Special: Kultmucke Podcast #1 – MONTAGSMOLL von und mit Lost in Deep

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Es gibt Momente im Leben, in denen du auf einen Menschen triffst und, obwohl du ihn vielleicht noch nie gesehen hast, sofort von diesem unbeschreiblichen Gefühl von Größe, Nähe und Vertrautem umschlossen wirst. Kennst du das? Es ist wie eine warme Umarmung. Durch sie entsteht so ein magischer Moment, den du selbst nicht erklären kannst aber deutlich fühlst, dass diese Begegnung etwas Besonderes ist.

„[…] I still believe in many things that got me to the truth. […] Let me tell you about the way I see the world in which I live in, I believe in. […]“*

Es ist als würdest du ein Gespräch mit einem plötzlichen, überraschenden, tiefen Kuss unterbrechen. Geküsst vom Schicksal. Eine sonderbare Begegnung. Eine (vielleicht) zufällige Begegnung zweier bestimmter Seelen. Einzigartig. Verwirrend.Für einen Moment hebt es dich aus dem Anker, deinem so fest gesetzten Anker. Eine Begegnung, die deine Ordnung ordentlich aufmischt. Du fühlst dich irgendwie frei, beschwingt und verlierst dich in diesem Moment. Fällst. Sinkst ein und lässt es zu, dass du dich verlierst. Verlierst dich so sehr, dass dein Herz beginnt zu singen, deine Seele tanzt. Losgelöst. Scheinbar wie ferngesteuert. Fremd bestimmt? Hilflos?

„Hopes and feels take too much time. I must realize this part of me insight. This’s silly game with a hopeless end. While the other part just can’t restrain it’s been too long. It’s just getting close to something real that change my state of being. Lost insight almost every night to dive in dreams was the only way…“*

Dieser magische Moment kann eine unheimliche Kraft entwickeln. Eine Kraft, die es schafft, deine Gedanken nicht nur fliegen zu lassen, sondern diese gar in ein furchtbares Chaos zu stürzen droht. So entsteht ein Gefühl der Zerrissenheit. Ein Gefühl, das du vielleicht nicht kennst und du doch ganz genau spürst und weißt. Du weißt es. Nur du. Und obwohl du nichts Verbotenes tust, fühlst du dich ertappt. Ertappt in deinen Gedanken, in dem was du fühlst, was du spürst. Ertappt, weil es sich so anders anfühlt. So speziell, so unerklärlich. Du selbst kannst keine Worte finden und willst es vielleicht auch nicht. Denn es ist verrückt. Kaum greifbar. Eventuell darf es auch nicht sein. Darfst du es nicht zu lassen. Dürfen im Sinne von wollen. Wille. Du willst es nicht zu lassen. Willst nicht zu lassen, was du spürst. Willst nicht hören, was dir ein Herz sagt. Willst nicht spüren, was deine Seele zum Brennen bringt. Lieber erträgst du das Feuer in dir. Behältst deine Gedanken für dich und sprichst es nicht aus. Vielleicht, weil du nicht sicher bist. Vielleicht aber auch gerade, weil du sicher bist. Aus Selbstschutz oder zum Wohle deines Seelenheils, um des Friedens willen? Dabei sind es die Momente im Leben, die nur dir gehören. Momente, in denen du dich selbst spürst. Nackt. Wahr. Dein Leben. Dein Moment. Dein Gefühl.

„Times of my life.“*

Momente, die wohl jeder kennt und ein Jeder versteht. Doch nicht jeder versteht sie gleich. Und dennoch möchte ich behaupten: Jeder kennt sie. Jeder erlebt sie. Jeder spürt sie. Für sich. Anders. Momente, in denen du dir traust zu spüren, was du sonst vielleicht nur insgeheim wünschst. Ein tiefes Verlangen nach Innigkeit, Liebe, purer Lust. So tief, dass du es kaum aushalten kannst. Momente, in denen du vor Freude, ja beinahe ekstatischer Euphorie und Energie platzt! Und dann, im nächsten Moment: Ruhe. Schweigen. Sorge, Angst, Wehmut und Kummer strecken ihre Fühler aus. So weit, dass du es kaum ertragen kannst. Momente, aus denen so viel Wunderbares aber auch Schmerzhaftes erwachsen kann. Du selbst hast es in der Hand, die Magie dieser Momente zu bewahren, zu formen und zu lenken. Die Richtung deiner Gedanken wählst du selbst. Nur du. Niemand anders.

