Rise Against veröffentlichen Akustik-Album

In Musik by Joseph

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Ukulele, Geige und Bratsche sind Instrumente, die man üblicherweise nicht auf einer Rise Against-Scheibe erwartet. Mit The Ghost Note Symphonies Vol. 1 erscheint heute jedoch ein Album, auf dem genau das zu hören ist. 

Wenn Punkrocker Verstärker und verzerrte Gitarren gegen Akustik-Instrumente tauschen ist das meist interessant, manchmal sogar eine angenehme Überraschung. Das bedeutet nicht, dass die Songs besonders technisch versiert sind, für den ein oder anderen Gänsehautmoment sorgt die Platte dennoch, gerade wenn man die Originale kennt. Fest steht definitv, dass Rise Against-Frontmann Tim McIllrath ein gutes Händchen dafür hat, Klassiker neu zu interpretieren.

Erste Akustik-Platte in 17 Jahren Bandgeschichte

Mit The Ghost Note Symphonies veröffentlicht die Band, bestehend aus Frontmann Tim McIllrath, Bassist Joe Principe, Schlagzeuger Brandon Barnes und Leadgitarrist Zach Blair, das erst Akustikalbum in 17 Jahren Bandgeschichte. Der Zusatz Vol. 1 legt jedoch nahe, dass es nicht dabei bleiben wird. Ebenso lassen auch die zehn Songs, die es auf die Scheibe geschafft haben, vermuten, dass noch weitere Alben folgen werden. Ausgesucht wurden nämlich nicht zwangsläufig die typischsten Songs der Punkrocker aus Chicago. Kein „Prayer Of Refugee“, kein „Ready To Fall“ oder „Give It All“, dafür aber Klassiker wie „Like The Angel“ oder „The Violence“ von ihrem letzten klassischen Album „Wolves“.

Minimalismus und Experimente

Mit einem Akustikalbum wagt sich das Punkquartett in unbekannte Gefilde vor. Auf Drums wird komplett verzichtet, dafür kommen aber Instrumente zum Einsatz, die man von „Rise Against“ als letztes erwartet hätte. Zu hören sind beispielsweise Piano („Voices Off Camera“), Streichinstrumente (Far From Perfect“) oder die Mandoline („Faint Resemblance“). Trotz aller Experimente sind es die Akustikgitarren und die markante Stimme von McIllrath die das Album auszeichnen. Gerade in den eher minimalistisch gehaltenen Songs wie „The Violence“ oder „Audience Of One“ kommt dies voll zur Geltung. Höhepunkt ist sicher „Far From Perfect“, der, sollte er in die Setlist der kommenden „Mourning in America“ Tour aufgenommen werden, für den ein oder anderen Gänsehautmoment sorgen wird.

Rise Against – House On Fire (Ghost Note Symphonies)

Bildnachweis: Header: @ Travis Shinn 2018