Café-Check: An einem Sonntag im August

In Berlin, Geheimtipp by Gastautor

Schon ein paar Mal hat mich dieses schnuckelige Café von außen gelockt. Direkt in der Kastanienallee am schönen Prenzlberg gelegen, lädt es sowohl Berliner als auch Touris zum Entspannen ein. Allein schon der Name „An einem Sonntag im August“ weckte mein Interesse und so spazierte ich an diesem Dienstag gemütlich rein. 

Wohlfühl-Ambiente

Ob im Sommer oder Winter: Hier ist es auch an kalten Tagen urgemütlich. Die vielen Sofas, Sessel oder Hocker bieten genug Möglichkeiten, sich hinzusetzen. Ich entschied mich dann für einen kleinen Tisch im Raucherraum, um die Leute um mich herum besser beobachten zu können. Es war um zwölf Uhr mittags an einem Dienstag. Von Hipstern und Studenten, über trendige Herren mittleren Alters und einer jungen Familie war alles vertreten. Wie es sich für einen ordentlichen Gast gehört, habe ich natürlich auch etwas bestellt. Einen Café Latte für 3€ und zum Erfrischen eine Kreation des Hauses: schwarzer Johannisbeersaft mit Soda und einem Hauch Zimtsirup für 4€. Ich wurde schnell bedient und musste auch nicht lange auf meine Getränke warten. Alles tiptop!

Fröhliches Frühstücken

Außer sehr vielen verschiedenen Getränken, alkoholischer und nicht-alkoholischer Natur, ist mir auch ein kleines Buffet ins Auge gesprungen. Von Montag bis Freitag gibt es von 9 bis 13 Uhr eine leckere Frühstücksauswahl zu erschwinglichen Preisen. Auch am Wochenende kann hier gebruncht werden und das sogar bis 15 Uhr.  Das Buffet war total ausreichend und bot Käse- und Wurstsorten, Cornflakes, Gemüse, verschiedene Brötchen und Eier. Wer erst etwas später ins Café kommt, kann sich auf leckere Burger freuen. Sie werden mit einer Suppe, Coleslaw und Kartoffelchips serviert. Und das Beste: Alles ist hausgemacht.

Vielfalt im Detail

Alle Veganer und Lactoseintoleranten kann ich beruhigen, denn für 50 Cent mehr bekommt man seinen Kaffee auch mit soja- oder lactosefreier Milch serviert. Die Räumlichkeiten sind überschaubar und überzeugen hauptsächlich durch kultige Möbel, kreative Details und einen einzigartigen Charme.
Nach einer Weile kam ich mit zwei jungen Frauen ins Gespräch. Sie erzählten, dass das Café an den Wochenenden oft ganz schön voll wird. Zahlreiche Events locken das junge Publikum in die Räume des „Sonntags“. Von DJs über Bands oder Kunstausstellungen – es wird einiges geboten und das ohne Eintritt zu verlangen. „Sonntags“ ist übrigens der Spitzname des Cafés. Seit 1998 benutzen die treuen Fans hauptsächlich die Kurzversion.
Abschließend hat sich der Besuch in der Kastanienallee 103 sehr gelohnt. Am besten erreichst du „An einem Sonntag im August“ mit der U2 (Haltestelle Eberswalder Straße) oder den Trams 12, M1 oder M10.

Diese Woche bringt das warme Wetter uns noch einmal den August zurück.  Die perfekte Gelegenheit ein neues Café auszuprobieren.