Wie ihr sicherlich merkt, bin ich beim Schreiben mal wieder im tiefen Montagsmoll versunken – etwas dunkel, zurückgezogen, verträumt, gedankenverloren. Verliere mich doch zu gerne selbst in meinen Gedanken, in den Tiefen meines Herzens und tauche ein in den tiefen Ozean der Melodien, in die Welt der Musik. Anlass für mein heutiges Montagsmoll ist der aktuelle Podcast von Lost in Deep für Kultmucke. Dieses Set ist einfach nur der Wahnsinn. Ein Mix bespickt mit absoluten Waffen, die tiefer & herzergreifender nicht sein können. Unglaublich schön, inspirierend und geheimnisvoll – wie ich finde.

LID

Die beiden Jungs, Männer müsste ich sagen, namens Martin Borth & René Sielaff sind – aufmerksamen Beobachtern sollte es nicht entgangen sein – zwei wesentliche Konstanten in meinem Leben geworden. Sie sind nicht nur die Musiker meines Herzens, sondern auch, genau aus einem solchen eben beschriebenen Moment erwachsene, Freunde geworden. Herzensgute Menschen, Seelenverwandte, die ich nicht mehr missen möchte und die nicht nur mein Herz & meine Seele jedes Mal aufs Neue mit ihrer Musik bespielen. Das Duo – mit Heimatherz in Leipzig – ist seit 2008 gemeinsam musikalisch unterwegs und gehört zur null4277 Crew, die sich selbst organisiert und jede Menge großartiger Events & Partys auf die Beine stellt.

Mit ihrer Musik entlocken sie regelmäßig ihrem Publikum und Hörern ein Lächeln, lassen die Herzen fliegen und versetzen selbst müde Beine mit ihren Beats in tanzende Schwingungen. Ein jedes ihrer Sets spiegelt für mich eine Reise in die Tiefen ihrer musikalischen Herzen wieder und ist dabei so einzigartig, unfassbar tief und treffend. Sie haben ein unglaubliches Gespür – ob bewusst selektiert oder auch nur intuitiv gefunden – für wunderbare Tracks voller Seele, mit zumeist ergreifenden Lyrics und getragen von Vocals, die einem die Gänsehautschauer nur so über Rücken jagen. Ihre Musik ist so tief, dass es mich jedes Mal durchzuckt, wenn ich auf Play drücke.

Ich bin so stolz und froh, dass ich die beiden für den Start in unsere gemeinsame Musikstunde auf Kultmucke.de gewinnen konnte, und hoffe sehr, dass auch ihr mit ihnen einen besonderen Moment erleben werdet!

Musik an. Welt aus! ♥

Enjoy & Support!

Tracklist – Kultmucke Podcast #1: Montagsmoll by Lost in Deep

  1. Crazy P – Heartbreaker (Original Mix)
  2. Vario – Falling in Love (Original Mix)
  3. Rob Made – The way I see feat. Pete Simpson (Daniel Steinberg & Nils Ohrmann Remix)
  4. Lessovsky – Cherish any Time (Monitor 66 Remix)
  5. Lovebirds & Novika – This Time (Gorge Remix)
  6. Santé – Think of you (Original Mix)
  7. Bunte Bummler – of Moons & (Original Mix)
  8. Kevin Over – Soul X (Original Mix)
  9. Tube & Berger – Come Together (Milan Euringer Remix)
  10. Frank Ocean – Pink Matter (Manik Skeleton Rework)
  11. Marc DePulse – Montag Moll (Boe’s Little Cure Edit)
  12. Noir feat. Alexander Perls – Times of my Life (Noir & Habischman Remix)
  13. Hart Havens – Love to Love (Original Mix)
  14. Girl – Lips (Mario Basanov Vocal Remake)

cover artwork © by Fräulein Frutkoff
*frei nach den Lyrics der gehörten Tracks © by artist of track; please support each of them by buying their great music