Bonfyah

In Musik von Alex

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Hallo Bonfyahs! Schön, dass ihr euch die Zeit nehmen konntet ein paar Fragen für die Leser von Kultmucke.de zu beantworten. Für euch neigt sich ja nun auch ein sehr ereignisreiches Jahr langsam dem Ende zu, obwohl noch das eine oder andere Highlight auf euch wartet. Allem voran euer Auftritt in der weißen Rose am 13. November.

Bonfyah Pressefoto (Quelle: www.wallcitymusic.com)

Hallo, vielen Dank, dass wir die Möglichkeit haben die Fragen zu beantworten. Das Jahr war für uns alle wirklich wunderbar, wir haben viele schöne Konzerte gespielt, waren sogar im Ausland unterwegs und da ist die Weiße Rose auf jeden Fall ein würdiger Abschluss.

Was hat sich denn für euch nach dem Gewinn des „So klingt Berlin“-Festivals verändert?

So Klingt Berlin war auf jeden Fall durch die Preise eine große Veränderung für uns. Durch die gewonnene CD-Pressung war es möglich unser Album in einer so großen Auflage zu pressen. Außerdem war der Contest mit einer Menge Publictiy für uns verbunden, es wurden mehr Leute auf uns aufmerksam und es gab erste Auftritte in diversen lokalen Medien.
Auch das Konzert an sich war eine gute Erfahrung für uns, da wir damals zum ersten Mal in einer so großen Location gespielt haben und den Abend mit vielen lieben Menschen verbringen durften.


Wenn man die Aktivitäten von Bonfyah im Netz verfolgt, so fällt auf, dass ihr Twitter, Facebook und Myspace schon ausgiebig nutzt, wobei euer Fokus klar auf Facebook zu liegen scheint. Gibt es dafür Gründe?

Ja, das stimmt auf jeden Fall. Wir finden, dass Facebook für die Leute, die uns verfolgen wollen, interaktiver und benutzerfreundlicher ist.
Bei Myspace funktioniert das alles nicht so recht. Unseren Myspace benutzen wir eher als „offiziele“ Web-Präsenz auf der man sich Musik von uns anhören und sich ein Bild von uns machen kann.

Natürlich sind wir von Kultmucke.de immer maximal auf Interviews vorbereitet. So konnte auch eure offizielle Presseinformation nicht an uns vorbeigehen. Die soulige Stimme von Sängerin Lotte wird darin mit Alica Keys verglichen. Nun fällt dem geneigten Zuhörer sicher auf, dass ihr sicher nicht vor habt eine Alicia Keys-Coverband zu werden, sondern eure Einflüsse wahrscheinlich vielfältiger sind?

Das stimmt auf jeden Fall. Wir kommen alle aus sehr unterschiedlichen Musikrichtungen. Da gibt es Leute, die ursprünglich mehr im Jazz verankert sind, andere aus dem Rockbereich. Dadurch kommt es unserem eigenen Bonfyah-Klang, der Elemente von allen Musikern beinhaltet. Der größte gemeinsame Nenner ist dabei zwar immer Reggae gewesen, aber wer uns kennt weiß, dass wir nicht die typische Reggaeband sind.

Beim letzten Auftritt in der Linse war euer neuer Saxophonist zu bewundern. Hat er sich bereits gut einleben können?

Ja auf jeden Fall, am besten sagt er selber was dazu.
Jens: „Es ist zwar noch keine lange Zeit, die ich jetzt dabei bin, aber ich fühle mich sehr wohl und konnte mich schnell einleben, da musikalisch auch alles bei uns gepasst hat.“

Nun würde man sicher die Band Bonfyah noch nicht zu den alten Hasen zählen, sondern eher zu den aufsteigenden Sternchen dieses Jahres. Ihr als Menschen seid jedoch sicher schon länger in der berliner Reggae/Dancehall-Szene unterwegs. Habt ihr in den letzten Jahren Veränderungen gespürt? Wirken die sich womöglich auch auf junge Bands aus?

Man merkt, dass die Szene leider immer kleiner wird in Berlin, da wenig „Nachwuchs“ kommt. Dies liegt einfach daran, dass die Electroszene in Berlin boomt und dementsprechend das Zielpublikum sich eher in diesen Bereichen aufhält.

Für junge Bands oder einzelne Musiker heißt es dann wahrscheinlich, dass es für sie immer schwerer wird Mitmusiker zu finden und dadurch ihre Projekte und Visionen nicht verwirklichen können.

Der Jens von Wallcity hat sich euch ja bereits angenommen. Welchen Nutzen habt ihr davon und wie seht ihr die weitere Zusammenarbeit?

Durch Wallcitymusic war es uns überhaupt möglich unser Album aufzunehmen die ganze Organisation und Finanzierung kam von Jens, der quasi die Aufgabe eines Plattenlabels erfüllte.
Außerdem werden wir durch Booking, Promotion und vielem anderen unterstützt und wollen dies auf keinen Fall mehr missen.

Die weitere Zusammenarbeit wird hoffentlich genauso bleiben. Wir werden jetzt noch mit unserem Album möglichst viele Konzerte spielen und dann hoffentlich Ende nächsten Jahres wieder neues Material aufnehmen.


Abschließend interessiert uns von Kultmucke.de natürlich noch: Was ist für euch Kult? und was war euer kultigster Moment auf der Bühne?

Für eine Defintion von Kult gibt es bei uns zu viele verschiedene Meinungen in der Band.
Beim kultigsten Moment waren wir aber alle der selben Meinung.
Bei unserer Record-Release-Party im Januar im Festsaal Kreuzberg flog während eines Songs die Sicherung von der gesamten Lichtanlage raus. Genau in dem Song war auch ein Featureact dabei, der dann komplett im Dunklen mit uns gespielt hat und die Leute somit keine Ahnung hatten was da eigentlich passiert.
Als das Licht dann aber wieder anging kam der wahrscheinlich schönste Moment, den wir bis jetzt zusammen auf der Bühne erlebt haben. Die Freude der Leute, die begeisterten Gesichter, einfach ein unglaublicher Moment.


Vielen Dank und weiterhin soviel Erfolg und Spaß beim Musizieren! Keep di fyah burning!