VOID – der neue Club: angenehm laut, dunkel und vielseitig

In Interview, Musik by Gastautor

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Im Sommer diesen Jahres hat der Club „VOID“ seine Türen geöffnet. Die Lage im Wiesenweg 5 dürfte dem ein oder anderen bereits bekannt sein, da der Vorgänger kein geringerer war als das „Subland“. Inhaber Matthias Paulus legt Wert auf ein ausgelassenes und zugleich familiäres Feiern in den dunklen Tiefen des Clubs. Das musikalische Spektrum ist äußerst breit gefächert, so kann man von Drum&Bass/Techno über Hip Hop bis hin zu Dancehall die verschiedensten Genres entdecken und erleben. Die Preise für die Veranstaltungen bewegen sich von „freier Eintritt“ bis 10 Euro, der Einlass beginnt in der Regel um 23.00 Uhr.

Wir haben Herrn Paulus ein paar Fragen über den Start und das momentane Geschehen des Clubs gestellt und interessante Infos bekommen:

Guten Tag Matthias, wie geht´s Dir?

Matthias: Danke, mir geht´s bestens!

Nun sind die ersten Wochen seit der Eröffnung vergangen. Bist Du zufrieden mit dem Start des Clubs?

Matthias: Ja! Es war in den Anfangswochen etwas holprig, doch inzwischen hat sich das Team merkbar aufeinander eingespielt. Alle wichtigen Umbauten, Verkabelungen, Lichtinstallationen etc. wurden in sehr kurzer Zeit umgesetzt und der Klang unserer beiden Soundanlagen optimiert.

Hat die Eröffnung Deinen Vorstellungen entsprochen oder gab es irgendwelche Überraschungen?

Matthias: Das Eröffnungswochenende war traumhaft! Vor allem die erste Nacht, in der überwiegend Drum&Bass gespielt wurde. An einem Donnerstag mit knapp 600 Besuchern … So viel Energie und Begeisterung beim Publikum!

Wie sahen denn die Vorbereitungen im Vorfeld aus, also vor dem Opening?

Matthias: Die Vorbereitungen waren etwas kräftezehrend, da wir nur wenige Tage zur Verfügung hatten. Einige Berliner Künstler haben zum Teil auch noch nachts die Wände mit Graffiti, Schablonen, fluoriszierender Farbe etc. neugestaltet. Auch die Kasse und ein DJ-Pult wurden wortwörtlich in letzter Sekunde fertiggestellt. (Danke Donny!!) Es war sehr schön zu sehen, was für kreative Synergien entstanden, wie sich alle Beteiligten reinhängten, sich gegenseitig unterstützten und sich mit dem Club identifizierten … Nochmals lieben Dank an alle, die mitgeholfen haben!

Wie haben sich die Räumlichkeiten verändert? Gibt es Besonderheiten?

Matthias: Die größten Veränderungen sind mitunter die beiden neuen Anlagen (Kling & Freitag / Adamson), die einen klaren und druckvollen Sound liefern und inzwischen feinjustiert sind. Dazu feinste, aktuelle DJ-Technik. Dann wären da die erwähnten Malereien, das große Graffiti an der Eingangstür von unserem höchst talentierten Grafiker ‚Freakschmerz‘, neue Lichtinstallationen, eine Projektionswand für Visuals und ein äußerst breites und erschwingliches Getränkeangebot – inklusive Bier vom Zapf.

Sind noch Veränderungen an den Räumlichkeiten geplant?

Matthias: Abgesehen davon, dass bereits mehr Platz geschaffen wurde, soll in naher Zukunft der Mainfloor vergrößert werden, sodass unter anderem auch kleinere Livekonzerte auf einer mobilen Bühne stattfinden können. Daneben gibt es noch einige kleinere Baustellen. Das ganze Projekt ist noch in der Mache und soll beziehungsweise darf sich langsam – step by step – entwickeln.

Die Nachfolge des „Subland“-Clubs anzutreten ist mit Sicherheit keine einfache Aufgabe. Nervt die ständige Assoziation?

