Die Highlights der Oscar-Filmpreisverleihungen 2019

In Event-Highlights, Lifestyle by Alissa

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Auch dieses Jahr waren die Oscar-Preisverleihungen wieder ein großes Spektakel, bei dem berühmte Schauspieler und Filmemacher in Los Angeles zusammenkamen. Wenn du nicht einer der deutschen Fanatiker warst, die bis 5 Uhr morgens wach geblieben sind, um sich das Event im Fernseher anuzsehen, haben wir hier eine kleine Zusammenfassung der Oscar Gewinner für dich.

Bester Film:

„The Green Book“ stößt als Gewinner der Kategorie „Bester Film“ auf Kritik. Er handelt von dem Türsteher Tony Lip, der beauftragt wird, den afroamerikanischen Pianisten Don Shirley als Chauffeur auf seiner Tour durch die Südstaaten zu begleiten. Aufgrund der Zeit, in der sich diese Geschichte nach wahren Begebenheiten zutrug (1962), stießen die beiden auf ihrer Reise auf schockierend rassistisches Verhalten und entwickelten dabei eine Freundschaft, die sich über die Hautfarbe und Klasse hinwegsetzte. Der wahre Bruder des bereits verstorbenen Pianisten behauptet nun, die Geschichte des Films basiere auf der völlig falschen Annahme, die Shirley und der Chauffeur wären befreundet gewesen. Zudem sei der Film „The Green Book“ vollgepackt mit Klischees und das in einer Zeit, in der die US-amerikanischen Filmbranche eigentlich schon weiter mit der Darstellung verschiedener Ethnien war.

Bester Nebendarsteller:

Auch in anderen Kategorien staubte „The Green Book“ ab. Für seine Leistung als Don Shirley gewann Mahershala Ali den Oscar als bester Nebendarsteller. Es ist bereits der zweite Oscar, den der Schauspieler mit nach Hause nimmt. 2017 gewann er ebenfalls einen Oscar als bester Nebendarsteller in dem Film „Moonlight“. Seine Dankesrede widmete er vor allem Shirley, wessen Geschichte zu erzählen ihn als Schauspieler gefordert habe.

Beste Hauptdarstellerin:

Der Oscar als beste Hauptdarstellerin ging an Olivia Colman, die in dem Historienfilm „The Favourite“ als Queen Anne überzeugte. Dieser spielt im englischen Königshof des 18. Jahrhunderts. Die Schauspielerin war selber sehr überrascht von ihrem Gewinn, da sie gegen Ikonen, wie Lady Gaga und Clenn Close antrat, die sie bereits ihr Leben lang verehrt habe.

Bester Hauptdarsteller:

Wie einige Spekulationen es erahnen ließen, gewann Rami Malek für seine Rolle des Freddy Mercury in „Bohemian Rhapsody“ den Oscar als bester Hauptdarsteller. In seiner Dankesrede dankt er der legendären britischen Rockband Queen und zelebriert den Mann, der sein Leben lang er selbst war, ohne sich dafür zu entschuldigen und das Verlangen des Publikums, solche Geschichten sehen zu wollen.

Beste Regie:

Der mexikanische Film „Roma“ gewann in den 91. Oscar-Preisverleihungen gleich drei Oscars, darunter auch den für die beste Regie. Dieser basiert auf der Kindheit des Regisseurs Alfonso Cuarón selber. Er handelt von einer mexikanischen Familie und stellt ihr Kindermädchen Cleo in den Vordergrund der Geschichte. Cuarón sagt, sie habe es aus diversen Gründen besonders schwer: Sie ist arm, weiblich und Ureinwohnerin. Durch das überragende Zusammenspiel von Bild und Sound fühlt sich der Zuschauer als ein Teil der Familie und taucht vollkommen in das Geschehen und die Atmosphäre ein.

Unter den Oscar Gewinnern der 91. Preisverleihungen befinden sich sowohl große Schauspiel-Ikonen als auch überraschende Jurylieblinge. In jedem Fall lässt sich sagen, dass die Oscar-Verleihungen 2019 wieder ein riesiges Spektakel waren, das weltweit verfolgt wurde. Hast du zugeschaut?