wurde, der Berlin Music Week.

Über 30.000 Besucher pro Jahr können nicht irren – zum bereits fünften Mal wird die Berlin Music Week 2014 stattfinden, und zwar vom 03. bis 07. September. Gründend auf den Pfeilern „WORD!“, sprich Konferenzen, Interviews sowie Vorträgen, und „SOUND!“, also Liveveranstaltungen und Konzerten, bietet sie sowohl für das internationale Fachpublikum als auch für andere interessierte Besucher ein mehr als breit gefächertes Angebot. Wir haben uns einmal mit dem diesjährigen Programm auseinandergesetzt und möchten euch im Folgenden ein paar Highlights vorstellen.

First We Take Berlin

First We Take Berlin LogoDas Showcase-Festival First We Take Berlin ist im Laufe der Zeit zum festen Bestandteil der Berlin Music Week avanciert und bietet stets eine bunte Auswahl an akustischen Newcomern, Wannabes und alte Hasen, die gerne noch einmal richtig durchstarten würden. Auf den Bühnen zahlreicher Konzertstätten, innerhalb der Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg, präsentieren sich Musiker aus aller Herren Länder und liefern ihr Verständnis eines modernen Sounds ab. Mit dabei sind in diesem Jahr, neben bekannteren Acts wie Zoot WomanGlass Animals, Sinkane, Emika oder Wye Oak, auch die großartigen Newcomer Phoria aus Bristol und unser immer wieder gern gesehenes DIY-Wundermädchen Phia.

Our/Berlin Music Week

Our/Berlin Music Week LogoAls eigenständige, aber am Ende doch wieder in den Eventmarathon der Berlin Music Week integrierte, Veranstaltung bietet die kostenlose Our/Berlin Music Week ein mit viel Liebe zusammengestelltes Line-Up. Kuratiert von Nordic By Nature dürfen sich allem voran Freunde skandinavischer Musik auf viele einzigartige Künstler freuen. Nämlich unter anderem auf den Dreampopper Jaako Eino Kalevi, die Lo-Fi-Avantgardistin Alice Boman, Sandra Kolstad, die schwedischen Electro-Wunderkinder DNKL oder deren Landsmännin Adna, die jüngst auch Teil unserer „Kultverdächtig“-Familie wurde. Auf der Our/Berlin Music Week schmilzt selbst das gefrorenste Hörerherz binnen weniger Takte – so viel ist sicher.

First We Take The Streets

First We Take The Streets LogoErstmals bietet die Berlin Music Week in diesem Jahr auch eine Plattform für kommerziell noch wenig erfolgreiche einheimische Acts. Unter dem Motto First We Take The Streets erhalten Berliner Straßenmusiker und andere Soundtüftler die Möglichkeit, sich entlang der East Side Gallery zu beweisen und die Mengen von sich zu überzeugen. Die Chance, dass sich im Pulk der Zuschauer zudem auch der eine oder andere Plattenboss befindet, ist dabei so hoch wie nie.

Berlin Festival

Berlin Festival LogoFür das prunkvolle Finale der Berlin Music Week wird seitens der Veranstalter erneut auf das viel diskutierte Berlin Festival gesetzt. Als wahres Problemkind unter den Festivals fuhr das kleine Melt!-Geschwisterchen in den vergangenen Jahren derart viel Negativpresse ein, dass es stets ungewiss war, ob es überhaupt noch einmal stattfinden würde. Doch scheint das dreitägige Event genauso unverwüstbar zu sein, wie die Stadt, die es in seinem Namen trägt. 2014 tauscht das Berlin Festival seinen historischen Veranstaltungsort, den Tempelhofer Flughafen, gegen das Club-Viertel rund um die Arena ein. In verschiedenen Locations, sowohl drinnen wie draußen, werden internationale Größen namens Woodkid, Darkside, Warpaint, Bombay Bicycle Club, Austra, Editors, Neneh Cherry, Crystal Fighters oder The Acid erwartet.

Um abschließend das Warten auf die anstehende Berlin Music Week etwas zu verkürzen, schließen wir diesen Beitrag mit unserer ganz eigenen Playlist. Viel Spaß beim Hören und Einstimmen!

Foto © by Stephan Flad