persönliche karten

Die Vernetzung der Welt – und warum analoge Nachrichten schöner sind als digitale

In Lifestyle von Gastautor

Niemals war das Miteinander Kommunizieren in der Menschheitsgeschichte einfacher als heute. Und das über Kontinente und Weltmeere hinweg. Trotzdem scheint gerade in der heutigen Zeit jeder mehr und mehr für sich allein zu existieren. Warum das so ist und wie persönliche Karten dem entgegen wirken, erklären wir dir hier.

Das Zeitalter der Effizienz

Seitdem in Amerika im Jahr 1971 und in Deutschland 1984 die ersten ​E-Mails​ verschickt wurden, befindet sich auch die normale Bevölkerung im Zeitalter der digitalen Kommunikation. Und alleine in den letzten zehn Jahren haben wir die Schraube für schnelle Kontaktaufnahme noch einmal ein Stück weiter gedreht: Facebook, WhatsApp, Twitter und Instagram – alle diese Medien helfen uns dabei, mit vielen Leuten auf der ganzen Welt innerhalb kürzester Zeit in Kontakt zu treten. Und doch schläft der wirklich zwischenmenschliche Kontakt zwischen den einzelnen Menschen immer weiter ein. Wir sind vernetzt – aber allein.

An der langen Leitung

Natürlich ist es schön zu wissen, dass man zu jeder Zeit jeden Menschen überall auf der Welt erreichen kann. Noch vor 50 Jahren war eine Vernetzung, wie sie heute möglich ist, unvorstellbar. Die Menschen warteten mitunter Wochen auf einen Brief, eine Karte oder auch nur eine kleine Notiz von ​geliebten Menschen​. So lange Wartezeiten erscheinen uns heute wiederum ineffizient. Und ein Foto bei Instagram zu teilen oder per WhatsApp zu verschicken ist viel einfacher und schneller. Doch ​wie persönlich ist unser Kontakt heute eigentlich noch​? Wie stehen wir mit den Leuten, mit denen wir schnelle Nachrichten teilen, wirklich in Beziehung? Wie persönlich ist der Kontakt, den wir zu anderen Menschen haben, wirklich?

Liebe auf analog

Selbst zum ​Geburtstag​ bekommen unsere geliebten Menschen mittlerweile nicht mehr als eine Textnachricht von uns. Wann hast du denn zum letzten Mal eine richtige Geburtstagskarte verschickt? ​Dabei drückt eine Karte so viel mehr Gefühl aus​ als eine mal eben schnell abgetippte WhatsApp Message. Allein das Aussuchen, das Überlegen eines Textes und die Wahl des Umschlages zeigen so viel mehr Engagement im zwischenmenschlichen Bereich. Zudem macht Karten zu schreiben auch glücklich: Denn eine Karte zum Geburtstag, aus dem Urlaub oder zur Genesung gibt dir wirklich das Gefühl, dass du etwas Besonderes bist.

Und mal ehrlich: Wer will seinen Enkeln schon die WhatsApp Nachrichten vom Großvater zeigen. Da sind Karten doch viel romantischer. Und sie stehen für die Nähe zu geliebten Menschen. Auch wenn der WhatsApp Verlauf schon gelöscht ist – die Karte wird noch da sein. Schreib doch mal wieder eine Karte und zeige damit einer Person, wie gerne du sie*ihn hast.