Tag des Deutschen Butterbrotes

Tag des Deutschen Butterbrotes – Eine Ode an unsere Brotkultur

In Foodcorner, Lifestyle by Trang

1999 wollte die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) das Bewusstsein für den Wert des Butterbrotes stärken sowie den Absatz von Brot und Butter steigern, um damit landwirtschaftliche Erzeugnisse aus deutscher Produktion zu fördern. Im Zuge dessen rief sie den Tag des Deutschen Butterbrotes aus, der seither jährlich am letzten Freitag im September stattfindet. Diese Woche ist es endlich wieder so weit. Wir wollen den Tag zelebrieren und unserer heiß geliebten Brotkultur ein Lob aussprechen.

UNESCO-Weltkulturerbe

Vollkornbrot, Roggenbrot, Dinkelbrot, und, und, und – in Deutschland wachsen wir mit einer unfassbaren Bandbreite an Brotsorten auf und wissen oft gar nicht, wie glücklich wir uns damit schätzen können. Nicht wenige, die für einen längeren Zeitraum beispielsweise nach Amerika oder Australien reisen, klagen über die fehlende Brotvielfalt in den fernen Ländern und können nach ihrem dortigen Aufenthalt kein Toastbrot mehr sehen. Zurecht wurde die deutsche Brotkultur daher im Jahr 2014 von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe ernannt.

Morgens, mittags, abends

Typisch Deutsch ist mit Sicherheit das traditionelle „Abendbrot“, regional auch als „Vesper“ oder „Brotzeit“ bekannt. Während in anderen Ländern auch am Abend warme Mahlzeiten auf dem Tisch landen, wenden wir deutschen eine Art Sandwich-Methode an: morgens kalt, mittags warm und abends wieder kalt. Zumindest war das früher so. Heute ist das Abendessen bei vielen in den Vordergrund des Familienlebens gerückt und dadurch auch reichhaltiger und aufwendiger geworden. Dennoch ist es sicherlich Teil der deutschen Kultur ab und zu, wenn die Zeit knapp ist, auf ein einfaches Abendbrot zurückzugreifen. 

Pur, simpel oder aufwendig belegt ein Genuss

Und wer möchte uns das verwerfen? Mit unserer vielfältigen Brotauswahl ließe sich sonst bestimmt nicht das ganze Sortiment der talentierten Bäcker*innen ausprobieren. Abgesehen davon, gibt es auch so viele Möglichkeiten, Brote zu belegen. Simpel und nie verkehrt ist da sicherlich das Butterbrot. Mit etwas Salz, Pfeffer und Schnittlauch oder Kresse ist es geschmacklich zwar sehr einfach aber raffiniert. In Kombination mit einem weiteren typisch deutschen Lebensmittel, der Wurst, verkörpert das belegte Brot förmlich die Esskultur des Landes. Doch die wichtigsten Regeln für ein leckeres Sandwich lauten wie folgt:

  1. Das Brot muss so gut schmecken, dass du es auch ohne Belag essen würdest
  2. Etwas Grün in Form von Salat, Gurke oder sonstiges Gemüse darf nicht fehlen
  3. Kein Sandwich ohne „Soße“, dabei kann die Soße Butter, Frischkäse, ein Aufstrich oder tatsächlich eine Soße sein
  4. Mehr ist mehr. Je mehr Beläge du in deinen zwei Brotscheiben unterbekommst, desto bessser das Geschmackserlebnis!