Kultverdächtig: FIL BO RIVA

In Musik by Joseph

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Für FIL BO RIVA war 2017 ein ereignisreiches Jahr: Nach der Veröffentlichung seiner ersten EP „If You’re Right, It’s Alright“ folgten zwei ausverkaufte Tourneen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Zum Glück ist der 24 jährige Musiker Ortswechsel gewohnt. Geboren und aufgewachsen ist Fil in Rom, seine Schulzeit absolvierte er allerdings in Dublin. Nach seinem Abschluss zog das junge Talent dann nach Berlin, wo er bis heute lebt. Dort angekommen zog es ihn an die Uni, nur um wenig später zu bemerken, dass er viel lieber Musik machen würden. Also verdiente er sein Geld als Straßenmusiker und lernte so den Gitarrist Felix A. Remm und den Producer Robert Stephenson kennen, die den Musiker kurzerhand unter ihre Fittiche nahmen. 2015 spielte Fil dann als Voract für AnnenMayKantereit – und veröffentlichte kurz darauf seine erste EP „If You’re Right, It’s Alright“.

Markenzeichen Reibeisenstimme

Klar, dass sein Sound mit dem von AnnenMayKantereit harmoniert, denn sowohl Henning May, als auch Fil Bo Riva verfügen über eine wunderbar melancholische Reibeisenstimme. Seine Musik ist wohl als Singer/Songwriterpop zu kategorisieren, auch wenn manche Lieder mit Folk- und Soulelementen daher kommen. Momentan arbeitet der junge Italiener an seinem ersten Studioalbum, dass in Zusammenarbeit mit Produzent Robert Stephenson entsteht. Auch bei seinen Konzerten gab es personelle Änderungen: Was als Soloprojekt begann, wurde schnell zu einem Duo mit Gitarrist Felix A. Remm. Doch auch diese Konstellation wurde schnell erweitert. Mittlerweile ist der Römer mit vierköpfiger Band on Tour. Auch gerade ist Fil wieder auf Achse: Nachdem einige Termine aus krankheitsbedingt ausfallen mussten, werden diese nun im Juli nachgeholt.

Leben zwischen Tourbus und Studio

Es war also ein Jahr voller kontrastreicher Erfahrungen und unterschiedlicher Prioritäten: Auf der einen Seite das temporeiche Leben auf Tour, mit all seinen Eindrücken, neuen Städten, Gesichtern, Fans und Musikern. Das erste Mal Autogramme geben und zum ersten Mal realisieren, dass hunderte Fans die eigenen Songs bei Festivalauftritten mitsingen. Auf der anderen Seite die völlige Isolation von der Welt, allein im Studio, mit totalem Fokus auf die Albumaufnahmen. Tief in sich gehend, alles um sich herum vergessend und einzig mit sich und der Musik sein. Nichts anderes zählt.

Hier gibt’s schonmal einen kleinen Vorgeschmack auf das neue Album mit der Single „Blind Maker“:

Bildnachweis: Landstreicher Booking: © Juliane Spaete