Kultverdächtig II: Die Tracks (Part 2)

In Musik by Martin

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Wann ist ein Künstler kultverdächtig? Muss er genauso viele Tonträger wie Elvis, Madonna oder Michael Jackson verkauft haben, um sich mit jenem Titel schmücken zu dürfen? Unsere Rubrik „Kultverdächtig“ versucht dies im Einzelfall zu klären – und zwar nicht nur, indem Biografien durchleuchtet, Fragen gestellt und Diskografien analysiert werden, nein, die Artikelreihe fordert ihre Schützlinge auch immer wieder gern heraus.

Neben der wirklich eindrucksvollen Coverplaylist, die als Resultat dessen auf unserem Soundcloud-Profil zu finden ist, dokumentieren auch die Compilations „Kultverdächtig I“ und „Kultverdächtig II“ das Talent der gefeaturten Musiker.
Am Mittwoch stellten wir euch bereits die ersten sieben auf „Kultverdächtig II“ befindlichen Tracks vor. Nun folgen sieben weitere Songs, die zeigen, warum es sich bei diesem Sampler um einen wahren Hörgenuss handelt.

 

08. Brothers of End – This Train

Während Bengt Lagerberg und Lars-Olof Johansson Ståle als Mitglieder des schwedischen Exportschlagers The Cardigans internationale Erfolge feiern, sammelt ihr langjähriger Schulfreund Mattias Areskog seine musikalischen Erfahrungen an der Seite von Acts wie Anna Ternheim oder Friska Viljor. Irgendwann vereinigt sich das Trio dann unter einem gemeinsamen Banner – Brothers of End steht auf diesem geschrieben. Und als eben diese Brothers of End veröffentlichen die drei Herren seitdem so einzigartige Stücke wie „This Train“, das exklusiv auf „Kultverdächtig II“ zu finden ist.

 

09. Peter Piek – No One Could Have Hoped for a Better End (Demo)

Seine Gedanken, seine Attitüde, sein Werk – alles an Peter Piek ist irgendwie speziell und genau dafür kann man den Leipziger eigentlich nur wertschätzen. Anstatt sich in irgendwelche mentale Schubladen stecken zu lassen, erforscht Peter Piek gut gelaunt das große bunte Klanguniversum und stößt dabei immer wieder auf neue Songideen. „No One Could Have Hoped for a Better End (Demo)“ dient als erster Vorgeschmack auf den nächsten Coup des sächsischen Ausnahmetalents.

 

10. Fangirls – Gem

Als Überbleibsel des Mainzer Trios Odile & Odyssey tingeln Sängerin Monya und ihr vielseitig begabter Wegbegleiter Sebastian neuerdings unter dem Pseudonym Fangirls durch die Weiten des Lo-Fi-Sounds. Ihr markantes Verständnis auditiver Rastlosigkeit schlägt sich dabei mit herber und doch auch unheimlich verführerischer Gewalt in Tracks wie dem opulenten „Gem“ wieder. Fangirls etablieren den Art Wave als Fusionsgenre, und zwar erstmalig auf unserer Compilation „Kultverdächtig II“.

 

11. Mekka – Eyler

Zwischen Bodenhaftung und Traumwirklichkeit, Alltagsspannungen und Realitätsflucht hat es sich die Berliner Band Mekka bequem gemacht. Obwohl ihr aktuelles Zuhause immer wieder durch Schnelllebigkeit und Anonymität besticht, bieten Mekka mit ihren Songs einen sanft schimmernden Gegenpol zu all dem flirrenden Chaos. Wozu braucht der Mensch bewusstseinserweiternde Drogen, wenn er stattdessen mit Tracks wie „Eyler“ zu einer meditativen Reise aufbrechen kann?

 

12. Jim Hickey & Phia – Clearly

Für „Kultverdächtig II“ haben sich das DIY-Wundermädchen Phia und der Soundfanatiker Jim Hickey zusammengetan, um ein psychedelisches Klangfeuerwerk namens „Clearly“ zu entzünden. Ihre Kollaboration ist eins von zwei exklusiven Featurings auf der neusten Compilation von Kultmucke. Jim Hickeys arrhythmische Drumbeats hüllen dabei Phias Gesänge und das für sie typische Kalimbaspiel in einen undurchsichtigen Schleier, der sich erst gegen Ende von „Clearly“ zu lüften zu vermag und ein süßes Geheimnis preisgibt.

 

13. Kitty Solaris – The Summer Ends

Ein jeder Sommer muss irgendwann enden, um Platz für Herbst und Winter zu machen. Zu dieser Erkenntnis gelangte auch die Berliner Songwriterin Kitty Solaris, als sie ihr gefühlsbetontes „The Summer Ends“ zu Papier brachte. Metaphorisch, und in sanfte akustische Farben getaucht, schlägt das Stück die Brücke zwischen Gleichnis und Lebensweisheit. Kitty Solaris blickt auf eine bewegte Karriere zurück.

 

14. LUAI & Rufus Dipper

Bei „Last Waltz in the Dark“ trifft die finnische Songwriterin Saara Markkanen alias LUAI auf den hessischen Komponisten Michael Geldreich, das Gesicht hinter dem Projekt Rufus Dipper. Zusammen wandeln die beiden passionierten Musiker durch das tonale Morgengrauen, wo die Tochter des Lichts einen letzten Tanz mit dem Sohn des Mondes wagt. „Last Waltz in the Dark“ ist eins dieser Stücke, das sofort die Seele berührt. Wir bedanken uns bei LUAI und Rufus Dipper für dieses auditive Geschenk.