Unser Geheimtipp: Computerspielemuseum

In Berlin, Geheimtippby Alissa

Das 2011 eröffnete Computerspielemuseum ermöglicht den Besuchern nicht nur nostalgische Momente der Erinnerung, sondern auch einen Blick in die technische Zukunft. Ein Besuch in diesem außergewöhnlichen Museum gleicht einer Zeitreise durch die Videospielewelt.

Gegenwart

Insgesamt tummeln sich hier mehr als 300 Exponate. Von Tanz- und Bewegungsspielen über 3D-Spiele bis hin zu den Klassikern – hier ist von allem etwas dabei. Darunter befinden sich auch legendäre Computerspiele wie der Pong-Automat und Retro-Lieblinge wie Donkey Kong, Asteroid oder Space Invaders. Die Zeitreise beginnt in der Vergangenheit mit den ganz großen Klassikern und führt uns an Meilensteinen wie Pacman, Tamagotchi und Grand Theft Auto IV vorbei bis ins 21. Jahrhundert. Interaktive Kunstwerke, wie der Riesenjoystick, laden in der gesamten Ausstellung zum Erkunden und Mitmachen ein.

Vergangenheit

An Lara Croft und anderen lebensgroßen Figuren vorbei trifft man auf das allererste Computerspiel, das 1951 auf der Industrieausstellung in Berlin präsentiert wurde: der Nimrod. Damals war es mit 480 Vakuumröhren ein massiges Gerät. Es wurde nach dem Vorbild eines Rechenroboters entwickelt, den man bereits 1939 auf der Weltausstellung in New York besuchen und interaktiv gegen ihn antreten konnte. „I have seen the future“ stand auf dem Button, den jeder erhielt, nachdem er gegen den Roboter gespielt hat – eine Zukunft, die nun schon lange in der Vergangenheit liegt.

Zukunft

Es ist interessant zu sehen, wie sich die technischen Standards immer wieder verändern. Das unmöglich Erscheinende wird wenige Jahre später Realität und mutiert zu einem festen Bestandteil unseres Alltags. Das Museum ist perfekt, um diese Entwicklung an nur einem Tag zu beobachten – obwohl man bestimmt mehrere Male herkommen müsste, bevor man alles ausprobiert und entdeckt hat. Das Museum gewährt dazu einen tollen Einblick in die Kunst der Bewahrung der digitalen Welt, in der – anders als gedacht – genauso viele Informationen verloren gehen, wie entstehen. Und so ist auch die Information, die in diesem Museum vermittelt werden kann, so unendlich wie das Internet selber.

Das Computerspielemuseum ist auf jeden Fall einen Besuch wert und deswegen unser Geheimtipp in diesem Monat. Warst du schon mal dort?