Stets im Takt: Metronomy live

In Berlin by Martin

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Man nehme eine beliebte Berliner Konzertstätte, ein gut gelauntes Publikum, eine große Discokugel und einen der gefragtesten britischen Exportschlager – fertig ist ein ganz besonderer Konzertabend. Am Donnerstag, den 10.12.2014, gaben sich Metronomy die Ehre und bespielten die am Flughafen Tempelhof gelegene Columbiahalle.

Es hat schon beinahe etwas Nostalgisches, als Joseph Mount, Oscar Cash, Anna Prior, Olugbenga Adelekan und Michael Lovett die Bühne der ehemaligen Sporthalle am Tempelhofer Flughafen betreten. In schicke weiße Anzüge gehüllt und umgeben von einem aufwendig gestalteten Bühnenbild wirkt das Quintett dabei wie eine dieser adretten Fernsehbands aus den 60ern. Nahezu perfekt übertragen Metronomy die tonale Ästhetik ihres letzten Albums „Love Letters“ in die Livesituation und bieten dem Publikum gleichsam eine echte Show – mit viel Esprit und noch mehr Charme. Neben Hits wie „A Thing For Me“, „The Bay“, „The Look“ oder „Love Letters“ fungieren vor allem weniger bekannte Stücke wie „Never Wanted“, das ekstatische „You Could Easily Have Me“ oder Metronomys ganz eigener Version des Beatles-Klassikers „Here Comes The Sun“ als Stimmungsmacher. Kaum ein Konzertbesucher verlässt die Columbiahalle nach dem rund 90-minütigen Auftritt ohne ein breites Lächeln auf den Lippen.

Fotos © by Christine Burkart