Matthias: Der Begriff „Nerven“ trifft nicht zu. Jeder aus der Void-Crew war regelmäßiger Subland-Gänger, einige haben schon damals in dem Club gearbeitet und auch ich selbst habe viele Veranstaltungen im Subland organisiert. Die Vergleiche mit dem Subland werden zunehmend weniger, da die Gäste merken, dass hier etwas Neues entstanden ist. Auch von vielen alteingesessenen Besuchern gibt es sehr positives Feedback, zumal wir den Musikgenres teilweise treu bleiben und viele den persönlichen Bezug der Crew zur Location und deren Sympathie untereinander spüren. Trotzdem soll klar sein: es geht nicht darum, das Erbe eines vergangenen Clubs anzutreten oder in dessen Fußstapfen zu treten … Und für alle, die die alten Zeiten vermissen, sind in größeren Abständen sogar Subland-Revival-Nächte geplant, in Zusammenarbeit mit all den alten Hasen.

Gibt es Veranstaltungen, von denen Du jetzt schon behaupten kannst, dass sie besonders gut ankommen?

Matthias: Ja. Die gemeinsame Veranstaltung mit dem Nachbarclub Kulturhaus Kili vor ein paar Tagen kam sehr gut an, sodass bereits weitere Veranstaltungen (09.10. Kiez 2.0 + 24.10. Virus by Interferenz / 06.11. Osmosis by Psychedelic Theatre / 13.11. Void meets Kili #2) geplant sind. Dann auch wieder auf insgesamt vier Floors plus Außenbereich samt Essständen. Auch die Free Entry-Partys sind gut besucht, sowie die hauseigene Lucid Dreaming-Reihe. Die ebenfalls von mir organisierte Step Higher-Reihe, die in den vergangenen fünf Jahren im Cassiopaia und im Yaam stattfand, hat jetzt natürlich ein neues zu Hause bekommen und findet – wie gewohnt – weiterhin donnerstags statt. Hier treffen sich die Drum&Bass-Liebhaber, man kennt sich untereinander und das Ganze hat eine besonders familiäre Atmosphäre – ab Oktober zusammengelegt mit dem Interferenz-Stammtisch, bekannt aus dem R19 Club, mit jeweils einem Floor DnB und Techno.

Und wie sieht´s mit längerfristig geplanten Projekten aus?

Matthias: Wir haben eine ganze Menge Ideen! Neben der Erweiterung des Mainfloors soll der Chill-/Raucherbereich vergrößert oder sogar komplett in einen neuen, ruhigen Raum verlegt werden. Im November erblüht die alteingesessene Techno-Veranstaltungsreihe ‚Mad Monday‘ bei uns zu neuem Leben, die ‚Therapy Sessions Berlin‘ startet und weitere Veranstaltungsreihen aus Subland-Zeiten kommen wieder. Joah … und für den Oktober haben wir nun erstmal volles Programm!

Was kannst Du uns über die Türpolitik sagen?

Matthias: Zur Türpolitik ist zu sagen, dass wir auf Freundlichkeit und Fairness unserer Securities großen Wert legen. Das Feedback zu den Türstehern ist bis dato super, worüber wir uns sehr freuen. Bei uns ist jeder willkommen der Spaß an der Musik hat, über 18 Jahre alt ist und im besten Falle auch seinen Ausweis dabei hat. Dealer, Prolls und Faschos allerdings dürfen dem VOID gerne fern bleiben.

Verrate uns doch zum Abschluss noch, warum die Wahl am Wochenende (oder auch unter der Woche) auf das VOID fallen sollte?

Matthias: Druckvolle elektronische Musik in dunklen bis bunten Räumen, DJs und Künstler die etwas von ihrem Handwerk verstehen, ein wundervolles Team, günstige Getränkepreise mit wechselnden Angeboten und hausgemachter Mexikaner!

Solltet ihr Lust bekommen haben, mal vorbeizukommen, dann findet ihr hier die anstehenden Veranstaltungen.

Außerdem:
Freakschmerz: www.facebook.com/freakschmerz
Osmosis: www.facebook.com/events/523236481174343/
Psychedelic Theatre: www.facebook.com/psy.theatre
Void meets Kili #2: www.facebook.com/events/519308854901646/
Interferenz: www.facebook.com/Interferenz.berlin
Mad Monday: www.facebook.com/mad.monday.524
Therapy Sessions: www.facebook.com/events/394096237452771/