Vegane Kosmetik – Die bessere Alternative?

In Berlin, Lifestyle by Yannick

Nicht nur beim Thema Ernährung kommen vegane Produkte mehr und mehr in die Diskussion, auch in vielen anderen Bereichen stellt sich die Frage, wie man umwelt- und tierfreundlich produzieren und konsumieren kann. Ein Thema ist die Kosmetik, bei der es vermehrt vegane Alternativen gibt. Doch sind diese wirklich besser?

Keine tierischen Inhaltsstoffe oder Tierversuche

Vegane Kosmetik ist nicht nur frei von tierischen Fetten. Auch Inhaltsstoffe wie Bienenwachs, welches zwar nicht aus Tier gemacht wird, aber von Tieren produziert wird, darf nicht in Kosmetikprodukten enthalten sein, die mit „vegan“ gekennzeichnet wurden. Bei Milchsäure hingegen verhält es sich anders, da diese synthetisch hergestellt wird. Einer der zentralen Argumente für die vegane Kosmetik ist das Verbot von Tierversuchen. Wer einmal gesehen hat, was Cremes und Mascara mit einem Kaninchen machen, und unter welchen Bedingungen die Tiere in Laboren gehalten werden, dem vergeht schnell die Freude an Kosmetika.

Die genauen Inhaltsstoffe von veganer Kosmetik sind oftmals nicht genau vermerkt. Als Orientierungshilfe dienen hier Siegel, die von veganen Gesellschaften vergeben werden. Da gibt es zum Beispiel die „Vegane-Blume“ oder das „Cruelty-Free & Vegan“-Label der Tierschutz Organisation PETA. Beide zeichnen Produkte aus, die zu hundert Prozent frei von tierischen Substanzen sind.

Es geht auch ohne Tier

Statt aus Hufen, Hörnern oder Federkielen gewonnenes Keratin lassen auch Mandelöl oder Sojaproteine in Shampoos das Haar glänzen. Anstelle von Bienenwachs wird pflanzliches Carnaubawachs in Lippenpflegestiften verwendet. Spezielle Ölmischungen in der Rezeptur von Wundschutzcremen ersetzen das Wollwachs Lanolin. Momentan noch etwas schwierig gestaltet sich die Herstellung intensiver Rottöne. Rote Beete oder Eisenoxid leuchten weniger, als das nicht-vegane Karmin, welches in Lippenstiften, Rouges und Foundations enthalten ist.

Die Wirkung

Studien zufolge lässt sich nicht sagen, ob vegane Kosmetik besser oder schlechter wirkt als herkömmliche Produkte. Es gibt eine ganze Reihe effektiver pflanzlicher Substanzen wie Wildrosenöl, welches das Bindegewebe stärkt und die Haut reinigt und regeneriert. Oder Aloe Vera, das zahlreiche Vitamine, Enzyme, Mineralien, Aminosäuren, ätherische Öle und die schmerzstillende Salicysäure enthält und so zum wirksamen Mittel gegen Sonnenbrand und Hautreizungen wird. Konsumenten mit Allergien sollten beim Austesten von neuen veganen Produkten darauf achten, diese erst einmal an einer kleinen Stelle, wie der Armbeuge zu testen.

Fazit

Was Umwelt und Natur angeht, kann vegane Kosmetik durchaus eine sinnvolle Alternative bieten. Auch im Hinblick auf die Unterbindung von Tierversuchen, hat das Ganze positive Effekte. Jedoch lässt sich bei der Wirkung auf den Konsumenten kein klarer Vorteil herausstellen.