Karl Lagerfeld, einer der berühmtesten Modemacher der Welt ist tot

In Lifestyle von Clemence

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Neben seiner eigenen, gleichnamigen Marke, die er 1984 gründete, hat Karl Lagerfeld 40 Jahre lang bei Fendi und Chanel gearbeitet. Er starb in der Nacht vom 18. Februar zum 19. Februar im Alter von 85 Jahren. 

Ein richtiger Modemacher

Sein Geburtsdatum hatte er nie bekannt gegeben aber er sei 1933 in Hamburg geboren, wohnte seit den 50er Jahren in Frankreich und arbeitete seit 1983 bei Chanel. Eine Chanel-Modenschau hatte er nie verpasst, außer die letzte im Januar. Er sei schon sehr müde gewesen. Der stets durchgestylte Karl Lagerfeld war nicht nur wegen seines traditionellen Outfits (Anzug, Fliege, Sonnenbrille und das alles natürlich in schwarz) bekannt, sondern auch dafür, kein Blatt vor dem Mund zu nehmen. Nicht nur gegen Jogginghose und rosa Klamotten kämpfte er.

Mit bekannten Sprüchen

Unter seinen bekannten Sprüchen hatte er 2013 gesagt: „Ob ich weiß, wie viel Geld ich auf meinem Bankkonto habe? Das ist aber eine Frage für arme Leute!“ Dies hinderte ihn in den letzten Monaten aber nicht daran, Verständnis für die Gelbwesten zu zeigen: „Wenn du weißt, wie viel ihnen am Ende des Monats übrig bleibt, verstehst du. Schrecklich, ne? Sie wollen nur ein bisschen mehr Geld und billigeres Benzin.“ Er verstand zwar die Bewegung aber unterstützte sie nicht: „Ich mag diese Periode aber nicht diese gelbe Jacken auf der Straße.“ Karl Lagerfeld hatte nämlich schon 2008 für die Gelbweste geworben, als unter Präsident Nicolas Sarkozy der Besitz von Warnwesten Pflicht geworden war. Das Kommunikationsmagazin CB News hatte allerdings 2009 enthüllt, dass Lagerfeld diese Gelbjacke nie getragen hat. Er hatte nur zugelassen, dass sein Bild für diese Kampagne auf Photoshop bearbeitet wurde.

Und manchmal Kontroversen

Karl Lagerfeld hatte sich in den letzten Jahren auch kontrovers zu der Flüchtlingspolitik von Merkel geäußert: „Wir können nicht, selbst wenn Jahrzehnte zwischen den beiden Ereignissen liegen, Millionen Juden töten und Millionen ihrer schlimmsten Feinde ins Land holen.“ So hatte Merkel seiner Meinung nach ungewollt die AFD in Bundestag gelassen. Er hat sogar gedroht, die deutsche Bürgerschaft aufzugeben, um nicht mehr zu diesem „neonazistischen Club“ zu gehören. Später hatte er sich über die Me too Bewegung geärgert: „Ich habe es satt. Was mich am meisten schockiert, ist, dass diese Starlets 20 Jahre gebraucht haben, um sich an das Geschehene zu erinnern. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass es keine Zeugen der Anklage gibt.“ Nicht nur über Geldfragen und politische Themen äußerte er sich. Der Hamburger, der sich mehr hanseatisch als Deutscher oder Franzose fühlte, war sehr oft widersprüchlich. Einmal hatte er gesagt: „Ich will keine Beerdigung, lieber sterben.“

Er wird nun bei Chanel von Virginie Viard beigesetzt, mit der er schon seit 1987 zusammenarbeitete.