Drake Scorpion bricht alle Rekorde

Drake bricht mit „Scorpion“ Beatles-Bestmarke

In Musik by Joseph

Bereits vor Veröffentlichung seines neuen Studioalbums Scorpion, konnte Drake einige Rekorde für sich verbuchen: Die Singles God’s Plan und Nice For What hielten sich wochenlang in den Charts und lösten sich gegenseitig auf der Nummer eins ab. Mittlerweile rangiert der Kanadier mit sieben Songs vom neuen Album in der Top10 der US-Charts. Damit bricht Drake den 54 Jahre alten Rekord der Beatles.

Drake bricht alle Rekorde

Was haben die Fans auf diese Scheibe gewartet. Live bloggten Menschen auf der ganzen Welt Track für Track über „Scorpion“. Wer erst alles hört und sich dann eine Meinung bildet, verliert in der schnelllebigen Social Media Welt eben wichtige Views und Clicks. Ebenso verärgert waren viele Spotify-User, die wutentbrannt ihre Abos kündigten, da sie drei Stunden länger auf die Platte warten mussten, als Apple Music-Abonnenten. Nun ist das fünfte Studioalbum des Kanadiers seit knapp zwei Wochen auf dem Markt und hat schon fast alle Rekorde der Musikindustrie gebrochen. Lediglich in einer Kategorie sind die Beatles noch an der Spitze: 34 Top-Ten-Platzierungen können die „Fab Four“ für sich verbuchen. Der 31-Jährige kommt hier nur auf 31 Top-Ten-Hits. Spitzenreiterin ist hier jedoch immer noch Madonna, die bisher 38 Top-Ten-Singles produzierte.

Hip Hop und R’n’B auf höchstem Niveau

Wie angekündigt ist die A-Seite der Scheibe eher Hip Hop lastig, während auf der B-Seite R’n’B Tracks überwiegen. Eher Bordsteinkante als Skyline, so der Konsens in der Musiklandschaft. Drake nimmt sich mit 25 Tracks, den Raum, der nötig ist um seine Gedanken(sprünge) auf Albumlänge auszubreiten. Musikalisch zwar top, inhaltlich fehlt dem Album jedoch die klare Linie. Auch der kürzlich eskalierte Beef mit Pusha T wird nur am Rande bearbeitet. Der hatte nämlich behauptet, dass Drake mit der ehemaligen Porno-Darstellerin Sophie Brussaux einen Sohn gezeugt hätte. Dies bestätigt der Kanadier in „Emotionless“, wenn auch etwas halbgar: „I wasn’t hiding my kid from the world / I was hiding the world from my kid„. Ein Highlight des Albums bleiben definitiv die bereits bekannte Single „God’s Plan“ und der neue Track „Don’t Matter To Me“ auf dem Michel Jackson aus dem Jenseits die Hook singt.

Es bleibt das Album des Sommers

Auch wenn das Album inhaltlich hinter „Views“ zurückbleibt, liefert Drake eine durchweg gute Platte ab. Fans kommen durch die opulente Länge definitiv auf ihre Kosten und auch Neurotikern dürfte die stilistische Trennung zwischen Rap und Soul auf A- und B-Seite gefallen. Es bleibt eine Scheibe, die man getrost den ganzen Tag durchlaufen lassen kann, vorausgesetzt man lässt sich von den immer wiederkehrenden Themen nicht langweilen. Wir sind uns sicher, dass wir diesen Sommer so einiges von „Drizzys“ neuer Platte hören werden.

Drake – God’s Plan

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