Kultverdächtig II: Die Tracks (Part 3)

In Musik by Martin

Ob im Supermarkt, der telefonischen Warteschleife des Mobilfunkanbieters oder selbst in der Ubahn – Musik ist in unserem modernen Leben omnipräsent. Doch können wir uns selten aussuchen, welche Klänge unsere Ohren erreichen sollen und welche nicht, es sei denn, wir suchen sie ganz bewusst aus. “Kultverdächtig” möchte dabei helfen und gleichzeitig neue akustische Impulse setzen.

Wer den ewigen Radiomainstream satthat, sollte sich ein paar gut abgedichtete Kopfhörer aufsetzen und mit “Kultverdächtig II” dem Hier und Jetzt entfliehen. Nachdem es am Mittwoch und Freitag bereits die ersten 14 Hörproben zu unserer Compilation gab, enthüllen wir heute die letzten sechs Stücke und schenken euch zudem den Bonustrack “The L & N Don’t Stop Here Anymore” von Early Autumn Break.
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15. Duke & Sara – Golden Future

Welche Kraft ein paar gut platzierten Gitarrenriffs innewohnen kann, wissen Duke & Sara bestens zu demonstrieren. Obwohl es bisher noch kein Album, geschweige denn eine EP, des Berliner Acoustic-Duos zu erstehen gibt, sind Duke & Sara immer wieder gern gesehene Gäste auf den Bühnen Deutschlands. Und zwar vor allem dank ihres internationalen Sounds und ihrem Talent für ausgereifte Texte. Simplicity is all we need in times of complexity – das ist die erklärte Maxime des Gespanns, die auch den Track „Golden Future“ wie ein roter Faden durchzieht.

 

16. Yalta Club – Evil in the Eye

Das vor Energie und Lebenslust nur so sprudelnde Sextett Yalta Club gehört zu Kultmucke wie die Marmelade auf dem morgendlichen Croissant. Apropos… die deutsch-französische Band hat es in den letzten Monaten geschafft, ganz Europa mit ihren fulminanten Liveshows in den Bann zu ziehen. Oft begleitete Yalta Club dabei auch das schwungvolle „Evil in the Eye“, welches die Kapelle nun exklusiv für „Kultverdächtig II“ zur Verfügung stellt.

 

17. Alex Highton – Leonard

Die Welt bräuchte mehr Alex Hightons – vergessen wären Hektik, Aggression und Kummer. Der genügsame und allseits entspannte Brite hat vor Jahren den Trubel Londons hinter sich gelassen, um in der anschaulichen Grafschaft Cambridgeshire sein Glück zu finden. Wie gut Alex Highton das gelungen ist, zeigen Songs wie das auf „Kultverdächtig II“ befindliche „Leonard“.

 

18. Nicolas Huart – Let Go

Liebe Annie,
da gibt es diesen in Berlin gestrandeten kanadischen Musiker Nicolas Huart, von dem wir dir erzählen möchten. Wir sind ganz gefesselt von den sanften und doch gleichzeitig energischen Melodien des bärtigen Songwriters. Jetzt hat er für die Compilation „Kultverdächtig II“ einen Track namens „Let Go“ aufgenommen, der wirklich atemberaubend schön ist! Meinst du nicht auch, dass Nicolas Huart mehr Gehör verschafft werden sollte?

 

19. Reba Hasko – The Message (Ladylit Mix)

Irgendwo in den Häuserschluchten Brooklyns tanzt die Großstadtschamanin Reba Hasko im Lichtermeer – anmutig und geheimnisvoll. Seit der Geburtsstunde von Kultmuckes „Kultverdächtig“ schwebt die hübsche Ausnahmekünstlerin ikonenartig über der gleichnamigen Artikelreihe. Ihre Kollegen zeigen sich begeistert von der Intensität, mit der Reba Hasko ihren Arbeiten Leben einzuhauchen vermag, und auch ihr diesjähriger Beitrag auf „Kultverdächtig II“ sorgt umgehend für sanfte Gänsehautwellen. „The Message (Ladylit Mix)“ ist ein akustischer Tagtraum erster Güte.

 

20. Ocoeur – Lorsque

Ein jedes Album braucht Anfang und Ende. Wie schon bei „Kultverdächtig I“ lag es uns auch dieses Mal am Herzen, den ersten und letzten Streich unserer Compilation in die Hände eines einzigen Künstlers zu geben. Aufgrund seiner Vielschichtigkeit und der Tatsache, dass er klangtechnisch ein wahrer Perfektionist ist, entschieden wir uns, Ocoeur mit eben dieser Aufgabe zu betrauen. Wo „Yho“ noch recht akzentuiert daherkommt, setzt sein Gegenstück „Lorsque“ auf eine elektrifizierte Opulenz.

 

Bonustrack: Early Autumn Break – The L & N Don’t Stop Here Anymore

Es ist eine liebevolle Hommage, die die Düsseldorfer Folkband Early Autumn Break mit ihrer Version des Jean Ritchie Klassikers „The L & N Don’t Stop Here Anymore“ aufgenommen hat. Zahlreiche Countrymusiker, darunter auch der legendäre Johnny Cash, haben sich bereits an dem Stück versucht – nun zeigen Early Autumn Break einmal mehr, wie eingängig diese Komposition ist. Wer sich von dem Ohrwurmpotenzial des Titels überzeugen will, kann diesen hier als kleine Kostprobe kostenlos herunterladen.